Unser kleines Bitcoin-Lexikon: Diese Fachbegriffe solltest du kennen

Veröffentlicht am 27. November 2017 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Unser kleines Bitcoin-Lexikon: Diese Fachbegriffe solltest du kennen

Mit virtuellem Geld zahlen und handeln. Bitcoin basiert auf der Blockchain-Technologie und ist zurzeit in aller Munde. Von Bitcoin hat wohl schon jeder mal etwas gehört, der im Internet aktiv ist. Doch was ist Bitcoin eigentlich genau und welche Fachbegriffe solltest du in diesem Zusammenhang kennen?

Was sind Bitcoins?

Bitcoins sind eine virtuelle Kryptowährung, die erstmals 2008 an die Öffentlichkeit gelangte. Damals fand man den Bitcoin in einer Mailingliste für Kryptografie unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto. Auf einem Whitepaper wurde ein Zahlungssystem beschrieben, welches auf der Blockchain-Technologie beruht. Ein Jahr später erschien die Bitcoin-Referenzsoftware.

Mittlerweile haben sich zahlreiche Seiten und Handelsplattformen etabliert, die den Kauf von Kryptowährungen aller Art anbieten und Informationen über aktuelle Kurse anbieten.

Was ist die Blockchain-Technologie?

Mit Blockchain-Technologie ist das Internet der Zukunft gemeint.

Jede Blockchain besteht aus verschlüsselten Datensätzen, die wie eine Kette aneinandergereiht sind. Alle Rechner des Netzwerkes können diese Datensätze verwalten und berechnen. Auf jedem angeschlossenen Computer landet dabei eine Kopie der Daten, wodurch eine Fälschung oder Löschung dieser Daten nicht mehr möglich ist. Dadurch lassen sich Bitcoins sicher und schnell speichern und überweisen.

Altcoins und ICO

Altcoins sind eine weitere Kryptowährung. Der Begriff steht für alternative Coins. Es gibt über 700 verschiedene Kryptowährungen. Bekannte Altcoins sind Litecoin, Ripple und IOTA. Initial Coin Offering bezeichnet eine neue Form der Unternehmensfinanzierung. Hier können Anleger durch Kryptowährung Anteile erwerben. Technisch basiert ICP auf der Blockchain-Technologie.

Was sind Tokens?

Sobald du bei einem ICO Kryptowährung tauschst, bekommst du Tokens. Jeder Token ist wie ein Gutschein, der dich zu unterschiedlichen Dingen berechtigt, zum Beispiel zu einer Unternehmensteilhabe. Wenn das Unternehmen an Wert gewinnt, steigt der Wert des Tokens, genau wie bei einer Aktie.

Identity Management

Auch das Identity Management gehört zur Blockchain und ist ein zweiter großer Hype neben den Krypotowährungen. Mit Identity Management soll der Identifizierungsprozess vereinfacht werden. Zurzeit muss man sich mit E-Mail-Adresse und Passwort einloggen. In Zukunft könnte es dank Identity Mangement ausreichen, eine einzige digitale Identität zu nutzen, die für Transaktionen und Identifizierungen nötig ist. Dadurch wären Prüfungen in Echtzeit möglich und man hätte ein geringeres Betrugsrisiko.

Wallet

Ein Wallet ist im Prinzip nichts anderes als eine elektronische Brieftasche, die zum Verwalten, Versenden und Empfangen von Bitcois und anderen Kryptowährungen dient. Jedes Wallet hat eine individuelle Bitcoin-Adresse. Diese kann man sich als eine Art Transaktionsnummer vorstellen, die für Versand und Empfang einer Kryptowährung zuständig ist. Es gibt Hardware-Lösungen für das Wallet, aber meistens werden sie clientseitig oder online betrieben.

Mist

Mist ist ein spezieller Browser, der in ein Wallet integriert ist, der für Kryptowährungen zuständig ist. Technisch fußt er auf Ethereum-Blockchain. Entwickler können dadurch dezentralisierte Apps in einem Webinterface laufen lassen. Ein Filesharing-Dienst und ein Messaging-Protokoll sind als erste Anwendungen geplant.

Dapps und Smart Contracts

Bei Dapps handelt es sich um dezentralisierte Apps, welche dank des Netzwerk-Prinzips von Blockchain möglich werden. Jede Dapp hat einen sich selbst ausführenden Code, der Smart Contracts genannt wird. Smart Cobtracts sind Anwendungen oder digitale Vorgänge, die automatisch ausgeführt werden, sobald sich über die Blockchain zwei Parteien selbstständig verifiziert haben.

Private Key

Bei der Installation eines Wallets wird auch gleichzeitig ein Private Key generiert. Dabei handelt es sich um eine Art Generalschlüssel, mit dem du Zugriff auf dein Geld erhältst. Achte daher darauf, diesen Code sicher aufzubewahren. Zum Beispiel auf einem USB-Stick oder auf Papier.

Solltest du den Private Key verlieren, kommst du nicht mehr an dein Geld heran.

Coin Market Cap und Ethereum

Coin Market Cap ist eine Vergleichsplattform für Kryptowährungen. Du kannst dort die derzeitige Marktkapitalisierung einer bestimmten Kryptowährung sehen. Ethereum hat eine eigene Kryptowährung namens Ether. Bei Ethereum handelt es sich um eine Plattform, auf der du Smart Contracts abwickeln kannst.

The Flippening

The Flippening kennzeichnet den anbahnenden Thronwechsel zwischen Bitcoin und Ethereum. Obwohl der Wert von Bitcoin noch deutlich über dem von Ether liegt, konnte Ethereum ein höheres Transaktionsvolumen schaffen als Bitcoin.

Node

Jede Blockchain sind vernetzte Computer, die auch Clients heißen. Jeder einzelne Client wird auch als Node bezeichnet, was so viel wie Knoten heißt. Jeder Knoten speichert die gesamte Blockchain und überprüft alle Transaktionen. Und wenn alles stimmt, werden diese Transaktionen weitergeleitet. Je mehr Knoten eine Blockchain hat, desto schneller und sicherer arbeitet sie.

Mining

Kryptowährungen werden durch Mining generiert. Dies ist ein komplizierter Prozess, bei dem Miner versuchen, mittels spezieller Hardware und Berechnungen einzelne Biotcoin-Blöcke zu erwirtschaften. Auf diese Art kommt alle zehn Minuten ein neuer Block in Umlauf, der eine bestimmte Anzahl Bitcoins enthält. Als Belohnung erhalten die Miner Bitcoins.

Sniper Wallet

Eine Sniper Wallet wird besonders in Ether geführt und dient dazu, Transaktionen besonders schnell abzuschleißen, indem sie sich bei einem ICO vordrängeln, um ein Investment früher abschließen zu können. Wer eine Sniper Wallet nutzen möchte, zahlt höhere Gebühren für die Transaktion.

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