10 Stolpersteine auf dem Weg in die Selbstständigkeit

Veröffentlicht am 12. März 2010 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

Themen: , ,

Warnschild - StolpergefahrViele Unternehmen überstehen die ersten fünf Jahre nach der Gründung nicht. Das Gründerportal foerderland.de listet zehn typische Stolpersteine für Existenzgründer auf.

Mangelnde BWL-Kenntnisse, Größenwahn, kein Alleinstellungsmerkmal, schlechte Finanzlage und einiges mehr: Erfahren Sie, woran es bei vielen immer wieder scheitert.

1. Keine Ahnung von Betriebswirtschaft

Geniale Erfinder sind nicht unbedingt auch geniale Betriebswirtschaftler. Dabei ist betriebswirtschaftliches Know-how die Grundlage, um ein Unternehmen erfolgreich zu gründen. Darum sollten sich Gründer im Zweifelsfall geeignete Mitstreiter in das Management holen.

2. Größenwahn statt Realismus

Schicker Firmenwagen, Sekretärin im Vorzimmer: Der Traum vom schnellen Geld trübt manchmal den strategischen Weitblick. Die Folge: Die Fixkosten laufen davon, das Potenzial am Markt wird überschätzt.

3. Zu hohe familiäre Ansprüche

Ein neues Unternehmen verlangt dem Gründer nicht selten eine 60-Stunden-Woche ab. Wer das nicht mit seinem Familienleben unter einen Hut bekommt, steht vor einer Zwickmühle: Entweder geht die Familie in die Brüche – oder das Unternehmen.

4. Keine genaue Marktanalyse

Wer seine Branche und den Markt nicht kennt, wird von der Konkurrenz abgehängt. Die Folge: Die Nachfrage stagniert – und damit der Umsatz.

5. Zielgruppe nicht verstanden

Ein technisch noch so anspruchsvolles Produkt scheitert am Markt, wenn es nicht die Bedürfnisse der Kunden bedient. Einen wirklichen Nutzen für seine Kunden bietet nur, wer eine Lösung für ein konkretes Problem anbietet.

6. Fehlendes Alleinstellungsmerkmal

Je besser die Geschäftsidee, desto größer die Zahl der Nachahmer. Umso wichtiger ist es für den Gründer, sich deutlich von der Konkurrenz abzuheben – etwa durch einen besonderen Service.

7. Finanzielle Engpässe

Unstimmige Liquiditätsplanung, falsch eingeschätzte Zahlungsfähigkeit, zu gering kalkulierte Investitionen: Viele Gründer scheitern an den Finanzen. Ohne sorgfältigen Finanzplan kommt es jedoch schnell zu Engpässen bei der Liquidität – und im schlimmsten Fall zur Pleite.

8. Mangelhafte Ordnung

Ordnung im Unternehmen ist keine Tugend, sondern eine Notwendigkeit – angefangen bei der Buchhaltung: Wer Belege nicht korrekt ablegt und bei Buchungen ungenau ist, verliert nicht nur den Überblick über seine wirtschaftlichen Aktivitäten. Auch bei der Steuerprüfung droht ein böses Erwachen.

9. Zu homogenes Gründerteam

In jungen Unternehmen sind unterschiedliche Talente gefragt: technisches Know-how, finanzielles Wissen, strategische Weitsicht, personelle Kompetenz. Wenn sich diese Fähigkeiten nicht in einem heterogenen Gründerteam widerspiegeln, müssen die Defizite durch eine geschickte Personalpolitik ausgeglichen werden.

10. Unrealistische Schwächen-Analyse

Wer Risiken und Schwächen ignoriert, verliert den Kontakt zur Wirklichkeit. Ohne eine vernünftige Analyse der Schwachstellen sind böse Überraschungen unvermeidbar. (uqrl)

www.foerderland.de

(Bild: © marog-pixcells - Fotolia.com)