Problem Vorfinanzierung: 5 Finanzierungstipps bei neuen Aufträgen

Veröffentlicht am 22. Juni 2010 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Neu gewonnene Aufträge sind für jedes Unternehmen eine gute Nachricht. Jedoch gibt es auch eine Kehrseite der Medaille: die Vorfinanzierung. Wie Sie Ihr Wachstum solide und kreativ finanzieren, lesen Sie hier. Das Portal business-wissen.de erläutert fünf Möglichkeiten, mit denen Sie bei neuen Aufträgen liquide bleiben:

1. Lösen Sie Reserven auf

Wenn Sie in der Vergangenheit Reserven für Krisen gebildet haben, dann greifen Sie jetzt darauf zurück. So sichern Sie sich Ihre Unabhängigkeit und sparen Finanzierungskosten. Außerdem können Sie einen baldigen Rückfluss an Geldmitteln erwarten, wenn die Aufträge bezahlt werden.

2. Sprechen Sie mit Ihrer Bank

Teilen Sie Ihrem Bankberater die guten Verkaufsaussichten mit. Stellen Sie mittels einer Zeitachse dar, welche Aufträge Sie innerhalb des nächsten Jahres abschließen möchten und wie sich der geplante Zufluss an liquiden Mitteln verhalten wird. Nennen Sie auch Auftraggeber und die Art der Abschlüsse. Bitten Sie Ihre Kunden um Absichtserklärungen, wenn die Abschlüsse noch nicht vertraglich fixiert sind. Diese können Sie der Bank in Kopie vorlegen.

3. Verhandeln Sie mit den Lieferanten

Verhandeln Sie mit Ihren Lieferanten und Dienstleistern über verlängerte Zahlungsziele: Sie bezahlen erst dann, wenn Ihre Großkunden bezahlt haben. Eventuell kann man sich auf einen schnellen Abschlag einigen, der die Fremdkosten Ihrer Zulieferer deckt, und eine spätere Zahlung der restlichen Summe.

4. Verhandeln Sie mit den Kunden

Kunden sind an zuverlässigen Dienstleistern interessiert, um Lieferengpässe zu vermeiden. Sprechen Sie also die Probleme der Zwischenfinanzierung eines Großauftrages durchaus an, wenn Sie dem Kunden vertrauen. Verhandeln Sie über Vorauszahlungen und frühzeitige Teilzahlungen bei Erreichen definierter Meilensteine.

5. Nutzen Sie Fördermittel

Wenn Ihrer Bank die Finanzierung Ihres Wachstums zu unsicher ist, sollten Sie auch mit Bürgschafts- oder Landesförderbanken sprechen. Diese sichern einen Bankkredit mit 80 Prozent, in manchen Fällen mit 90 Prozent der Kreditsumme ab. So kann die Bank Ihr Wachstum mit deutlich verringertem Risiko finanzieren. Und falls Sie mit der Rückzahlung Schwierigkeiten haben, springt das Förderinstitut ein.

Sprechen Sie Ihre Bankberater auf jeden Fall auf diese Möglichkeit an und informieren Sie sich auch selbst darüber. Denn bei Banken sind Förderkredite häufig nicht sehr beliebt, weil die Margen geringer als bei eigenen Finanzprodukten sind und der bürokratische Aufwand nicht unerheblich ist. (uqrl)

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(Bild: © Christoph Hähnel – Fotolia.de)