Das erste eigene Büro: 5 Tipps, die Sie beachten sollten!

Veröffentlicht am 29. August 2012 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

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Das erste eigene Büro Will man sich selbständig machen, steht die Unternehmensidee meist an erster Stelle. Doch auch diese will ein "Zuhause" haben. Aller Anfang ist schwer, daher hier ein paar Tipps dazu, was man beim ersten eigenen Office bedenken sollte.

1. Die richtigen Räumlichkeiten

Wer in den Startlöchern und im Aufbau des eigenen Unternehmens steht, muss oft improvisieren, gerade was die Geschäftsräumlichkeiten angeht. Viele (Jung)Unternehmer beginnen daher am Wohnzimmertisch. Und wer ausschließlich online oder organisatorisch seine Geschäfte tätigt, kommt damit auch gut zurecht. Treffen können schließlich auch beim Kunden oder als Geschäftsessen im Restaurant stattfinden. Ein Muss sind trotz aller Bequemlichkeit und Sparsamkeit ein Computer, Internet-Zugang und zumindest eine kleine Arbeitsecke in den eigenen vier Wänden, um ungestört und konzentriert am Erfolg basteln zu können. Schließlich liegt hier Arbeit und Privatleben sehr nah beieinander und die Ablenkungsmöglichkeiten in trauten Heim sind unbegrenzt.

„Viele Jungunternehmer suchen für den Anfang nach kleinen Büroräumlichkeiten oder greifen oft auch auf einen eigenen Bereich in Großraumbüros zurück. Neben dem finanziellen und wirtschaftlichen Faktor stehen aber auch Komfort und Lage des Büros an einer der ersten Stellen bei der Suche“, weiß Claudie Pichler von BAR - Büros Wien. Wer einen frei stehenden Raum zuhause hat, kann diesen zum neuen Home-Office umgestalten. Nichts wie rein mit allem, was man sich für seine Arbeitsumgebung wünscht. Neben Computer und Internet-Zugang empfiehlt sich ein Schreibtisch, je nach Platzbedarf einer zum Klappen oder eine Ecklösung. Auch ein Kompaktgerät, das drucken, scannen und faxen kann, sollte nun möglich sein. Es ist darauf zu achten, den Raum richtig zu nutzen und dennoch nicht überladen wirken zu lassen. So wird sichergestellt, dass der perfekten Arbeitsatmosphäre nichts im Wege steht.

Wer wünscht sich nicht die eierlegende Wollmilchsau? Auch ein Gründer hat viele Wünschen und Vorstellungen, wenn es um die erste Büroräumlichkeit geht: Möglichst nah am eigenen Zuhause, gute Verkehrsanbindung und eine gute Infrastruktur sollte schon gegeben sein. Das Büro selber sollte in einem schönen Gebäude untergebracht sein, die Zimmer hell und freundlich. Nicht zu vergessen der Preis – ein Schnäppchen wäre da sehr willkommen. Wichtig ist, sich bei der Suche nach dem Büro eine Prioritätenliste zusammenzustellen und gründlich zu überdenken, welche Faktoren einem am wichtigsten sind und über welche Dinge man schon mal hinweg sehen kann.

Da der Preis gerade zu Beginn eine sehr wichtige Rolle spielt, findet man preisgünstigere, aber dennoch gute und komfortable Alternativen bei Gründerzentren. Hier kann man sich einmieten, oder hat die Möglichkeit, sich mit anderen Jungunternehmern zu einer Bürogemeinschaft zusammenzuschließen. Spartipps: Wird ein eigener Sitzungsraum nur hin und wieder benötigt, kann man sich einfach einen mieten. So bleiben die Kosten in der Anfangszeit des eigenen Unternehmens überschaubar.

Zur Gestaltung des Arbeitsplatzes gibt es ein paar gute Ratschläge:

  • Die Beleuchtung des Arbeitsplatzes ist ein ganz wichtiger Punkt, wenn man sich in seinem Büro wohl fühlen will (und muss). Deckenfluter sind zwar modern, wirken aber oft kalt. Besser sind mehrere Stehlampen auf mittlerer Höhe und natürlich eine Lichtquelle am Schreibtisch. Halogenlampen und Strahler sollten niemals direkt in die Augen, sondern auf möglichst tiefe Punkte gerichtet sein.
  • Auch die Farbe im Office kann zur atmosphärischen Unterstützung beitragen. Außerdem können Farben müde und munter machen. Die Wahl der Wandfarben im Büro kann sich also auch auf die Arbeit auswirken. Eine Kombination aus neutralen Farben wie Grau und Weiß mit einzelnen Akzenten in Farben wie Orange, Grün und Blau kann anregend und motivierend sein.
  • Speziell Pflanzen wirken anregend und beleben das Büro. Aber Achtung: Wird diese krank, entsorgen Sie sie, weil sie sonst auf Ihre Stimmung drücken kann!

2. Arbeitsgeräte und Büromaterial

Natürlich sind Notebooks praktisch, da man sie überall hin mitnehmen kann. An seinem Schreibtisch sollte man sich allerdings einen ordentlichen Bildschirm mit mindestens 20 Zoll leisten. Die Nackenmuskeln werden es einem danken. Außerdem ist es wichtig, dass man sich in Zeiten des papierlosen Büros eine externe Festplatte anschafft. Die Kosten dafür sind überschaubar, regelmäßige Backups von Auftrags- und Rechnungsverkehr ein absolutes Muss im professionellen Umfeld. Bewahren Sie auch unbedingt von Anfang an Ordnung: Ein aufgeräumter Desktop und richtig zugeordnete Ordner können den Arbeitsalltag wesentlich erleichtern und sind auch in Hinblick auf die Zukunft empfehlenswert.

Eine gewisse Ausstattung an "handfestem" Büromaterial sollte man sich am Unternehmensstart schon gönnen. Dazu gehören Kopierpapier und Versandtaschen, Briefumschläge und Schere, Haftetiketten und Notizblöcke. Auch Büro- und Heftklammern samt dazu gehörigem Gerät sind zu empfehlen. Sicht- und Prospekthüllen sind ebenfalls sinnvoll und ein Papierkorb sowieso. Ein Tipp zum Schreibgerät: Gönnen Sie sich drei gute Füllfedern, eine für Zuhause, eine für die Tasche und eine für das Büro. Mit den dazu gehörigen Patronen sind Sie immer stilvoll und nachhaltig unterwegs.

3. Stauraum

Auch wenn heutzutage vieles online oder elektronisch gespeichert werden kann - ein intelligentes Ablagesystem sollte vorhanden sein. Denn innerhalb kürzester Zeit werden sich trotz virtuellem Informationsfluss Zeitschriften, Rechnungen und Bücher ansammeln. Für den Anfang genügen schlichte Regale, die möglichst bis unter die Decke reichen sollen, damit man nicht wertvollen Platz verschenkt. Kreative können davor einen witzigen Vorhang hängen, pragmatische Gemüter Schränke mit Türen überlegen. Der Grund: Regale mit Inhalt fangen gerne Staub, und zum Staubwischen haben Unternehmer meist keine Zeit. Übrigens auch nicht für das Suchen der berühmten Stecknadel im Heuhaufen. Deshalb: Ordnung halten!

4. Sparsame Anschaffung

Nirgends steht geschrieben, dass man sich alles auf eigene Rechnung anschaffen muss, auch wenn der Steuerberater natürlich so viele abschreibungsmögliche Quittungen wie möglich erwartet. Andererseits ist es immer besser, so wenig Geld wie möglich auszugeben. Deshalb ist Tauschen eine clevere Idee. Tauschbörsen boomen, auch wenn man nur eine Dienstleistung anzubieten hat. Andererseits kann man sich bestimmte Dinge auch als Second Hand-Variante anschaffen, etwa Möbel, Standtelefone oder - wer sich auskennt - sogar einen Computer. Wer seinem ersten eigenen Büro das gewisse Etwas verleihen möchte, kann sich auch auf Flohmärkten oder in Möbelgeschäften, die sich auf Vintage-Möbel spezialisiert haben, umsehen. Dort kann man oft schöne Möbel, Lampen und ähnliches zu kleinem Preis finden. So bekommt das erste eigene Büro auch einen persönlichen Touch.

5. Helferlein

Natürlich ist es praktisch, wenn man jemanden hat, der einem lästige Anrufe vom Hals hält oder die Termine koordiniert. Doch gerade in der Anfangsphase sind das Dinge, die man leicht selbst machen kann. Die moderne Telekommunikation unterstützt das mit E-Mails, Mobiltelefonen und Faxgeräten. Und falls man wirklich nicht erreichbar ist, dient ein charmant besprochener Anrufbeantworter als elektronischer Sekretär. Deshalb ist es wichtig, den Sprechtext möglichst seriös zu formulieren und beim Aufsagen Ernsthaftigkeit auszustrahlen.

Das erste eigene Büro zu suchen, zu finden und zu gestalten kann schon zu einem echten kleinen und manchmal sogar sehr nervenaufreibenden Abenteuer werden. Beachtet man aber von Beginn an ein paar Punkte und bleibt realistisch, so steht den ersten erfolgreichen Schritten im eigenen Büro nichts mehr im Wege.

(Bild: © Monster - Fotolia.de)