Anzahl der Gründer sinkt – Unterschiede zwischen Branchen und Geschlechtern [Statistik]

Veröffentlicht am 8. August 2013 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

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Seit 2001 ist ein ständiges Absinken der deutschen Gründerzahl zu verzeichnen. Nach dem damaligen Anstieg auf 2,92% nahm die Anzahl der Gründungen kontinuierlich ab und erreichte 2008 mit 1,54% ein vorläufiges Tief. Bis 2010 konnte nochmals ein leichter Anstieg erkannt werden. 2012 erfolgten mit 1,50% jedoch nun die wenigsten Gründungen der letzten 12 Jahre. Auch für 2013 halten Experten ein weiteres Rekordtief der Gründungszahlen für wahrscheinlich.

Als Hauptgrund für den Rückgang führt der DIHK-Gründerreport 2013 vor allem die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt an, durch die weniger Gründungen aus Not geschehen. Zusätzlich werden Zuschüsse nach der staatlichen Reform der Gründungsförderung nur noch Antragstellern gewährt, die nicht mehr in Angestelltenverhältnisse vermittelt werden können. Auch dies trägt zur Verminderung der Gründungen bei. Weitere Informationen und Hintergründe können Sie im ausführlichen Gründerreport nachlesen.

Statistik Gründerquote Deutschland

Betrachtet man die Branchenverteilung der Gründungen zwischen 2008 und 2010, so ließ sich vor allem im Dienstleistungsbereich der größte Zuwachs feststellen. Im "Verarbeitenden Gewerbe" und im "Baugewerbe" erfolgten hingegen nur sehr wenige Neugründungen.

Frauen spezialisierten sich überwiegend auf den Bereich "Personenbezogene Dienstleistungen" z.B. als Friseurin, Ärztin oder Therapeutinnen. Auf dem Gebiet der "Wirtschaftlichen Dienstleistungen" dominieren die Männer nur knapp. Insgesamt sind Frauen und ältere Menschen aber erneut stärker auf dem Gründungsmarkt vertreten.

Branchenverteilung bei Gründungen nach Geschlecht bis 2010

(Quellen: www.statista.de, www.statista.de)