Wie aus Nachbarn Kunden werden!
Sie haben ihren Firmensitz im gleichen Business Center, Gewerbegebiet oder Stadtteil. Sie gehen täglich an Ihrer Firma vorbei. Egal ob Ihr Unternehmen im B2B oder im B2C-Bereich tätig ist, Ihre Nachbarn sind auch potenzielle Kunden. Doch wie spricht man sie an? Für lokales Marketing gibt es eine Vielfalt von Möglichkeiten, und das bei vergleichsweise geringem Aufwand.
Ab in den Briefkasten!
Ein Klassiker sind Briefe, Postkarten und Flyer, die sich im lokalen Umfeld kostengünstig verteilen lassen. Ein Positionierungsbrief, in dem Sie sich und Ihr Unternehmen vorstellen, ist eine erste Möglichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen.
Veranstaltungen sind in mehrfacher Hinsicht ein Renner.
Sie sind ideal geeignet, um das Unternehmen zu präsentieren, durch Fachwissen zu punkten und Vertrauen aufbauen. Gleichzeitig lassen sich die Kosten gut kontrollieren. Laden Sie Ihre Nachbarn also zu einem Tag der offenen Tür, einem Sommerfest oder auch einem Vortrag zu einem Thema Ihres Expertengebiets ein. Als Bekleidungsanbieter veranstalten Sie z.B. eine Modenschau, als Elektriker einen Vortrag zum Thema Stromsparen, als Apotheker geben Sie Gesundheitstipps weiter. Im B2B-Bereich eignet sich ein Unternehmerfrühstück zum Erfahrungsaustausch. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.
Fachartikel und Anzeigen
Lokale Zeitungen, Ortsblätter der Gemeinden und Anzeigenblätter stellen eine weitere Möglichkeit dar, um sich in der Nachbarschaft mit Fachartikeln und Anzeigen bekannt zu machen und ein positives Image aufzubauen.
Weltweit und doch lokal!
Auch via Internet lassen sich Kunden aus der Nachbarschaft ansprechen. In lokalen Suchmaschinen, wie z.B. marktplatz-mittelstand.de, gelbeseiten.de, oder meinestadt.de suchen Kunden gezielt nach Angeboten in ihrer Umgebung. Wer sich mit den richtigen Suchbegriffen einträgt, hat gute Chancen gefunden zu werden.
Zudem lassen sich Werbeanzeigen im Internet, z.B. über Google, lokal platzieren. So kann man festlegen, dass eine Anzeige nur den Internetbesuchern eingeblendet wird, die einen bestimmten Suchbegriff eingeben haben und in einem bestimmten Umkreis ihre IP-Adresse angemeldet haben. Grundvoraussetzung für eine Kundensuche via Internet ist eine gepflegte Homepage. Wer im Google-Ranking weit oben landen will, sollte außerdem Wert auf Verlinkungen mit Geschäftspartnern, Suchanbietern und sozialen Netzwerken legen.
Präsenz zeigen!
Nehmen Sie auf lokalen Veranstaltungen teil – geschäftlich wie auch privat. Auf lokalen Messen und Gewerbeschauen lassen sich leicht Kontakte knüpfen. Sponsoring für lokale Organisationen, vom Kindergarten bis zum Sportverein, sorgt für Aufmerksamkeit, Sympathie und bietet gleichzeitig Gelegenheit zur lokalen Pressearbeit.
Fazit
Wer sich auf eine bestimmte Region konzentriert, also eine geographische Positionierung vornimmt, kann sich kostengünstig und effizient einen Namen machen.
Die Unternehmer.de-Leserfrage:
Wie betreiben Sie lokale Kundengewinnung?
Link- und Buchtipps:
Mittelstand Wissen: Kundengewinnung 2010
Anne M. Schüller: Kunden auf der Flucht
(Bild: © NJ – Fotolia.com)
Über den Autor
BEITRAINING
Das internationale Franchise-Netzwerk BEITRAINING ist spezialisiert auf die Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, auch „people skills“ genannt. Es bietet Weiterbildung zu den Themen Management, Verkauf, Service und Persönlichkeitsentwicklung an. BEITRAINING unterstützt Kundenunternehmen langfristig bei der Personalentwicklung und ermöglicht so messbare und nachhaltige Ergebnisse. Das praxisgeprüfte Konzept ist speziell angepasst an die Bedürfnisse der Zielgruppe: kleine und mittelständische Unternehmen, Franchisesysteme und Netzwerke.







Nicht zu unterschätzen ist auch die Möglichkeit, sich über die Unterstützung von lokalen Wohltätigkeitsprojekten zum Beispiel die Neueröffnung einer lokalen Stelle wie “Die Tafeln” oder anderer Projekte, in damit verbundenen Folgeberichten in Lokalemedien zu präsentieren beziehungsweise Erwähnung zu finden.
Herzliche Grüße
Danke für die Ergänzung. Als Sponsor für gemeinnützige Zwecke sammelt man immer für Sympathiepunkte.
nicht zu vergessen sind auch Social Media Aktivitäten …
Was im Artikel leider nicht kalkuliert wird, ist der Zeitaufwand. Welches kleine Unternehmen ist in der personellen Situation Arbeitszeit und Kreativität für Regional-Marketing aufzuwenden? Die Zeit ist erst da, wenn es zu spät ist: nach einem Auftragseinbruch!
Hoffentlich helfen Artikel wie der obige hier einen Sinneswandel herbeizuführen.
Präsenz wird immer wichtiger, vor allem im Internetbereich ändert sich die aktuelle Gegebenheit sehr rasch. Wenn man einen Trend frühzeitig erkennt, kann man auch gut davon profitieren.