Tipps für die richtige Abrechnung von Ferienjobs!

Veröffentlicht am 26. Juli 2011 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Tipps für die richtige Abrechnung von Ferienjobs!In den Sommerferien gehen viele Studenten und Schüler einem Ferienjob nach. Hier lesen Sie, was Sie bei der Beschäftigung von Ferienjobbern in Bezug auf Steuern und Sozialversicherung beachten sollten.

Der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) erläutert, worauf Sie als Unternehmer bei der Abrechnung von Ferienjobs achten sollten:

Einkommensteuer

Bei der Einkommensteuer gibt es keine besondere Regelung. Lassen Sie sich als Arbeitgeber die Lohnsteuerkarte des Ferienjobbers aushändigen. Die Lohnsteuer wird so berechnet, als ob der Arbeitnehmer im ganzen Jahr die Vergütung in Höhe des Studentenjobs erhält. Die zu viel gezahlte Steuer erstattet das Finanzamt dem Schüler nach Abgabe der Jahressteuererklärung zurück.

Minijobber

Keine Lohnsteuerkarte benötigen Minijobber, die monatlich bis zu 400 Euro hinzuverdienen. Das gilt auch für kurzfristig Beschäftigte, die nicht länger als 18 zusammenhängende Tage in Folge arbeiten und nicht mehr als 62 Euro pro Tag (zwölf Euro pro Stunde) verdienen. Auch für Aushilfen in der Land- und Forstwirtschaft besteht diese Ausnahmeregelung. In diesen Fällen führen Sie als Arbeitgeber die Einkommensteuer pauschal an den Fiskus ab.

Eigenständig um ihre Besteuerung bemühen müssen sich Auszubildende, die als Selbständige ohne geregelte Arbeitszeiten tätig sind – etwa auf Provisionsbasis.

Sozialversicherung

Beiträge zur Renten- oder Krankenversicherung fallen nicht an, wenn die Tätigkeit nicht länger als zwei Monate oder insgesamt 50 Arbeitstage andauert – unabhängig vom Verdienst. Mehrere kurze Beschäftigungen werden jedoch zusammengerechnet.

Bei geringfügig Beschäftigten (Minijobbern) führen Sie als Arbeitgeber pauschale Beiträge zur Sozialversicherung ab.

Freigrenze

Kinder und Jugendliche sollten bei ihrer Beschäftigung die jährliche Freigrenze beachten. Sie dürfen bis zu 8.004 Euro verdienen, ohne Kindergeld oder Kinderfreibetrag zu verlieren. Diese Grenze soll 2012 entfallen. (uqrl)

(Quelle: www.dstv.de)

(Bild: © Ljupco Smokovski – Fotolia.com)