Mehr kleine Gründungen nach der Krise

Veröffentlicht am 21. November 2011 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

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startupGründungen aus dem Wirtschaftsaufschwung 2010 sind durchschnittlich weniger innovativ, weniger umsatzstark und schufen weniger Beschäftigung als die aus dem Krisenjahr 2009. Der Grund: Kleine Gründungen wurden in der Krise oft vertagt.

Das geht aus dem Gründungspanel der KfW Bankengruppe und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervor. Demnach schufen die Gründer des Jahres 2010 rund 460.000 Vollzeit-Arbeitsplätze – etwa 90.000 weniger als im Vorjahr.

Zudem hätten die Gründungen im ersten Jahr einen durchschnittlichen Umsatz von 144.000 Euro erzielt – gegenüber 192.000 Euro in 2009. Auch hätten nur zwölf Prozent der Gründungen aus 2010 ihre Geschäftstätigkeit mit einer Marktneuheit gestartet. 2009 hätten dies noch 16 Prozent geschafft.

Die KfW Bankengruppe sieht eine Ursache für diese Entwicklung im Zögern bei kleineren Gründungen in der Krise. 2010 seien häufiger Gründungen realisiert worden, die es zu Krisenzeiten aufgrund mangelnder Erfolgsaussichten gar nicht gegeben hätte. Unternehmen im zweiten bis vierten Geschäftsjahr hätten zudem stärker vom Wirtschaftsaufschwung profitiert und einfacher qualifizierte Mitarbeiter gefunden.

Quelle: www.gruendungspanel.de
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