Das kleine 1×1 der Suchmaschinenoptimierung

Veröffentlicht am 17. August 2009 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Eine kundenfreundlich gestaltete Firmenwebsite allein nützt nichts, wenn nicht sichergestellt ist, dass potenzielle Kunden sie auch finden. Daher ist eine professionelle Suchmaschinenoptimierung unerlässlich. Im Folgenden werden die häufigsten Fehler in Bezug auf den Inhalt, die Struktur und die Programmierung der Website sowie allgemeine Fehler vorgestellt.

Fehlerhafte Suchmaschinenoptimierung: Inhalte der Website

  • Inhalte werden nicht regelmäßig gepflegt: Suchmaschinen überprüfen, wann neue Inhalte hinzugefügt bzw. bestehende Inhalte überarbeitet wurden. Veraltete Inhalte werden aus dem Inhalt ausgeschlossen.
  • Identische Inhalte auf verschiedenen Seiten werden nicht mehrfach indexiert. Besser ist es, jede Seite mit individuellem Inhalt zu versehen und den Inhalt entweder als html- oder PDF-Version zu indexieren und das andere Format zu blockieren.
  • Inaktive Links werden von Suchmaschinen nicht berücksichtigt. Links auf der Website sollten daher regelmäßig überprüft werden.
  • Verwendung unpassender Schlüsselbegriffe: Der Hauptbegriff der einzelne Seite sollte im Text, in der URL, der Kopfzeile sowie in der Seitenbeschreibung vorkommen. Er sollte etwa fünf Prozent der gesamten Textmenge ausmachen.
  • Zu viele Schlüsselbegriffe wirken sich nachteilig auf die Suchbegriffsdichte und -intensität aus. Es kann sogar passieren, dass Suchmaschinen viele Schlüsselbegriffe als Spamversuch deuten und die Website einfach übergehen. Pro Seite sollten maximal drei Schlüsselbegriffe verwendet werden. Darüber hinaus sollten Schlüsselbegriffe, die sich als ungeeignet erwiesen haben, entfernt werden.
  • Irrelevante Schlüsselbegriffe werden verwendet.

Fehlerhafte Suchmaschinenoptimierung: Struktur der Website

  • Eine komplexe Architektur der Website verhindert, dass die einzelnen Seiten für Suchmaschinen-Crawler mit wenigen Klicks erreichbar sind.
  • Es wird keine Sitemap verwendet. Gerade bei komplexeren Architekturen und vielen Links auf einer Website kann eine mehrstufige Sitemap dafür sorgen, dass sich Crawler einfach zurechtfinden.
  • Die gleiche Kopfzeile wird für mehrere Seiten benutzt. Besser ist es, wenn jede Seite einzeln benannt wird.

Fehlerhafte Suchmaschinenoptimierung: Programmierung der Website

  • Flash-Webseiten können von Suchmaschinen-Crawlern schlecht bis gar nicht gelesen werden. Flash-Seiten sollte entsprechend sparsam eingesetzt werden. Zudem sollte zu jeder Flash-Seite eine html-Version programmiert werden.
  • Dynamische Seitennamen können von den meisten Suchmaschinen nicht indiziert werden. Ein dynamischer Seitenname wird häufig von Webseiten erzeugt, die mit einem Content-Management-System erstellt wurden. Ist dies der Fall, sollten die Seitennamen umgewandelt werden oder es sollten Sitemaps verwendet werden.
  • Frames sind für viele Suchmaschinen problematisch, da diese den Links innerhalb der Frames nicht folgen können und daher nur das Frameset und nicht den Frame selbst erkennen. Auf Frames sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Ist dies nicht möglich, sollten Framesets in jedem Fall Meta-Tags enthalten.
  • AJAX wird für suchmaschinenrelevante Inhalte verwendet. Suchmaschinen können keine Formulareingaben durchführen und AJAX-Anwendungen haben oft keine eigene URL. AJAX sollte daher nur für Inhalte verwendet werden, die nicht suchmaschinenrelevant sind.
  • Cookies müssen zwingend akzeptiert werden und werden automatisch gesetzt. Dies kann dazu führen, dass die entsprechende Seite von den Suchmaschinen nicht indexiert wird.

Fehlerhafte Suchmaschinenoptimierung: Diverses

  • Externe Links fehlen. Wird von keiner externen Seite auf die eigene Webseite verlinkt, zeugt dies von mangelnder Relevanz. Partnerschaften mit thematisch passenden Webseiten können hier vorteilhaft sein.
  • Gekaufte URLs stehen auf einer „schwarzen Liste", weil der Vorgänger versucht hat, die Website zu manipulieren. Die Reputation einer Website sollte vor dem Kauf geprüft werden.
  • Eine Registrationspflicht besteht, um Inhalte der Website lesen zu können. Da Suchmaschinen keine Anwendungen ausführen können, werden Inhalte, die nur über eine Registration gelesen werden können, nicht berücksichtigt.
  • Fremdsprachige Domainendungen werden von sprachenspezifischen Suchmaschinen nicht indiziert.
  • Serverunterbrechungen können dazu führen, dass Suchmaschinen eine Website aus dem Index nehmen. Dies geschieht, wenn URLs oder einzelne Seiten mehrfach nicht aufgerufen werden können.

Fazit

Für alle Optimierungsmaßnahmen gilt, dass es einige Zeit, manchmal mehrere Monate dauert, bis sie die erwünschte Wirkung erzielen. Bei viel verwendeten Begriffen ist es oft nötig, einige Kosten auf sich zu nehmen, um auf die oberen Plätze der Suchergebnisse zu kommen. Für eine professionelle Suchmaschinenoptimierung gilt es viele Dinge zu beachten. Für eine professionelle Gestaltung der Website sollte daher ein Spezialist hinzugezogen werden.

(Bild: © ktsdesign - Fotolia.de)