Originelle Geschäftsidee: Die 10 interessantesten Startup Ideen in diesem Jahr

Veröffentlicht am 3. Juli 2007 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

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Die originellsten neuen GeschäftsideenMit Einfallsreichtum und Beharrlichkeit lassen sich Marktnischen erschließen und Kunden gewinnen. Eine Liste von zehn ausgefallenen und erfolgreichen Geschäftsideen zeigt, wie es geht. In Deutschland sind einige dieser Ideen noch nicht umgesetzt und warten auf mutige Macher.
Erstellt wurde diese Liste vom Gründermagazin "starting up":

1. Body Angels - die Kneipen-Masseure

Seit 2006 ziehen die Massage-Teams von Jungunternehmer Kai Lorenz durch das nächtliche Frankfurt/Main. Sie massieren für fünf Euro Rücken, Schultern und Nacken. Das Ganze findet da statt, wo der Kunde gerade sitzt: am Tresen, am Tisch etc. - Kunde und Masseur bleiben natürlich in voller Montur. Die Body Angels gibt es außerdem auch schon in Wiesbaden, Mainz und Wien. Weitere Städte sollen folgen.

2. Skike - sportlicher Mix aus Skate und Ski

Der Österreicher Otto Eder waren seine gewöhnlichen Inline-Skates nicht bergtauglich genug. Durch die Kombination mit einem Langlaufski auf Rädern verbesserte er die Geländetauglichkeit und stellte 1997 eine erste Kleinserie seiner Skikes her. Erst war die Nachfrage bescheiden, aber inzwischen bieten allein in Deutschland 30 Fachhändler seine Erfindung an, und auch der Online-Handel boomt.

3. Kopien zum Nulltarif - dank Werbung

In einigen Copyshops der japanischen Kette Tadacopy sind Kopien für Studenten auf Wunsch kostenlos. Dafür erscheint auf der Rückseite der Kopien Werbung. Die werbenden Unternehmen zahlen für die Platzierung ihrer Anzeige pro Kopie 25 Cent. Diese Idee japanischer Studenten wartet noch auf Nachahmer in Deutschland und anderswo.

4. „Club C“ - testen ohne Kaufzwang

In den Läden des japanischen „Club C“ können die Kunden Kosmetikprodukte verschiedener Hersteller testen. Da kein Verkauf stattfindet, probieren die Kunden völlig zwanglos und entspannt drauf los. Seine Einnahmen erzielt der „Club C“ durch Präsentationsgebühren der Kosmetikhersteller und durch Mitgliedsbeiträge der Kunden. Außerdem zahlen Marktforscher für die Testergebnisse der Mitglieder.

5. Aquariumrahmen - das lebende Bild

Der Amerikaner Scott Yen hatte die Idee, ein nur 11cm tiefes Aquarium mit einem Designerrahmen zu versehen und es als "lebendes Gemälde" zu vertreiben. 2003 wurde der erste Prototyp gefertigt. Yen investierte 150.000 US-Dollar und produziert in China. Inzwischen vertreibt er seine "Aqua-Bilder" in den USA, Europa und dem Mittleren Osten und macht einen Umsatz von einer Million US-Dollar.

6. GIB-Bee - für Mütter und Babys

Gisela Busch vertreibt innovative Baby- und Kinderprodukte, wie zum Beispiel eine Kombination aus Teddy und Spiegel, die auf dem Auto-Rücksitz montiert, den Blickkontakt zwischen Fahrer und Baby ermöglicht. Der Vertrieb solcher Produkte findet übers Internet und über GIB-Bee-Partys statt. Bei diesen Partys laden erfahrene Kundinnen andere Mütter ein und testen und shoppen, während die Kinder miteinander spielen.

7. Modeverkauf im Salon Privé

Modeschöpferin Dorothée Vogel eröffnet in verschiedenen Städten nacheinander kurzzeitig ihren Mode-Salon. Ihre Kundinnen werden vorab informiert, melden sich an und bestellen gemäß ihren Wünschen vor. Dann wird in privater Atmosphäre anprobiert und ausgewählt. Die gewünschte Kleidung wird gefertigt und ist drei Monate später lieferbar - zu moderaten Preisen, weil der Zwischenhandel wegfällt.

8. Neue Biere aus dem Bierlaboratorium

Die Münchner Tobias Weber und Steffen Marx haben in einer ehemaligen Garage eine Kleinstbrauerei gegründet. Hier entstehen jetzt ungefilterte Biere ohne Konservierungsstoffe und spezielle Mixturen wie Mango-, Himbeer- und Waldmeister-Bier. Die Brauer verteilten als Werbung lediglich 10.000 Bierdeckel in der Umgebung – seitdem verbreitet sich die Kunde von dem etwas anderen Bier wie von selbst.

9. Gemixt: Bücher und Kochkurs

Inspiriert von einem ähnlichen Laden in London eröffnete Brit Lippold in Berlin 2001 ihre Buchhandlung mit Kochschule "Kochlust". Hier gibt es ausschließlich Kochbücher und in den hinteren Räumen eine Showküche zum Gucken und Lernen. Martina Olufs ging in Hamburg noch einen Schritt weiter: In ihrem "Koch-Kontor" bietet sie die im Kochkurs zubereiteten Speisen ihren Gästen als Mittagstisch an.

10. Bioobst und –gemüse für Babys

In französischen Supermärkten gibt es seit dem Sommer 2006 fertige Obst- und Gemüse-Schalen mit der Aufschrift „Mon bébé mange bio“ („Mein Baby isst Bio“). Die 600-Gramm-Packungen sind vitamin- und mineralienreich und garantiert ohne Pestizide, Zucker und Zusatzstoffe hergestellt. Für verschiedene Alterstufen von 6 bis 18 Monaten werden unterschiedliche Obst-Kreationen angeboten. (uqrl)

www.starting-up.de

(Bild: © iQoncept - fotolia.de)