Die teuersten Startup-Pleiten: Diese 72 Unternehmen hatten keinen Erfolg

Veröffentlicht am 1. März 2014 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

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 Die teuersten Startup-Pleiten: Diese 72 Unternehmen hatten keinen ErfolgHaben Sie schon einmal etwas von den Startup-Unternehmen Allpeers, Songbird oder Digg gehört? Nein? Dies wäre nicht verwunderlich, denn diese drei gehören zu den 72 teuersten Startup-Flops, die es jemals gab. Das Unternehmen RB Insights hat eine Auflistung dieser Startup-Flops zusammen gestellt:

Selbstmord, Betrug & Scheitern

Viele der Unternehmen hatten mit Ihrer Gründungsidee keinen Erfolg  und mussten eine Unternehmensübernahme zulassen oder das Unternehmen endgültig aufgeben. Oft wurde ein Startup für einen viel niedrigeren Preis verkauft, als ursprünglich in das Unternehmen investiert wurde. In selteneren Fällen tragen ungewöhnliche und tragische Ereignisse zu der Pleite eines Unternehmens bei. Finanzbetrug, Gerichtsverfahren, Rechtsstreit und sogar Selbstmord sind Gründe für den Misserfolg.

Mehr als 100 Millionen Dollar Finanzierung

Auf Platz 1 der Liste "Die 72 größten und teuersten Startup-Misserfolge"  liegt das Solarunternehmen Solyndra, welches sich gegen die starke Konkurrenz auf dem Weltmarkt nicht durchsetzen konnte. Den zweiten Platz belegt das Unternehmen Webvan Group. Dieses war ursprünglich für den Online-Lebensmittelhandel bekannt. Grund für das Scheitern des Unternehmens war die fehlende Nachfrage und kostspielige Ausgaben für die Infrastruktur.

Den dritten Platz nimmt das israelische Elektroauto-Startup Better Place ein. Das Unternehmen versuchte durch spezielle Ladestationen die Autoindustrie zu verändern, scheiterte jedoch an zu geringen Absatzzahlen.

Weitere Unternehmen, welche mehr als 100 Millionen Dollar investierten sind Amp'd Mobile (Platz 4), All Advantage (Platz 5) oder Kozmo.com (Platz 6).

Zwischen 75 und 100 Millionen Dollar Finanzierung

Auf den weiteren Plätzen der Unternehmen die mit 75 - 100 Millionen Dollar Finanzierung starteten, belegt die Firma Canopy Financial den 18. Platz der Startup-Pleiten. Finanzielle Unregelmäßigkeiten gegenüber Kreditgebern und Investoren waren der Grund für das Ende des Unternehmens. Zwei Plätze dahinter liegt das Software-Unternehmen Claria Corporation, welches für die Erstellung von Spionagesoftware bekannt war. Das Startup konnte sich gegen die Werbenetzwerk nicht etablieren. Deshalb wurde das Unternehmen geschlossen und sein Bestand an Patenten verkauft.

Warum floppen Startups?

Die Hauptgründe woran die 72 Startups scheiterten, sind verschieden. Von einer zu starken Konkurrenz, über die zu geringe Nachfrage auf dem Zielmarkt bis hin zu geringen Absatzzahlen und dem ausbleibenden Gewinn.

Vielen Startup-Gründern ist vor dem Schritt in die Selbständigkeit nicht bewusst wie viel Arbeit, Durchhaltevermögen, Überzeugung und Wissen nötig ist, um seinen Traum von der einfachen Idee erfolgreich in die Realität umzusetzen.

Die 4 Aspekte für Start-Up Gründer

Deshalb sind im folgenden 4 wichtige Aspekte aufgelistet, die für jeden Startup-Gründer eine wichtige Rolle spielen. Die zentralen Fragen: "Welche Fehler müssen Startup-Gründer vermeiden?" und "Welche Tipps sollte man sich zu Herzen nehmen?"  werden beantwortet:

1. Die innovative Idee

Vor Beginn einer Gründung benötigt jedes Startup eine Idee von der Gründer und gesamtes Team überzeugt sind. Doch nicht nur die bloße Überzeugung verhilft zu einem erfolgreichen Unternehmen. Eine Idee sollte realistisch und innovativ sein, darf vor allem aber nicht zu "groß" gedacht werden. Am besten sollte die Startup-Idee die Lösung eines Problems anbieten oder aber auch lediglich einen Mehrwert für die Konsumenten darstellen.

Ein essentieller Grund für das Scheitern eines Startups ist ein zu naiver und unrealistischer Blick auf die Idee des Projekts und dessen weiteren Verlauf. Viele Unternehmer sind zu überzeugt von ihrer Startup-Idee. Natürlich sollten sie begeistert sein, doch ein distanzierter Blick auf die Idee und den Verlauf eines Projektes kann hilfreich sein.

2. Sichere Finanzierung

Eine Frage, der sich jeder Startup-Gründer früher oder später stellen muss, ist die nach Art und Weise der Finanzierung zur Realisierung der Idee. Wichtig ist, dass man sich mit allen bestehenden Finanzierungs-Möglichkeiten auseinandersetzt.

Welche Finanzierung würde für das Startup in Frage kommen? Passt diese Finanzierung zu meinem Startup? Mögliche Chancen das geplante Projekt zu finanzieren, sind Kredite, Darlehen, Crowdfunding, Venture Capital oder öffentliche Fördergelder. Auch ist es hilfreich den Investoren kritisch gegenüber zu treten, da mit ihnen eine langjährige Zusammenarbeit bevor steht.

Viele Startup-Gründer scheitern an ihrem Projekt, weil sie zu früh aufgeben. Auch wenn die Finanzierung ausweglos scheint, sollte man sich von Rückschlägen und Misserfolgen nicht abschrecken lassen und das nötige Durchhaltevermögen zeigen. Ebenfalls ist es wichtig keine unrealistischen Kalkulationen anzustellen und stets einen vollkommenen Überblick über alle Zahlen zu haben.

3. Offensive Marketing

Ohne offensives Marketing und stetige Präsenz auf dem Zielmarkt nutzt all die Arbeit und Mühe nichts. Denn wenn keiner Ihre Idee kennt, wer soll dann von dem endgültigen Startup profitieren? Natürlich ist dies leichter gesagt, als in die Tat umgesetzt, da das Marketing für viele Startups in den Anfangsphasen einen hohen Kostenfaktor darstellt.

Doch im Zeitalter des Internets bestehen viele Wege Werbung über das Internet durchzuführen. Allein über die unzähligen Social-Media Kanäle, wie zum Beispiel Facebook, Google+ oder Twitter, kann die Zielgruppe angesprochen werden. Die Bedingung ist lediglich, die Zielgruppe und zukünftigen Kunden genau zu kennen oder womöglich zu analysieren. Denn sonst könnten die Marketing-Versuche scheitern.

4. Das perfekte Team

Ein gutes Team mit qualifizierten Mitarbeitern ist das A&O für den Erfolg eines Startup-Projekts. Nur motiviertes Personal mit kreativen Ideen und dem nötigen Fachwissen kann die Startup-Idee erfolgreich realisieren.

Ebenfalls ausschlaggebend ist die Harmonie und die Zusammenarbeit des Teams, das verschiedene Probleme gemeinsam lösen oder sich sogar in verschiedenen Wissensbereichen ergänzen sollte. Wenn dieser Grundstein für ein Startup nicht besteht, fällt die gesamte Arbeit für das Projekt womöglich komplizierter und mühseliger aus, als nötig.

 

Die komplette Liste der 72 Unternehmen und den Gründen für ihre Misserfolge finden Sie unter: www.cbinsights.com