Unternehmensfinanzierung: Mit einer soliden Finanzplanung Engpässe vermeiden

Veröffentlicht am 4. August 2009 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Unternehmensfinanzierung: Mit einer soliden Finanzplanung Engpässe vermeidenDie Finanzplanung ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensplanung. Einerseits ist sie ein nicht wegzudenkendes Instrument zur finanziellen Steuerung des Unternehmens sowie zur frühzeitigen Erkennung drohender Finanzierungs- und Liquiditätsengpässe.

Andererseits verlangen heute auch die Fremdkapitalgeber (z. B. die Banken) vor einem möglichen Engagement ausführliche Unterlagen zur finanziellen Situation des Unternehmens und zu dessen zukünftiger Entwicklung.

I. Kapitalbedarfsplanung

  • Ermittlung des voraussichtlichen Kapitalbedarfs für anstehende Investitionen bzw. die Unternehmensgründung
  • Inhalte sind anfängliche, einmalige Ausgaben
  • Unterscheidung, ob das Kapital langfristig oder für eine kurze Dauer benötigt wird

II. Liquiditätsplanung

  • Gegenüberstellung von Ausgaben und Einnahmen
  • Kommt man in eine Situation, in der die Geldreserven knapp werden, können folgende Maßnahmen hilfreich sein:

1. Kunden ein kürzeres Zahlungsziel einräumen
2. Skonto bei schneller Bezahlung
3. An- oder Teilzahlung vereinbaren
4. Ausgaben/Zahlungen verschieben
5. Professionelles Mahnungswesen einführen
6. Abtretung von Forderungen an das Kredit- bzw. Finanzierungsinstitut (Factoring)
7. Kurzfristigen Kredit bei der Bank aufnehmen

III. Ertragsvorschau

  • Aufbau analog zu einer Gewinn- und Verlustrechnung zur Ermittlung des voraussichtlichen Gewinns
  • Im Gegensatz zur Liquiditätsplanung keine Unterscheidung nach Einnahmen und Ausgaben, sondern nach Aufwendungen und Erträgen

IV. Finanzierungsplanung

  • Nachdem Sie nun den langfristigen Kapitalbedarf der Investition kennen, müssen Sie deren Finanzierung planen.
  • Dazu kommen zum einen eigene Mittel in Frage, zum anderen aber auch Formen des Fremdkapitals wie z. B. der klassische Bankkredit oder Venture-Capital.