Siemens streicht in IT-Sparte 4200 Stellen
Siemens teilte heute mit, dass bis 2011 4200 Stellen der IT-Sparte abgebaut werden sollen, davon etwa 2000 in den deutschen Standorten. Des Weiteren plant der Münchner Konzern seine bislang sieben Geschäftseinheiten der IT-Sparte SIS auf zwei zu fokussieren. Bis 2010 werde man darüber hinaus über 500 Millionen Euro investieren, um SIS wieder wettbewerbsfähiger zu machen. In der IT-Sparte arbeiten derzeit weltweit rund 35 000 Mitarbeiter, etwa 9700 davon arbeiten in Deutschland.
SIS kämpft schon seit Jahren mit sinkenden Umsätzen. Der Konzernchef Peter Löscher kündigte bereits Anfang Dezember an, dass die IT-Sparte wegen fehlender notwendiger Flexibilität und damit einhergehend fehlender Möglichkeit dem hohen Preis- und Wettbewerbsdruck standzuhalten, ausgegliedert werden soll. In der heutigen Mitteilung hieß es, dass am 1. Juli die rechtliche Verselbstständigung durchgeführt werden soll.
Der Umsatz der IT-Sparte belief sich im vergangenen Geschäftsjahr zwar auf 4,7 Milliarden Euro, SIS hatte dabei jedoch nur 90 Millionen Euro verdient. Dass immerhin 1,1 Milliarden Euro mit Aufträgen von Siemens selbst erzielt wurden, zeigt, dass der Umsatz von SIS noch immer sehr von hausinternen Aufträgen abhängt.
Die IT-Sparte soll nun fit gemacht werden für die Partnerschaft mit einem Wettbewerber oder sogar einen Börsengang. Ein solcher würde jedoch wenn dann erst 2012 erfolgen, ließ Finanzvorstand Joe Kaesar in einem Interview verlauten.
Unternehmer.de-Redaktion: Michaela Wolf
(Quelle: ddp)
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