Personal Branding: So designen Sie Ihre eigene Marke in 5 Schritten!

Veröffentlicht am 30. Dezember 2015 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Personal Branding: So designen Sie Ihre eigene Marke in 5 Schritten!In einer Welt, in der der Markt als übersättigt gilt, ist eine eigene Marke der einzig sinnvolle Weg, sich von Konkurrenten abzuheben. Zahlreiche Bücher, 10-Schritte-Pläne und Coaches erzählen bereits, wie Sie die Kernwerte Ihrer Marke ermitteln. Doch was tun, wenn es zur Optik kommt? Wie muss Ihre Marke aussehen, damit sie authentisch ist?

Das Auge isst mit

46,1% der Befragten einer Studie gaben an, dass das Design einer Unternehmenswebsite entscheidend dafür sei, ob sie eine Firma als seriös einstuften. (Studie: Stanford Persuasive Technology Lab 2012)

Kurzum bedeutet das für Sie: Ist Ihr Design nicht gut genug, wird Ihr Produkt oder Ihre Firma abgelehnt, bevor Sie auch nur die Möglichkeit dazu haben, Markenwerte oder Ihren tollen Service unter Beweis zu stellen.

Gutes Design ist daher nicht nur

  • ein netter Bonus,
  • ein hübsches Beiwerk oder
  • schmückende Dekoration:

Design beeinflusst nachhaltig den Erfolg und die Wahrnehmung Ihrer Marke.

Wer bin ich und wofür stehe ich?

Damit das Design Ihrer Marke und Ihren Zielen gerecht werden kann, müssen Sie zunächst sicher wissen, wofür Ihre Marke steht. Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz? Welche Unternehmenswerte prägen Sie? Was ist Ihre Vision?

Nur wenn die Marke auf ein solides Gerüst aufgebaut ist, kann daraus eine stimmige, lebendige Erfahrung werden.

Sie müssen sich im Klaren darüber sein:

  • Was bietet meine Marke?
  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Was ist meine unternehmerische Vision?
  • Für welche Werte steht meine Marke?
  • Wie kommuniziert meine Marke? (Wortwahl, Tonart etc.)

Erst wenn Sie diese Punkte sicher festgelegt haben, ist es sinnvoll, mit dem Design zu beginnen. Passend dazu sagte Roy E. Disney einst:

„Es ist nicht schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn du erst einmal weißt, was deine Werte sind.“

Bringen Sie Marke und Kunde zusammen

Das theoretische Grundgerüst Ihrer Marke sollte Ihnen bereits ein gutes Gefühl dafür geben, wer Ihre Marke ist. Nun gilt es, all das in ein visuelles Bild zu verwandeln. Dabei gibt es vor allem vier wichtige Kategorien für das Marken- oder Unternehmensdesign:

  • Farbkonzept
  • Schriften
  • Logo
  • Grafische Elemente

Dabei ist es essentiell, den Kunden nicht aus den Augen zu verlieren. Was erwartet jemand, der nach einem Heilpraktiker sucht? Wahrscheinlich etwas, das an Natur und Natürlichkeit erinnert. Also kein schwarz-graues Farbkonzept.

Wichtig ist also beim Start der Designentwicklung, Kunde und Markeninhaber im Blick zu behalten, um beiden gerecht zu werden.

Schritt 1: Finden Sie die richtige Farbe

Für den ersten Schritt zur Markengestaltung empfiehlt es sich, das eigene Farbkonzept festzulegen. Farben haben einen großen Einfluss darauf, wie wir etwas wahrnehmen.

Wählen Sie eine Farbe, die zu Ihrer Marke passt, aber auch die Erwartungen Ihrer Kunden erfüllt. Nicht mehr als zwei zusätzliche Farben oder Farbnuancen sollten dann die Basis für Ihr Farbkonzept stellen. Beachten Sie: Wer zu viel Farbe einsetzt, wirkt schnell kindisch, zu verspielt oder unseriös. Weniger ist mehr!

Schritt 2: Entscheiden Sie sich für passende Schriftarten

Auch bei der Schriftauswahl zahlt sich Schlichtheit aus. Mehr als zwei Schriften sollten Sie nicht zur Markenbildung nutzen.

Und mixen Sie keine Stile!

Eine Schriftart, die nach Western aussieht, sollte auch als Pendant eine westernähnliche Schrift erhalten.

Stilmixe, etwa eine Comicschriftart mit einer Schreibmaschinen-Schriftart, sorgen für absolutes Chaos und zerstören jede gute Optik. Werden Sie auch hier der Erwartungshaltung Ihrer Kunden gerecht und halten Sie Ihre Experimentierfreude im Zaum.

Schritt 3: Entwickeln Sie ein Logo

Die Logoentwicklung ist eine Königsdisziplin in Sachen Design. Wer kann, sollte da lieber einen Profi beauftragen. Wer das nicht möchte, sollte sich mit den Grundregeln für gutes Logodesign auseinandersetzen.

Die wichtigsten Kriterien für ein gutes Logo:

  • Einfachheit
  • Wiedererkennungswert
  • Zeitlosigkeit
  • Gute Reproduzierbarkeit
  • Eindeutige Aussage

Behalten Sie bei all dem aber bitte im Kopf, dass Ihr Logo nicht Ihr ganzes Businessmodell erklären muss und schon gar nicht Ihre gesamte Produktpalette!

via GIPHY

Sie kennen das Bild von dem Eisberg? Die kleine Spitze über dem Wasser, der riesige Eisklotz unten drunter? Ähnlich ist es mit dem Logo. Das Logo ist die kleine Eisspitze, Ihre Marke und Ihr Business das unterhalb der Oberfläche.

Schritt 4: Grafische Elemente und Bildmaterial

Kennen Sie das? Sie sehen eine Fernsehwerbung und noch bevor die Marke Ihr Logo einblendet oder Ihren Namen nennt, wissen Sie, um wen es geht. Apple, Amorelie oder aktuell auch LIDL bieten solche Kampagnen.

Das ist auch das Ziel für die eigene Marke! Legen Sie fest, wie Sie Produkte, sich selbst und die Marke präsentieren und repräsentieren möchten.

Schritt 5: Fassen Sie Ihr Designgrundgerüst zusammen

Egal was Sie fortan gestalten, sei es die eigene Visitenkarte, die Website oder ein soziales Profil, alles sollte sich nun an dem Designgrundgerüst orientieren, das Sie festgesetzt haben.

Eine ideale Möglichkeit sich dieses Grundgerüst stets vor Augen zu führen, ist das Erstellen eines kleinen Styleguides, der Ihnen aufzeigt, wie sich Ihre Marke präsentiert und aus welchen Elementen Sie besteht.

Die Marke nach außen tragen

Nur weil Sie theoretisch eine Marke haben, heißt das noch lange nicht, dass Ihre Marke auch eine solche ist. Sobald die inhaltliche und visuelle Identität Ihrer Marke geklärt sind, müssen Sie das Ganze publik machen.

Drucken Sie Ihr Logo auf all Ihren Unterlagen mit ab, gestalten Sie alle Produkte in Ihrem Design und machen Sie Ihre Marke bekannt.

Nur wenn eine Marke auch gesehen und gefunden wird, kann Sie Ihnen helfen, Ihr Unternehmen auf die nächste Stufe zu heben. Eine Marke ist schließlich nicht nur ein Logo, eine Theorie oder eine Website – eine Marke ist vor allem eine Erfahrung. Und die gilt es als Kunde erstmal zu machen.