Existenzgründungsdarlehen – Optimal vorbereiten auf Businessplan und Bankgespräch

Veröffentlicht am 19. November 2008 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Bank- und Insolvenzrecht - UrteileFehlt für eine Existenzgründung die finanzielle Grundlage, gehen die Gedanken in Richtung Fremdkapital. Um bei einer Bank einen positiven Entscheid für einen Kreditantrag zu erwirken, ist zunächst eine recht umfangreiche Vorarbeit nötig.

Es genügt nicht, in einem Gespräch mündlich zu begründen, wofür und warum ein Darlehensantrag positiv bewertet werden soll. Dem Kreditantrag für eine Existenzgründung ist eine detaillierte Aufstellung über Marktinformationen, Absatzmöglichkeiten, Investitionsnotwendigkeiten, Umsatzprognosen, Preiskalkulationen und Rückzahlungsmöglichkeiten innerhalb eines benannten Zeitraumes beizufügen.

Die Darlegung und Zusammenfassung all dieser Informationen nennt man einen Geschäftsplan (Businessplan). Nur ein in sich schlüssiges Konzept wird eine Bank für das vorgestellte Projekt überzeugen und einen Kredit gewähren.

Zusätzlich findet aufgrund dieser eingereichten Unterlagen ein persönliches Gespräch statt, in dem nochmals die Möglichkeit besteht, das persönliche Vorhaben möglichst erfolgsorientiert vorzutragen. Die Erstellung eines Geschäftsplans fällt also noch in die Vorbereitungsphase einer Gründung.

Vorbereitungsphase nicht unterschätzen

Gerade diese Vorbereitungsphase sollte vom Gründer nicht unterschätzt und zu kurz gefasst werden. In dieser Zeit können wesentliche Punkte geklärt werden, die für einen späteren Erfolg die Basis bilden. Je gründlicher in der Vorbereitung vorgegangen und recherchiert wird, desto mehr Zeit steht zum Zeitpunkt des offiziellen Starts für die dann aktuellen Probleme zur Verfügung.

Deshalb ist dieser Vorphase eine nicht zu kurze Zeitspanne einzuräumen. Es ist sinnvoll, vorab Unklarheiten zu bearbeiten, dann ist der Kopf nachher wirklich frei für die aktuellen Aufgaben. Ein gutes, übersichtliches Zeitmanagement zahlt sich aus.

Es ist dann ganz klar, welche Aufgaben zu welchem Zeitpunkt zu bewältigen sind. Negative Überraschungseffekte werden so auf ein Minimum reduziert. Ein sorgfältig ausgearbeiteter Geschäftsplan ist auch im späteren Verlauf der Gründung hilfreich und unterstützt die weitere Vorgehensweise (Späteres Controlling).

Inhalt eines Geschäftsplans

  • Marktanalyse: Zielgruppe/Absatzmöglichkeiten
  • Standortwahl: Erreichen der Zielgruppe
  • Kostenanalyse: Kapitalbedarf
  • Investitionen: Warum und wofür?
  • Preiskalkulationen: Wie errechnet sich mein Verkaufspreis?
  • Umsatzprognose: Wie schätze ich den Absatz (Steigerung) ein?
  • Amortisation: In welchem Zeitraum erwarte ich eine Rendite der Investitionen?
  • Rückzahlungsmöglichkeiten: In welchem Zeitraum erwarte ich eine realistische Rückzahlung des gewährten Darlehen an den Kreditgeber?

Diese gründliche Vorarbeit bietet gleichzeitig die Möglichkeit, anhand der erarbeiteten Planzahlen den späteren Geschäftsverlauf zu überwachen, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend reagieren zu können.

(Bild: © Roman Levin - Fotolia.de)