Katastrophale Nachrichten für deutsche Börse: Dax sinkt um 5 Prozent

Veröffentlicht am 15. Oktober 2018 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Schlechte Nachrichten für die Börse

Am Freitag war der Dax auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Februar 2017. Die Anleger blieben reserviert, da der deutsche Aktienindex seit einigen Tagen sank.

Erneut folgten Verluste aufgrund der schwachen US-Konjunkturdaten. Der Dax beendete den Tag mit minus 0,13 Prozent bei 11.523,81 Punkten. Somit wurde der höchste Wochenverlust seit Anfang Februar 2018 eingefahren und der Dax verzeichnete einen Verlust von fast 5 Prozent in den letzten fünf Tagen.

Nach den Unruhen am Freitag sank die Börse in Europa weiterhin. Der EuroStoxx schloss 0,46 Prozent tiefer auf 3194,41 Punkte und sowohl Paris, als auch London mussten Defizite hinnehmen. Im Gegensatz dazu stieg der Dow Jones Industrial in den USA um rund ein halbes Prozent. Die deutschen Nebenindizes gewannen ein wenig: Der TecDax stockte um 1,47 Prozent auf und der MDax legte um 0,35 Prozent auf 23.870,99 Punkte zu.

Der Investmentchef von La Financière de L'Echiquier (LFDE), Olivier de Berranger äußerte sich über die "heftige Korrektur auf breiter Front", welche die Aktienmärkte tangiert habe. Hierbei gäbe es eine Vielzahl von Auslösern:

"Die Fortführung des von der Regierung Trump angezettelten Handelskrieges, die politische und wirtschaftliche Instabilität in den Schwellenländern, die Konfrontation zwischen der italienischen Regierung und der Europäischen Kommission in Haushaltsfragen und der Anstieg des Ölpreises sind allesamt Faktoren, die in Kombination mit wieder steigenden langfristigen US-Zinsen zu der Korrektur geführt haben."

Der Abfall der Aktienmärkte konnte nicht einmal durch die guten Quartalsberichte der drei großen US-Banken Citigroup, JPMorgan und Wells Fargo aufgehalten werden.

Schlechte Wirtschaftsdaten in den USA: Das Konsumklima, welches von der Universität Michigan ausgewertet wird, sank auf 99,0 Punkte. Dabei hatten Experten eine Zunahme auf 100,5 Punkte prognostiziert.

Die Umlaufrendite am Rentenmarkt legte um 0,34 Prozent auf 0,36 Prozent im Vergleich zum Tag zuvor zu. Auch der Bund-Future stieg um 0,13 Prozent auf 158,60 Punkte. Zugleich verbuchte der Rentenindex Rex 0,12 Prozent Verluste und sank auf 140,12 Punkte.

Unerwartet positiv stieg der Kurs von Knorr-Bremse, welcher Bremssysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge produziert. Im Gegensatz zum düsteren Marktumfeld, wie etwa Westwing, konnte das Unternehmen einen Anstieg von rund 2 Prozent verzeichnen.

Die Technologieberichte der Firmen wie Wirecard und Infineon regenerierten sich nach den jüngsten Niederschlägen. Dieser Anstieg ist den technologiefixierten Nasdaq-Börsen in den USA zu verdanken, da diese zum europäischen Handelsschluss circa zwei Prozent über den erwarteten Betrag standen. So stieg Infineon um fast ein halbes Prozent und Wirecard an der Spitze des Dax mit mehr als fünf Prozent.

Am Freitag lag der Preis eines Euros bei 1,1562 US-Dollar. Vorab änderte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,1574 Dollar, wobei der Kurs am Donnerstag 1,1575 Dollar betrug. Somit kostete der Dollar am Freitag 0,8640 Euro und am Donnerstag 0,8639 Euro.

Quelle: dpa

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