Finanzielle Zufriedenheit der Deutschen steigt auf Rekordhoch!

Veröffentlicht am 25. Oktober 2018 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Mehrheit der Deutschen ist beim Blick aufs Bankkonto zufrieden


Ob es Monatsende oder Monatsanfang ist, ändert maßgeblich die Gefühle beim Blick auf das eigene Konto. Die persönliche finanzielle Situation wird so positiv von den Deutschen beurteilt wie seit 2005 nicht mehr. Laut einer Umfrage, schaut die Mehrheit der Personen in Deutschland zufrieden aufs Konto.

Die Umfrage: Beurteilung der finanziellen Lage

  • Gut oder sehr gut: 63 Prozent
  • Eher schlecht oder schlecht: 8 Prozent
  • Es geht: jeder Dritte

Der Sparkassen- und Giroverband teilte mit, dass die Beurteilung der eigenen finanziellen Lage als „gut oder sehr gut“ der höchste Stand seit 2005 ist. Rund 2.700 Menschen wurden im Frühsommer von dem Verband für das Vermögensbarometer befragt.

Sparkassenpräsident Helmut Schleweis beschreibt die Situation mit folgenden Worten:

"Die Wirtschaft in Deutschland boomt."

Die Löhne stiegen und der Arbeitsmarkt sei hervorragend ausgelastet, das spürten auch die Menschen. Seit 2005 lässt der Verband in dieser Form die Zufriedenheit abfragen. 40 Prozent der Teilnehmer gaben damals an, finanziell zufrieden zu sein.

Obwohl die finanzielle Zufriedenheit stark gestiegen sei, sei es aber auffällig, dass es auf der anderen Seite eine große Unzufriedenheit und auch Zukunftsängste gebe. Dies hatte Schleweis so nicht erwartet. Viele Auswertungen zeigten aber, dass es Deutschland so gut gehe wie nie. Und dies werde derzeit auch so empfunden.

Unterschiedliche Finanzlage zwischen den Regionen?

Es deuten sich jedoch klare Unterschiede zwischen den Regionen ab. Die Befragten in den Regionen Rheinland-Pfalz, Hessen oder Bayern antworteten häufiger mit gut (etwa 70) auf ihre Finanzlage. Etwa 50 Prozent waren es in Brandenburg und Berlin. Die Ergebnisse liegen aber oft nah beieinander.

Jedes Jahr vor dem Weltspartag werden die Befragungen von den Sparkassen vorgelegt. Seit über 90 Jahren werden Kinder dazu aufgerufen, Ende Oktober ihr erspartes Geld in die Filialen zu bringen. Obwohl die Zinsen seit längerem im Keller liegen, sparen die Deutschen, nach Einschätzung des Verbandspräsidenten, immer noch sehr viel.

Einer Umfrage zufolge, sparen sie nach eigenen Angaben vor allem um Rücklagen zu bilden, für das Alter vorzusorgen oder für eine bestimmte Anschaffung.

Jede sechste Person gab an, sie spare nicht oder könne nicht sparen.

Nach Einschätzung von Schleweis, wird sich an den niedrigen Zinsen so schnell nichts ändern. Die Europäischen Zentralbank (EZB) kündigte an, ihr Anleihekaufprogramm einzuschränken und aufzugeben. Für Schleweis ist die viel beschworene Zinswende noch ein großes Wort.

"Also die Zeit, bis wir positive Zinsen sehen, glaube ich, lässt noch aus heutiger Sicht (…) auf sich warten."

Quelle: dpa

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