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Versicherungen & Vorsorge: 4 Fragen an die Stiftung Warentest

Von Unternehmer.de am 21. September 2009 – 08:00 drucken   |  Keine Kommentare
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versicherung lupeDas Angebot an Versicherungs- und Vorsorgeprodukten gleicht einem Dschungel: Dutzende Anbieter, die vieles versprechen, manchmal wenig halten und mitunter den Kunden völlig überzogen zur Kasse bitten. Unternehmer.de sprach mit Michael Nischalke, Projektleiter der Stiftung Warentest, über die richtige Vorgehensweise bei der Vorsorge.

Herr Nischalke, welche drei Versicherungs- und/oder Vorsorgeprodukte sind ein absolutes Muss?

Michael Nischalke: Zuallererst sollte man sich gegen solche Risiken absichern, die die finanzielle Existenz bedrohen können. Ausnahmslos jeder benötigt den Schutz einer privaten Haftpflichtversicherung (PHV), einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung sowie im Fall, dass man Fahrzeughalter ist, die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung.

Was sind die wichtigsten Aspekte eines Versicherungs- und Vorsorgeprodukts?

Michael Nischalke: Hier stellt sich die Frage, ob meine persönliche Risikosituation weiteren Versicherungsschutz erforderlich macht. Oder ob ich vorhandene Versicherungen kündigen kann, weil sie überflüssig sind. Denn eine Police, die für den einen wichtig ist, braucht der andere womöglich nicht. Beispiel: Sobald man als Hauptverdiener für seine Familie sorgt, sollte man seine Angehörigen durch eine Risikolebensversicherung für den Fall absichern, dass einem etwas zustößt. Solange man allein durchs Leben geht, bedarf es einer derartigen Absicherung im Grunde nicht. Wenn man seinen Bedarf ermittelt hat, kommt man um einen näheren Vergleich der angebotenen Tarife nicht herum. Die Versicherungsleistungen und die dafür zu zahlenden Beiträge unterscheiden sich zum Teil stark.

Ist ein günstiger Preis bei einer Police gleichbedeutend mit einer schlechten Qualität?

Michael Nischalke: Eindeutige Antwort: Nein. Nicht jedes günstige Angebot ist gut, aber ein höherer Beitrag bedeutet nicht zwangsläufig einen qualitativ höherwertigen Versicherungsschutz. Man muss die Angebote unbedingt vergleichen!

In welchen zeitlichen Abständen sollte man seinen Versicherungsschutz überprüfen?

Michael Nischalke: Man sollte dies wenigstens alle paar Jahre tun, vor allem dann, wenn sich die persönliche Lebenssituation ändert: Gründung einer Familie, Scheidung usw. Denn sonst läuft man Gefahr, dass der Versicherungsschutz nicht mehr passt. Beispiel: In der Schublade liegt ein PHV-Altvertrag mit zu geringen Deckungssummen. Vielleicht ist man aber auch überversichert: Ziehen Partner zusammen, brauchen Sie zum Beispiel nur noch eine PHV oder eine Hausratversicherung.

Herr Nischalke, wir bedanken uns für dieses Gespräch!

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Mittelstand Wissen: Versicherungen & Vorsorge

(Bild: © Falko Matte – Fotolia.com)

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