Twitter geschäftlich nutzen – Das 1×1 des erfolgreichen Zwitscherns

Veröffentlicht am 15. September 2009 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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twitter birdTwitter ist ein soziales Netzwerk, abrufbar über das Web oder mobil per Handy. Im so genannten „Mikro-Blogging“-Dienst können die User 140 Zeichen lange Textnachrichten verschicken. Kommentare und Meinung zu Beiträgen anderer abzugeben ist ebenso möglich. Twitter ist also ähnlich wie SMS schreiben, nur dass mehrere Empfänger vorhanden sind.

Der Vorgang des Schreibens auf Twitter wird als „twittern“ bezeichnet. Die Beiträge selbst werden „Tweets“ genannt. Um die Nachrichten anderer lesen zu können, muss man deren Tweets abonnieren. Die Leser eines Autors werden als „Follower“ bezeichnet.

Die Beiträge der Personen, denen man folgt, werden in einem „Log“, einer abwärts chronologisch sortierten Liste von Einträgen, dargestellt. Der Absender kann entscheiden, ob er seine Nachrichten jedem zur Verfügung stellen oder nur bestimmten Personen öffnen will.

Leitfaden für die Nutzung von Twitter

  • Anmeldung

Auf der Internetseite www.twitter.com kann man sich mit seinem Namen und einem selbst gewählten Nick anmelden. Dieser Spitzname gilt zusammen mit einem vorangestellten @-Zeichen (siehe @-Replies) als Adresse im Twitter-System.

  • Twittern

Im Feld „What are you doing“ trägt der User seine Nachricht ein. Diese Nachricht ist auf der persönlichen Twitter-Startseite zu sehen und wird allen Followern  in deren Timeline angezeigt. Der Vorgang wird „twittern“ genannt, was sich aus dem Englischen für „zwitschern“ ableiten lässt.

  • Links und Bilder einfügen

Links und Bilder können problemlos eingefügt werden. Wegen der Beschränkung auf 140 Zeichen pro Tweet werden die URLs verkürzt, was Twitter automatisch macht.

  • Anderen antworten: @-Replies

Die Funktion „Reply“ ermöglicht das Versenden einer Antwort. Diese Antwort können alle Follower lesen. Um eine so genannte @-Reply abzusetzen, fährt man mit der Maus über das rechte Ende des betreffenden Tweets, dort tauchen zwei Symbole auf: ein Pfeil und ein Stern. Mit einem Klick auf den Pfeil fügt Twitter die Zeichenfolge „@betreffender_Twitterer“ in das Tweetfeld ein. Natürlich kann der User die Notation auch selbst eingeben.

  • Direkte Nachrichten: Direct Messages oder DMs

Gegenseitige Follower können sich direkte Nachrichten senden. Der Autor kann zwischen dem Menüpunkt „Direct Messages“ und der manuellen Eingabe wählen. Es genügt folgende Eingabe im „What are you doing“-Feld: d betreffender_User.

  • Tweets weiterleiten: Retweet

Mit dem Befehl RT (= retweet) lassen sich Nachrichten weiterleiten. Wer einen interessanten Tweet liest, kann diesen schnell in seiner eigene Followerschaft verbreiten, indem er die beiden Zeichen „RT“ voranstellt und den Tweet selbst noch einmal postet. Das Retweeten ist ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Systems. Der Retweet erlaubt den Usern die besten Links oder Tweets ihres Freundeskreises weiter zu verbreiten. Für einen Twitter-Anfänger ist nicht immer gleich ersichtlich was ein Retweet ist oder durch welche Instrumente er einfacher zu handhaben ist.

Um dem Original-Twitterer Anerkennung zu zollen, schreibt man einen Retweet für gewöhnlich folgendermaßen: “RT @original_twitterer hier dann der ursprüngliche Tweet”.

  • Hashtags

Hashtags sind Schlagworte, die bei Twitter Verwendung finden. Die Bezeichnung leitet sich aus dem Englischen für das Rautenzeichen # ab (Hash). Hashtags werden direkt in die eigentliche Nachricht eingefügt, für gewöhnlich am Schluss des Tweets. Jedes Wort, vor dem ein Rautenzeichen steht, wird als Tag verwendet.

Durch eine Analyse der Hashtags kann festgestellt werden, welche Twitter-Themen momentan besonders in Gebrauch sind. Beliebt ist der Hashtag auch als ironischer Kommentar eines Tweets. Er stellt den Tweet dann in einen Zusammenhang, der unerwartet ist und ihm als Einordnung eine ganz neue Konnotation beigibt.

Twitter fürs Business richtig nutzen

Das Profil

  • Sichern Sie ich Ihren vollen Namen. Der Dienst wird in den Suchmaschinen hoch gerankt.
  • Sichern Sie sich Ihren Markennamen.
  • Füllen Sie Ihr Profil komplett aus und wählen Sie ein aussagekräftiges Avatar.
  • Verlinken Sie Ihr Profil auf eine weiterführende Webseite, einen Blog oder ein Profil.
  • Füllen Sie die Kurzbiografie mit den 160 Zeichen kurz und prägnant aus.
  • Wählen Sie einen eigenen Hintergrund, passend Ihrer Corporate Identity.
  • Wenn Sie sich eine Marke via Twitter aufbauen wollen, verwenden Sie Nutzernamen, Hintergrundbild und Links stets mit Bedacht sowie möglichst einheitlich zu Ihren übrigen Auftritten im Netz

Twitter: Techniken zum Markenaufbau

  • Folgen Sie zunächst anderen Twitterern. Mit TwitterLocal.net finden Sie über Ihre PLZ heraus, wer in Ihrer Nähe twittert.
  • Aktivieren Sie in Ihren Settings die Einstellung: „Email when someone starts following me“. Dann bekommen Sie eine Nachricht, wenn Ihnen jemand folgt.
  • Folgen Sie unter Umständen ebenfalls, so wächst ihr virales Netzwerk.
  • Folgen Sie ein paar Twitterern mit vielen Followern, so wird die Schar eventuell auf Sie aufmerksam. Aber Vorsicht, nicht übertreiben, das wirkt nicht echt.

Nicht übertreiben

  • Schreiben Sie anfangs nicht zu oft.
  • Willkommen sind zu Beginn Posts, die eine persönliche Note haben – und keine Werbung enthalten! So erfahren Ihre Follower, wer Sie sind.
  • Twittern Sie regelmäßig, zum Beispiel morgens gegen 10 Uhr und abends nach 20 Uhr.
  • Vermeiden Sie es, Ihre Follower zuzuspammen. Mischen Sie Persönliches mit Nützlichem und etwas Markenpflege.
  • Bieten Sie einen echten Mehrwert.
  • Stellen Sie Fragen. Gestehen Sie ruhig ein paar Schwächen ein und bitten Sie um Rat.
  • Beantworten Sie direkte Fragen, die an Sie gerichtet sind, immer mit @-Replies.
  • Wiederholen Sie interessante Tweets von anderen Mitgliedern durch so genannte ReTweets.

Twitter: Markenaufbau für Fortgeschrittene

  • Begrüßen Sie Neu-Follower immer persönlich.
  • Setzen Sie gezielte Hashtags. Vorteil: Wann immer jemand danach fahndet, findet er Ihre Textnachrichten.
  • Spüren Sie Twitter-Trends auf und surfen Sie auf der Welle.

Twittername auf die Visitenkarte

  • Wenn Sie bereits eine Webseite oder ein Blog besitzen, bauen Sie ein Twitter-Widget ein. Weisen Sie im Blog auf Ihren Twitter-Account hin. So gewinnen Sie mehr Follower und erhöhen die Vernetzung – und damit den Suchmaschinenrang Ihrer Marke.
  • Integrieren Sie Ihren Twitternamen auf Ihrer Visitenkarte.

(Bild: © maconga - Fotolia.com)