Wie können Gehälter im Jahr 2011 steuerlich günstig gestaltet werden?

Veröffentlicht am 15. März 2011 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Eine steuerlich günstige Gestaltung von Löhnen und Gehältern ist angesichts der steigenden Abgabenlast eine Kernaufgabe zur Optimierung des Unternehmens.

Modulares Gehalt

Notwendig hierzu ist es, sich von Alter Denke zu befreien und nicht mehr in einem festen Bruttobetrag zu denken. Vielmehr sollte das Gehalt modular aufgebaut sein und ein gewisses Zieleinkommen ermöglichen.

Rekursive Gehaltsbildung

Die Gestaltung sollte rekursiv erfolgen, das heißt erst einmal sollte überlegt werden, welche steuerfreie Bestandteile gestaltet werden können und zuletzt sollte mit einem Basis-Brutto abgeschlossen werden.

Mögliche Vergünstigungen

Der Bundesfinanzhof hat durch die Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung im Bereich der Sachzuwendungen erhebliche Vereinfachungen in der Anwendung ermöglicht. Die monatliche Sachbezugsgrenze von 44 € entspricht derzeit einer Bruttolohnerhöhung von rund 60 €. So lassen sich 528 € als Sachzuwendung im Jahr im Rahmen eines Tankgutscheins abbilden. Für Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel lässt sich die Monatskarte des Arbeitnehmers betrieblich übernehmen. Ein Beispiel dazu anhand der Berliner Verkehrsbetriebe. Die Monatskarte einzeln kostet derzeit 72 €. Im Jahr muss der Arbeitnehmer 864 € dafür aufwenden. Im Paket bekommt der Unternehmer Die Jahreskarte (12 Monatskarten) auch für 568 €, davon braucht der Unternehmer nur 96 % für die Berechnung ansetzen, ergibt 545,28 €. Dies entspricht monatlichen 45,44 €. Das heißt mit 1,44 Euro Zuzahlung durch den Arbeitnehmer für das Jobticket bekommt der Arbeitnehmer Mobilität für 864 € und hat somit effektiv mehr Netto in der Tasche. Ein Gewinn für beide Seiten. Für Arbeitnehmer, die mit Bargeschäften des Unternehmens zu tun haben, lassen sich Mankogeldentschädigungen in Höhe von 16 € pro Monat steuerfrei auszahlen.

Erst denken, dann handeln!

Der Haken bei dem Bereich der Sachzuwendungen ist derzeit, dass eine nachträgliche Umwandlung von Arbeitslohn in Sachzuwendung nicht erlaubt ist, umso mehr Anlass, im Vorfeld der Beschäftigung schon Vergütungsmodelle zu gestalten, die die Abgabenlast minimieren und das Personalbudget entlasten.

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