Risikoneigung und Machtstreben: Selbstverliebte gründen häufiger!

Veröffentlicht am 28. November 2011 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

Themen:

Selbstverliebte gründen häufigerExtreme Eigenschaften können bei Gründern offenbar durchaus hilfreich sein: So gründen Selbstverliebte eher ein Unternehmen als andere Menschen. Allerdings neigen sie auch dazu, ihre Fähigkeiten zu überschätzen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Hohenheim, der Hochschule Reutlingen und der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster. Demnach können Merkmale wie Risikoneigung, Machtstreben und Drang nach Selbstbestätigung förderlich sein, wenn es an die Firmengründung geht.

So strebten etwa Narzissten stärker nach Geld, Macht und Status als andere Menschen – und setzten Geschäftsideen daher eher in die Tat um. Zudem seien sie durch übersteigertes Selbstbewusstsein stärker von ihren Fähigkeiten und dem Erfolg des Unternehmens überzeugt.

Beim Schreiben eines Businessplans schneiden der Studie zufolge manipulative Machtmenschen besonders gut ab. Diese so genannten Machiavellisten zeichneten sich gegenüber Narzissten durch eine realistischere Weltsicht aus und fokussierten sich stärker auf ihr Ziel. Narzissten hielten sich dagegen ohnehin für die Besten und brächten im Wettbewerb keine großen Anstrengungen mehr auf.

Den Studienautoren zufolge sollten Berater von Gründungsinteressierten deshalb insbesondere der Frage nachgehen, ob das Gründungsinteresse ihres Klienten echt oder nur Ausprägung einer narzisstischen Persönlichkeit ist. (uqrl)

(Quelle: www.uni-hohenheim.de)

(Bild: © etc art – Fotolia.de)