Privates Geldvermögen: Die Deutschen werden immer reicher

Veröffentlicht am 18. Oktober 2018 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Das Geldvermögen der Deutschen steigt stetig - zumindest in der Gesamtheit. Aufgrund der positiven Börsentendenz, erzielen Anleger hohe Gewinne. Jedoch liegen die Hintergründe für den Zuwachs woanders.

Geldvermögen der privaten Haushalte steigt

Obwohl die Zinsen im Keller verharren, besitzen die Deutschen so viel Geld wie noch nie - Tendenz steigend. Allein im zweiten Quartal 2018 konnte ein Anstieg des Geldvermögens der privaten Haushalte auf 5977 Milliarden Euro verzeichnet werden - ein Rekordwert.

Das Vermögen ist um 80 Milliarden Euro gestiegen - im Vergleich zu Januar, Februar und März 2018.

Deutsche Bundesbank

Gründe für die Vermögenssteigerung

Grund für das steigende Geldvermögen liegt einerseits an der Bereitschaft zu sparen: Laut dem Bankenverband BVR nahm die Sparquote auf 10,2 Prozent zu. Somit werden bei einem Lebensunterhalt von 100 Euro circa 10 Euro zurückgelegt. Andrerseits erzielen die Aktien- und Fondsbesitzer Profit von Bewertungsgewinnen an den Märkten.

Wie wird gespart?

  1. Bargeld wird zurückgelegt oder auf Tagesgeld- und Girokonten angelegt.
    In dieser Sparte konnte die Bundesbank den größten Zuwachs verzeichnen - so stieg das Vermögen um 43 Milliarden per Saldo. Insgesamt 2371 Milliarden Euro waren Ende Juni Bargeld und Bankeinlagen. Umgerechnet ist dies beinahe 40 Prozent des Geldvermögens in Deutschland.
  2. Lebensversicherungen werden abgeschlossen und für das Alter wird vorgesorgt
    In diesem Bereich stieg das Vermögen im Vergleich zum ersten Quartal um etwa 18 Milliarden auf 2241 Milliarden Euro.

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Die Deutschen werden in der Summe reicher, aber auch ärmer

Überschuldung der privaten Haushalte:

  • 1755 Milliarden Euro (ein Zuwachs von 0,8 Prozent)

Nettogeldvermögen der Privathaushalte:

  • 4222 Milliarden Euro (ein Plus von 66 Milliarden Euro)

Bei der Berechnung des Geldvermögens wird von der Bundesbank mehrere Faktoren berücksichtigt:

  • Bankeinlagen
  • Wertpapiere
  • Ansprüche an Versicherungen
  • Bargeld

Die Immobilien werden nicht angerechnet. Außerdem kann man aus den Daten nicht erkennen, wie das Vermögen verteilt ist.

Quelle: dpa


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