Hilfe für Start-ups: Neue Gründerkredite der KfW

Veröffentlicht am 2. März 2011 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

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Die KfW hat ihre Förderung für Start-ups neu geregelt. Ab April 2011 werden die bestehenden Programme durch den KfW-Gründerkredit ersetzt.

Wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auf seinem Existenzgründerportal mitteilt, richtet sich der KfW-Gründerkredit an angehende Existenzgründer und an Unternehmer, die seit höchstens drei Jahren selbständig sind. Er bestehe aus dem "KfW-Gründerkredit – StartGeld" und dem "KfW-Gründerkredit – Universell".

KfW-Gründerkredit – StartGeld (bis 100.000 Euro)

Der KfW-Gründerkredit – StartGeld ist dem BMWi zufolge das Nachfolgeprogramm des Förderprogramms KfW-StartGeld, das zum 31. März 2011 eingestellt wird. Das Programm richte sich an Existenzgründer, Freiberufler und Unternehmensnachfolger.

Gefördert würden unter anderem Investitionen und Betriebsmittel für Gründungen, Übernahmen sowie Unternehmenskäufe. Die KfW trage zudem 80 Prozent des Ausfallrisikos. Auch Selbständige im Nebenerwerb könnten das Programm in Anspruch nehmen, sofern der Nebenerwerb innerhalb von drei Jahren zu einem Vollerwerb wird.

Im Vergleich zum bisherigen KfW-StartGeld werde der Höchstbetrag von 50.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben. Zudem würden künftig bis zu 30.000 Euro statt 20.000 Euro für Betriebsmittel gewährt. Auch das Beantragen des Kredits werde einfacher: Für Vorhaben mit einem Kreditvolumen bis zu 25.000 Euro verlange die KfW künftig keinen Liquiditätsplan mehr.

KfW-Gründerkredit – Universell (bis zehn Millionen Euro)

Der KfW-Gründerkredit – Universell entspricht laut BMWi in weiten Teilen dem bisherigen KfW-Unternehmerkredit. Er gelte für die gleichen Förderzwecke wie der KfW-Gründerkredit – StartGeld – allerdings mit einem weitaus höheren Kredithöchstbetrag von zehn Millionen Euro.

Die Zinsen seien bei diesem Programm risikoabhängig: Sie werden laut BMWi von der Hausbank festgelegt, die bei diesem Programm das alleinige Risiko eines Kreditausfalls trage. Über die Höhe der Zinsen entschieden die wirtschaftlichen Verhältnisse, die Bonität des Unternehmers und der Wert der verfügbaren Sicherheiten. (uqrl)

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(Bild: © Butch – Fotolia.com)