Geschäftsführer müssen Steuererklärungen selbst prüfen

Veröffentlicht am 28. Januar 2011 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Als GmbH-Geschäftsführer tragen Sie die Verantwortung für die Steuerklärungen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Sie dürfen sich nicht blind auf Ihren Steuerberater verlassen.

Das gehe aus einem Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH, VII B 240/07) hervor, berichtet das Unternehmer-Portal Profirma.de. Demnach müssen Geschäftsführer die vom Steuerberater erstellten Steuererklärungen auf ihre Richtigkeit überprüfen. Ansonsten müssen sie mögliche Steuerrückstände einer inzwischen liquidierten GmbH aus der eigenen Tasche zahlen.

Im konkreten Fall hatte ein Geschäftsführer übersehen, dass ein Betrag von 250.000 Euro fälschlicherweise als umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferungen aufgeführt war. Dem Gericht zufolge hätte das dem Geschäftsführer auffallen müssen.

Profirma.de weist daraufhin, das in diesem Fall eine Ausnahme vorliegt. In der Praxis sollten Sie als Unternehmer Steuererklärungen dennoch zumindest auf ihre Vollständigkeit hin überprüfen. Dazu gehörten unter anderem KSt-Erklärung, Anlagen A und WA, Erklärung zur gesonderten Feststellung, Gewerbesteuererklärung, Umsatzsteuererklärung sowie die Plausibilitätsprüfung der ausgewiesenen Beträge. Im Zweifel sollten Sie die Erklärungen durch einen Dritten überprüfen lassen. (uqrl)

www.haufe.de/profirma

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