In 7 Schritten zum Twitter-Profi!

Veröffentlicht am 22. September 2010 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Der Kurznachrichtendienst Twitter wächst rasant. Blitzschnell und bequem werden interessante Neuigkeiten weitergeleitet. Auch Suchmaschinen zeigen inzwischen Tweets an. Sogar für das Ranking wird Twitter relevant.

Deutsche Unternehmen fahren unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Twitter. Die 26 erfolgreichsten Firmenprofile wurden in der Studie „Twitter-Strategien deutscher Unternehmen“ analysiert. Die Kurzversion der Studie gibt es als kostenloses PDF unter www.absolit.de.

Wer als Unternehmen den Kontakt zum Markt behalten will, sollte eine eigene Strategie für den Umgang mit Twitter entwickeln. Denn die Nutzer sind längst aktiv in dieser Einfachvariante des Social Web. Damit beginnen die nur 140 Zeichen langen Nachrichten auch für Unternehmen relevant zu werden. Für Öffentlichkeitsarbeit, Vertrieb und Kundenservice kann das neue Medium eingesetzt werden. Hier finden Sie die wichtigsten Schritte zur eigenen Twitter-Strategie.

Twitter: Den eigenen Namen sichern

Wer im Web zu spät kam, dessen Domainname war vergeben. Die Domainregistrierung ist jedoch eine Hürde. Bei Twitter lässt sich ein Name mit wenigen Mausklicks reservieren: Vier Formularfelder ausfüllen – fertig. Also gleich den Unternehmensnamen registrieren.

Beobachten

Nun beobachten Sie, wie andere Unternehmen Twitter für sich nutzen. Unter talkabout.de finden Sie die aktivsten. Legen Sie sich – wenn Sie wollen mittels eines Pseudonyms – ein Twitterkonto an, mit dem Sie den für Sie relevanten Unternehmen und Personen folgen. Sie können später Ihren Namen immer noch ändern, oder ein neues Profil anlegen. Für jedes neue Profil benötigen Sie eine eigene E-Mail-Adresse.

Niemand zwingt Sie übrigens, selbst zu twittern. Wer was zu welchem Thema twittert, sehen Sie, wenn Sie unter search.twitter.com nach einem Stichwort suchen. Machen Sie sich nun ein Bild davon, was Sie selbst twittern könnten. Welche Dinge könnten Ihre Follower interessieren? Wollen Sie reine Informationen versenden, oder den direkten Dialog suchen? In jedem Fall sollten Sie beobachten, was über Ihr eigenes Unternehmen getwittert wird.

Ziel definieren

Was wollen Sie damit bezwecken, dass Sie auf Twitter aktiv sind? Wollen Sie einfach nur dabei sein, oder Ihre Reichweite erhöhen? Wollen Sie neue Kunden gewinnen oder mit bestehenden ins Gespräch kommen? Wollen Sie Twitter als Vertriebskanal nutzen oder wollen Sie Ihre Zielgruppe besser verstehen lernen?

Dell gelang es, für sein Outlet einen Fanclub aufzubauen. Die Telekom wickelt Ihren Kundenservice über Twitter ab. Otto versucht, seine Kunden besser zu verstehen. Zumindest Marktforschung sollten Sie in jedem Fall betreiben. In den USA twittern viele Kunden, wenn sie eine Frage oder einen Kommentar zu einem Unternehmen haben.

Twitter: Zielgruppen definieren

Wer wird Ihre Einträge lesen? Sind es Kunden oder Interessenten? Gibt es in Ihrer Zielgruppe überhaupt Menschen, die Twitter nutzen? Oder sind es nicht etwa einige wenige Multiplikatoren, die es für Sie interessant machen, in Twitter aktiv zu werden. Journalisten nutzen Twitter heute sehr stark als Rechercheinstrument.

Interessante Twittereinträge werden oft auch in Suchmaschinen angezeigt. Die reine Followerzahl ist nicht wichtig. Entscheidend ist, wie viele Multiplikatoren darunter sind. Erfolgreich sind Sie, wenn Ihre Einträge von den richtigen Menschen gelesen und weitergeleitet (retweetet) werden.

Inhalte finden

Wenn Sie nichts zu erzählen haben, kommen keine Leser. Relevanz ist wie bei einem E-Mail-Newsletter auch bei Twitter oberstes Gebot. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Produkt- und Sonderangebote à la Dell oder Lidl
  • News aus der Branche oder aus Ihrem Unternehmen
  • Verweise auf interessante Webseiten und Blogeinträge
  • Fachliche Gedanken, die Sie persönlich beschäftigen
  • Einblicke in Ihre privaten Aktivitäten

Sicher schafft es Vertrauen, wenn man Mitarbeiter auch einmal als Menschen kennenlernt. Aber kann ein deutsches Unternehmen mit solch unkontrollierbarer Unternehmenskommunikation umgehen? In jedem Fall empfiehlt sich ein Redaktionskonzept, das klar definiert, wer wie über was twittern darf. Sobald Sie ein klares Ziel und ein Inhaltskonzept haben, kann es losgehen. Mehrmals in der Woche oder sogar mehrmals täglich versorgen Sie Ihre Follower mit Informationen.

Sie können auch diskutieren. Schauen Sie regelmäßig nach, ob Ihnen jemand antwortet. Sie können auch selbst antworten, indem Sie „Antworten“ drücken oder einen Eintrag mit dem Namen des Adressaten beginnen und ein @ davor setzen. Auch können Sie interessante Beiträge anderer an Ihre eigenen Follower weiterleiten. Dazu drücken Sie auf „Retweet“ oder setzen Sie noch ein „RT“ vor das @.

Absender festlegen

Wer soll bei Ihnen eigentlich twittern? Fünf Optionen stehen zur Auswahl:

  • Sie haben als Unternehmen einen einzigen Twitterfeed
  • Sie betreiben mehrere Feeds, z.B. für Presse, Bewerber oder als Servicekanal
  • Sie sind anonym nur unter dem Unternehmensnamen ohne Nennung von Personen
  • Sie zeigen in Ihrem Unternehmensfeed, welche Personen dort twittern
  • Sie twittern nicht mit Unternehmenslogo, sondern mit Ihrem Namen und Foto, sagen aber ganz klar, für welches Unternehmen Sie arbeiten.

Twitter: Aufwand abschätzen

Wie viel Aufwand ist Ihnen Twitter wert? Wollen Sie wirklich zehnmal täglich etwas schreiben? Wollen und können Sie auf alle Anfragen anworten? Twitter ist als Instrument sicher wenig sinnvoll, wenn wochenlang Funkstille herrscht. Erläutern Sie Ihr Konzept in der „Biografie“, die auf der Seite angezeigt wird.

Der größte Aufwand entsteht durch das Eingehen auf Menschen, die den Dialog suchen. Immer mehr Unternehmen leisten es sich, in diesen Dialog einzusteigen. Der Erfolg ist weniger eine direkte Umsatzsteigerung als vielmehr der Imagegewinn des Unternehmens. Auf der Seite absolit.de/Twitter finden Sie eine Reihe von Werkzeugen, die den Umgang mit Twitter vereinfachen. Hier eine Auswahl:

(Bild: © blue_bird – Fotolia.de)