Abenteuer Selbständigkeit: Chance mit Risiken

Veröffentlicht am 19. Februar 2013 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

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Abenteuer Selbstständigkeit: Chance mit RisikenMehr Arbeit, ein höheres Risiko und anschließend mehr Geld: Der Weg in die Selbständigkeit gleicht oft einem Abenteuer. Dabei lebt die deutsche Wirtschaft von neuen und innovativen Ideen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Selbständigen deshalb um mehr als 40 Prozent gestiegen. Auch fanden Forscher heraus, dass knapp die Hälfte aller jungen Unternehmer sogar mehr verdienen als in ihrem bisherigen Job.

Mit der eigenen Idee überzeugen

Insbesondere Ingenieure starten oftmals mit einer konkreten Geschäftsidee. Durch ihre Berufserfahrung kennen sie den Markt und haben klare Vorstellungen von ihrer Karriere. Mit dem Risiko, eines Tages ohne einen Auftrag dazustehen, sollte man allerdings trotzdem rechnen. Rücklagen bilden und vor allem nicht leichtsinnig werden, ist hierbei das oberste Gebot. Wichtig ist ein gut geknüpftes Netzwerk. Doch gerade zu Beginn einer Unternehmensgründung ist dies nicht besonders einfach. Auch zählt nicht ausschließlich das fachliche Know-How - Kunden von der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen, darauf kommt es an. Deshalb haben einige Gründer oftmals Durststrecken zu überbrücken.

Viele fragen sich aber schon vorab, ob sie ein solches Risiko überhaupt eingehen sollten, wenn es auch Angestellten gut geht. Die Zahl der Jobs für Ingenieure ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Quer durch alle Fachbereiche brauchen sie durchschnittlich nur drei Monate, um einen Job zu finden. Darüber hinaus sind die Jobaussichten auch auf längere Sicht sehr gut, weil in vielen Unternehmen ein Generationswechsel bevorsteht. In den kommenden zehn Jahren werden knapp 450.000 Fachkräfte in den Ruhestand gehen.

Ebenso liegt die Gehaltsentwicklung bei jungen Ingenieuren auf einem relativ hohen Niveau, selbst bei Berufseinsteigern. Auch die Unternehmensgröße spielt hierbei eine große Rolle. In mittelständischen Unternehmen sind derzeit sehr viele offene Stellen zu besetzen. Zwar sind die Einstiegsgehälter dann niedriger als in größeren Industrieunternehmen, die Karrierewege aber deutlich kürzer.

Marktchancen realistisch einschätzen

Für viele Fachkräfte ist eine Festanstellung allerdings zu unflexibel. Sie erhoffen sich durch ihren Schritt in die Selbstständigkeit mehr Abwechslung. Die persönliche Freiheit zu genießen, scheint immer wichtiger zu werden. So verlockend dieser wichtige Schritt auch sein mag, ist es dennoch besonders wichtig, sich und seine Marktchancen vor einer Firmengründung realistisch einzuschätzen, denn die Idee allein reicht hierbei nicht immer aus. Auch spielt die Motivation eine ganz entscheidende Rolle, denn als Selbstständiger hat man keine Vorgesetzten, die motivieren und Druck aufbauen.

Dabei sollten die zu erledigenden Aufgaben in aller erster Linie Spaß machen und ein gutes Gefühl erzeugen. Die Aussicht auf bestimmte Vorteile, wie etwa Bonuszahlungen, tragen zwar auch zur Motivation bei, allerdings ist diese Art zweitrangig, wenn es um die eigene Überzeugungskraft geht. Insbesondere nach der Anfangsphase gilt es, die Begeisterung für die eigene Geschäftsidee zu erhalten. Eine gesunde Mischung beider Motivationen, das heißt, Begeisterung sowohl für die Aufgabe als auch für das eigentliche Ziel, hilft dabei, Projekte professionell und zuverlässig durchzuführen, selbst wenn der ein oder andere Kunde keine Freude bereitet. Darüber hinaus ist es für Selbstständige sehr motivationsfördernd, wenn sie ihre eigenen Erfolge bewusst feiern, schließlich stecken sie viel Energie und Herzblut in die Aufträge. Nehmen Sie sich Zeit dafür, um anschließend einen freien Kopf für das nächste Projekt zu haben.

(Bild: © olly - fotolia.de)