Fiskus schaut bei Privatkrediten genauer hin!

Veröffentlicht am 21. März 2011 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Kredite unter Angehörigen haben steuerliche Vorteile. Allerdings prüft der Fiskus genau, ob dabei Steuern unrechtmäßig eingespart werden. Bei Darlehen zwischen Verwandten prüften Finanzbeamten vor allem die Verträge, schreibt das Businessportal ftd.de. Denn um steuerlich anerkannt zu werden, müsse das Darlehen wie bei einem Bankkredit mit einem Darlehensvertrag vereinbart werden – mit ähnlichen Konditionen und Laufzeiten.

Insbesondere bei minderjährigen Kindern als Kreditgeber werde ganz genau hingesehen, etwa ob Zinsen pünktlich bezahlt werden und die Kreditsumme ausreichend besichert ist. Wie eine Bank müsse das Kind bei hohen Beträgen von seinen Eltern eine Hypothek, Grundschuld oder Bürgschaft verlangen.

Problematisch sind ftd.de zufolge auch Geldgeschenke der Eltern an ihre Kinder, die anschließend doch als Darlehen zurückgegeben werden. Dann dürfe nichts darauf hindeuten, dass das Geld bereits unter dieser Voraussetzung geschenkt wurde. Wenn zum Beispiel Vereinbarungen zur Schenkung und zum Darlehen im selben Vertrag stehen, werde dieser steuerlich nicht anerkannt.

Weniger kritisch ist der Fiskus laut ftd.de bei Verträgen mit volljährigen Familienmitgliedern, die wirtschaftlich unabhängig sind. In diesem Fall akzeptiere das Amt Verträge auch dann, wenn sie nicht komplett den üblichen Kredit-Modalitäten entsprechen. Auch hier müssten die Familienmitglieder die Vereinbarungen aber unbedingt einhalten.

Fazit:

Wenn Sie alle diese Hinweise beachten, könnten Sie als Kreditnehmer die Darlehenszinsen vom Gewinn oder den Mieteinkünften steuermindernd absetzen, so ftd.de. Weil Zinsen aus Darlehen an nahe stehende Personen unter die tarifliche Einkommenssteuer fallen, unterlägen sie beim Kreditgeber zudem nicht dem Abgeltungssteuertarif von 25 Prozent. (uqrl)

www.ftd.de

(Bild: © Falko Matte – Fotolia.com)