Bayer-Aktie: Absturz wegen Glyphosat-Urteil

Veröffentlicht am 23. Oktober 2018 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

Themen: , ,

Bayer-Aktie: Absturz wegen Glyphosat-Urteil


Am Dienstag ist in den USA bei den Bayer-Aktionären die Furcht vor unwägbaren Milliardenrisiken, aufgrund der Glyphosat-Klagen, wieder gewachsen.

Statt den Prozess neu aufzurollen, entschied die US-Richtern im ersten US-Glyphosatprozess, den Schadensersatz zu senken.

Am Vormittag brachen die Bayer-Aktien um etwa 7 Prozent auf 71,12 Euro ein.

Krebskrank durch Glyphosat?

Die Papiere rutschen immer mehr in Richtung September-Tief, das bei 69,40 Euro lag. Infolge des Beschlusses einer Geschworenenjury im August brach der Kurs ein und hatte sich erst wieder auf diesem Niveau gefangen. Damals beschloss die Jury, dass ein Krebspatient eine Entschädigung in Höhe von 289 Millionen Doller bekommt. Verantwortlich für seine Erkrankung macht der Patient den Unkrautvernichter von dem Saatgutkonzern Monsante. Dieses Unternehmen wurde von Bayer übernommen.

Über 20 Milliarden Euro sackte der Börsenwert von Bayern ab, nachdem das Urteil ausgesprochen wurde. 66 Milliarden Euro beträgt der aktuelle Börsenwert des Agrarchemie- und Pharmakonzerns.

Die Entschädigung wird weniger

Statt der 289 Millionen Dollar Entschädigung hält Richterin Suzanne Ramos Bolanos nun 78 Millionen Dollar (68 Mio Euro) für angemessen. Bayer ist enttäuscht, dass die Summe von der Richterin lediglich reduziert wurde und will daher nun in Berufung gehen. Nach Leverkusener Ansicht steht das Urteil im Widerspruch zu den im Prozess vorgelegten Beweisen.

Quelle: dpa

Du willst nichts mehr verpassen?


Der Artikel hat dir gefallen? Gib uns einen Kaffee aus!