Online-Wohnungsvermittler im Vergleich

Veröffentlicht am 6. September 2011 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

Themen:

Wer kennt das nicht: Man plant einen Wochenend-Trip in eine beliebige Stadt und sucht im Internet nach einer passenden Unterkunft. Und dann das: Alle Hotels sind entweder komplett ausgebucht oder verlangen horrende Preise für ein kleines Zimmer am Stadtrand. Ein klassisches Beispiel dafür ist das Oktoberfest: Alljährlich bringt das größte Volksfest der Welt die Münchner Hotels und Jugendherbergen an ihre Kapazitätsgrenze.

Eine Alternative zu teuren Hotelzimmern bieten Privatwohnungen. Viele Menschen rund um den Globus haben diesen Trend inzwischen erkannt und vermieten einen Teil ihrer Wohnung an zahlende Gäste. Airbnb war der erste Online-Marktplatz für die kurzzeitige Vermietung von Privatunterkünften und inzwischen sind auch deutsche Startups in diesen Markt eingestiegen. Denn das private Wohnen hat neben dem günstigen Preis noch einen weiteren Vorteil: Die Gastgeber können dem Besucher gleich einige wertvolle Insider-Tipps geben. Auch echte Freundschaften sollen auf diesem Weg schon entstanden sein.

9flats.com

Auf der Startseite von 9flats.com kann man ganz unkompliziert nach einer Unterkunft suchen: Man gibt Ziel, Datum und Dauer der Reise ein und bekommt die Suchergebnisse in einer Liste angezeigt. Möchte man beispielsweise zwei Tage in Mainz verbringen, erhält man Vorschläge wie diesen: „Zimmer mit Rheinblick! Die Zentrale Lage und die direkt vor dem Haus gelegene Wiese lädt zum Verweilen ein. In 10 Minuten ist man zu Fuß am Hauptbahnhof. Eine Busstation ist in nur 3 Minuten erreichbar.“ Diese Beschreibung durch den potenziellen Vermieter wird durch Angaben zur Ausstattung (etwa W-Lan, Mikrowelle, Kühlschrank vorhanden) und Fotos der Unterkunft ergänzt. Zusätzlich kann der Gastgeber auch besondere „Regeln des Hauses“ aufstellen, die dann vom Gast beachtet werden müssen. Die Buchung der Unterkunft erfolgt direkt über die Plattform.

Airbnb.com

Der Marktführer Airbnb hat das Potenzial von Privatvermietungen schon früh erkannt: Das Portal mit Sitz in San Francisco bietet schon seit mehr als drei Jahren Zimmervermietungen von privat für privat an. Nach Angaben des Unternehmens sind auf der Plattform mehr als 800.000 aktive Nutzer registriert und Wohnungsangebote aus über 16.000 Städten in 190 Ländern gelistet. Die Seite bietet im Vergleich zu den Konkurrenten einige zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten – so kann man etwa sein Airbnb-Nutzerkonto mit Facebook verbinden und sich anzeigen lassen, wo seine Facebook-Freunde bereits übernachtet haben. Zusätzlich gibt es eine I-Phone-App von Airbnb.
Vor Kurzem hat das US-Portal auch Langzeitvermietungen in sein Programm aufgenommen: Nutzer haben nun die Möglichkeit, Privatwohnungen für einen längeren Zeitraum zu vermieten und dies über die Plattform abzuwickeln.

Wimdu.de

Ein weiterer deutscher Anbieter ist Wimdu. Auch hier gibt der Nutzer nach einer kurzen Registrierung seine Daten ein und kann nach Unterkünften in verschiedenen Städten suchen. Laut Homepage hat die Plattform private Wohnungen in 103 Ländern gelistet. Bei diesem Angebot fällt vor allem der sehr übersichtlich gestaltete Hilfe-Bereich auf, der per Video und FAQ-Liste erklärt, wie man über die Plattform Wohnungen mieten und vermieten kann. Demnächst soll es auch eine I-Phone-App des Anbieters geben.

Deutsche Anbieter entlassen Mitarbeiter

Vor einigen Tagen meldete der Branchendienst "Internet World", dass die beiden deutschen Anbieter Wimdu und 9 Flats einem Teil ihrer Mitarbeiter entlassen werden. Laut  „Internet World“ wurden bei 9flats 18 der 108 Stellen gestrichen, der Konkurrent Wimdu sah sich gezwungen, 45 seiner international 565 Beschäftigten zu entlassen. Grund für die Entlassungen sind Sparmaßnahmen der beiden Anbieter.

(Bild: © Doc RaBe – fotolia.de)