Maschinen, Roboter & Co.: Leihen statt kaufen

Veröffentlicht am 5. Dezember 2016 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Maschinen, Roboter und Co: Leihen statt kaufen

Oft ist es rentabler, eine Maschine, ein Werkzeug oder einen Roboter zu leihen, anstatt ihn zu kaufen. Diese Methode kann eine ganze Reihe von Einsparungsmöglichkeiten mit sich bringen– in mehreren Branchen. Allerdings: Man muss genau prüfen, ob sich die Ausleihe lohnt oder nicht.

Werkzeug auf Zeit

In kleinen bis mittelgroßen Handwerksbetrieben hat sich Leihwerkzeug schon länger durchgesetzt. Auf zahlreichen Internetportalen lässt sich heutzutage fast alles leihen, was auf dem Bau oder in der Werkstatt benötigt wird. Geliehen werden kann Kleinwerkzeug, aber auch größere Maschinen oder Gerätschaften. Preise und Verleihmodalitäten lassen sich entweder auf den Webseite einsehen oder per Telefon erfragen. Langzeittarife sind in vielen Fällen in persönlicher Absprache vereinbar.

Miet-Roboter für die Industrie

Auch schweres Gerät gibt es mittlerweile auf Zeit: Selbst börsennotierte Unternehmen haben den Trend erkannt und nutzen ihn zur Zweitverwertung ihrer Produkte. So gibt es Maschinenbau-Unternehmen, die Industrieroboter als gebrauchte Exemplare zum Verleih anbieten. Unternehmen, die diese anmieten, bekommen Leihroboter aus zweiter Hand, die nach Werkskriterien überprüft werden, und erhalten dazu oft einen technischen Support im Rahmen eines All-inklusive-Mietvertrags. So können sich die Mieter der Roboter gegen eventuelle Ausfallzeiten von vornherein absichern. Zusätzlich werden verschiedene Modelle je nach Aufgabenstellung beim Miet-Unternehmen oft technisch adaptiert. Im Bereich Heavy-Tech bieten manche Hersteller sogar Hebefahrzeuge  mit einer Tragfähigkeit von bis zu 50 Tonnen zum Verleih an. Ein weiteres Indiz dafür, dass auch das Mieten von schwerem Gerät in spezialisierten Industriesparten mehr und mehr zu einer Option wird.

Mieten statt investieren: Das sind die Vorteile

Für viele Unternehmen ist leihen statt kaufen sinnvoll...

  • ... etwa wenn nur kurzfristig eine Maschine oder ein Industrieroboter in der Fertigung benötigt wird.
  • ... gerade als kleineres Unternehmen, um neue Technologien auszuprobieren, ohne gleich eine erhebliche Investition tätigen zu müssen. Wenn sich die Technik dann im täglichen Gebrauch als geeignet erweist, lässt sich das gemietete Gerät später immer noch kaufen.
  • ... denn bei einem Mietwerkzeug oder einer -maschine hat man nichts mit den Kosten für anfallende Reparaturen oder Wartungen zu tun – dafür ist schließlich der Vermieter zuständig.
  • ... da Mietgeräte den Kostenaufwand überschaubar machen: Die Miete ist fixiert und ist somit kalkulierbar. Betriebs-, Personal- und Verwaltungskosten für Instandsetzung und Instandhaltung entfallen.
  • ... um steuerliche Vorteile zu erhalten: Die Gerätemiete kann sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden und hilft so in voller Höhe mit, die gewinnabhängigen Steuern zu senken. Beim Kauf von höherwertigen Geräten dagegen erfolgt die anschließende Abschreibung in der Regel erst über einen Zeitraum von mehreren Jahren.
  • Und: Wenn der Vermieter das Gerät anliefert, entfallen die Transportkosten.

Leih-Deals: Nicht für jedes Unternehmen gut

Allerdings müssen sämtliche Rahmenbedingungen geprüft werden, nicht immer ist das Leihen von Werkzeugen und Maschinen lohnenswert: Wenn sich eine Firma finanziell in der Verlustzone befindet, kommen die angesprochenen steuerlichen Vorteile nicht zum Tragen. Für Unternehmen mit einem Gewinn von bis zu 100.000 Euro ist eine Neuanschaffung unter Umständen vorteilhafter als das Leasing – in diesem Fall können nämlich 40 Prozent der Investition steuerlich geltend gemacht werden. So kann ein Unternehmen die Steuerlast eines sehr guten Geschäftsjahres mindern.

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