Steuer-Ticker 11.13: Aktuelles zu Leasing, Leiharbeiter und Umzugskosten

Veröffentlicht am 26. November 2013 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

Themen: , , ,

Steuer-Ticker 11.13: Aktuelles zu Leasing, Leiharbeiter und Umzugskosten

Die Top-Themen im Einzelnen: Zahlung eines Minderwertausgleichs an Leasingfahrzeugen +++ Verpflegungsmehraufwendungen bei Leiharbeiter  +++  Neue Umzugskostenpauschale

Minderwertausgleich an Leasingfahrzeugen

Nach dem derzeit geltenden Umsatzsteuergesetz sind echte Schadenersatzleistungen und Entschädigungen nicht umsatzsteuerbar, da es sich um kein Entgelt handelt.

Der Bundesfinanzhof hat nun klar gestellt, dass dies auch für leasingtypische Minderwertausgleiche gilt. Es fehlt an dem gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsaustausch im umsatzsteuerlichen Sinne, weil objektiv keine eigenständige Leistung des Leasinggebers gegenübersteht. Der Leasingnehmer ersetzt damit einen Schaden, der seine Ursache in einer nicht mehr vertragsgemäßen Nutzung des Fahrzeugs hat.

Verpflegungsmehraufwendungen bei Leiharbeiter

Steuerzahler die vorübergehend von ihrer Wohnung entfernt beruflich tätig sind oder nur an ständig wechselnden Tätigkeitsstätten oder auf einem Fahrzeug tätig sind können sogenannten Verpflegungsmehraufwendungen als Werbungskosten geltend machen. Ein Mehraufwand für die Verpflegung kann allerdings nicht berücksichtigt werden.

Es gelten jeweils die Pauschalen der einzelnen Länder. Die Verpflegungsmehraufwendungen sind allerdings auf die ersten drei Monate beschränkt, wenn es sich um eine längerfristige vorübergehende Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstelle handelt. Natürlich stehen die Verpflegungsmehraufwendungen auch Leiharbeitnehmer zu, allerdings ebenfalls beschränkt auf die ersten drei Monate. Die Dreimonatsfrist gilt für alle Formen einer Auswärtstätigkeit einschließlich der Einsatzwechseltätigkeit. Nur Fahrtätigkeiten sind davon ausgenommen.

Tipp: Ab 2014 wird das Reisekostenrecht allerdings komplett reformiert. Ab diesem Zeitpunkt gelten viele neue Regelungen die auch teilweise die alten Regeln ersetzen.

Neue Umzugskostenpauschale

Die Finanzverwaltung hat den Pauschalbetrag für beruflich bedingte sonstige Umzugskosten ab 01. Juli 2013 auf 1.390 Euro für Verheiratete und 695 Euro für Ledige erhöht. Das geht aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 01. Oktober 2012 hervor. Beruflich bedingte Umzugskosten können in der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten oder Betriebsausgaben gelten gemacht werden. Bis zu bestimmten Höchstbeträgen kann auch eine steuerfreie Erstattung des Arbeitgebers erfolgen.

Die Höhe der pauschalen Umzugskosten (also ohne einen Einzelnachweis führen zu müssen) richtet sich nach dem Bundesumzugskostengesetz. Hier wurden die Grenzen nun entsprechend erhöht.

Tipp: Der Höchstbetrag für umzugsbedingte Unterrichtskosten für ein Kind beträgt nun ab dem 01. August 2013 1.752 Euro.

Haftungsausschluss: Der Inhalt des Beitrags ist nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel der Rechtsmaterie machen es notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen. Der Beitrag ersetzt nicht die individuelle persönliche Beratung.