„Versteckte“ Steuern belasten deutsche Unternehmen

Veröffentlicht am 4. Januar 2012 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Deutsche Unternehmen sind steuerlich stark belastet - vor allem durch „versteckte“ Steuern wie dem Arbeitgeberanteil am Sozialversicherungsbeitrag. Mehr Zeit für Bürokratie mussten deutsche Firmen 2010/2011 im Vergleich zum Vorjahr aber nicht aufwenden.

Das geht aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) mit der Weltbank und der International Finance Corporation (IFC) hervor. Die jährliche Studie vergleicht die durchschnittliche Steuer- und Abgabenbelastung sowie die indirekten Folgekosten der Steuerbürokratie in 183 Staaten.

Demnach ist Deutschland im Gesamtranking um zwei Positionen auf Rang 86 nach oben geklettert. Die „Total Tax Rate“, die Steuerbelastung eines Unternehmens, sei dabei von 48,2 Prozent auf 46,7 gesunken. Grund dafür sei die vorübergehende Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten.

Dennoch liege die deutsche Steuerquote über dem weltweiten Durchschnitt (44,8 Prozent) und auch über dem Mittelwert in der EU (43,4 Prozent). Der für die Bürokratie anfallende Zeitaufwand sei in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben (221 Stunden statt 215 Stunden im Vorjahr).

Weltweit ist die Steuerquote laut der Studie gesunken. 33 Staaten hätten das Steuerzahlen einfacher gemacht. Allein 23 Länder hätten Online-Systeme zur Steuererklärung für Unternehmen eingeführt oder bestehende Systeme um neue Merkmale erweitert. (uqrl)

(Quelle: www.pwc.de/paying-taxes-2012)

(Bild: © moonrun - Fotolia.de)