Alternative Finanzierungsmodelle für den Mittelstand

Veröffentlicht am 25. November 2011 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Mittelständler setzen verstärkt auf alternative Finanzierungsmodelle. Besonders aufgeschlossen gegenüber stehen die Unternehmen Privat-Equity-Beteiligungen und Mittelstandsanleihen. Wichtigster Ansprechpartner bleibt aber die Hausbank.

Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger unter 1.200 deutschen Unternehmen hervor. Demnach setzen die befragten Unternehmen zwar nach wie vor auf ihre Hausbanken. Jedoch seien inzwischen acht von zehn Firmen offen für Eigenkapitalfinanzierungen – gegenüber 15 Prozent im Jahr 2010. Gut jeder Zweite (55 Prozent) bevorzuge allerdings eine Minderheitsbeteiligung, um die Kontrolle über das eigene Unternehmen zu bewahren.

Ein Grund für den Trend zu alternativen Finanzierungen sei die gute Stimmung der Unternehmen – trotz der sich abzeichnenden Konjunktur-Abschwächung. Mehr als die Hälfte erwarte bis 2013 ein jährliches Wachstum von drei bis zehn Prozent. Zur Finanzierung des Wachstums bräuchten die Unternehmen entsprechende Finanzierungen.

Dabei schauen sich die Mittelständler laut der Studie zunehmend auch nach Fremdkapitalinstrumenten wie Anleihen um. Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente komme es den Unternehmen vor allem auf niedrige Finanzierungskosten (88 Prozent) und ein geringes Risiko (87 Prozent) an. Zur Vorsicht neigten die Unternehmen vor allem durch die Finanzkrise und die hohe Verschuldung einiger europäischer Staaten. (uqrl)

(Quelle: www.rolandberger.com)

(Bild: © iStockphoto.com)