Das SoLoMo-Prinzip: Erfolgreiches Online-Marketing für lokale Unternehmen

Veröffentlicht am 27. August 2015 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Das SoLoMo-Prinzip: Erfolgreiches Online-Marketing für lokale UnternehmenLokales Marketing: Ob Tischler, Pizzeria oder Optiker – lokal ansässige Unternehmen sind vom lokalen Kundengeschäft abhängig. Daher ist es umso wichtiger den Kunden bei seiner Suche nach Produkten und Dienstleistungen im Internet auch lokal zu erreichen. Online-Devices erleichtern es Unternehmen, lokal gefunden zu werden. Laut Statista 2015 nutzten von 73,52 Millionen Personen in Deutschland 56,05 Millionen Personen das Internet, das sind 76,24% der Gesamtbevölkerung. Die Popularität der mobilen Endgeräte wächst rasant. Genau aus dieser Bewegung heraus entstand das SoLoMo-Prinzip.

Erfolg mit dem SoLoMo-Prinzip

Doch was genau ist das SoLoMo-Prinzip? Hinter der Abkürzung SoLoMo verbirgt sich das Zusammenspiel aus sozialen, lokalen und mobilen Aktivitäten. Der Wandel des Internets ermöglicht Unternehmen über Social Media Kanäle auf Augenhöhe mit dem Kunden zu kommunizieren (sozial), um mit Hilfe von Smartphones und Tablets (mobil) Kunden direkt vor Ort (lokal) abzufangen. Um das Prinzip jedoch besser zu verstehen, schaut man sich am Besten die drei Komponenten im Einzelnen genauer an:

1. Prinzip Social

Mittlerweile ist Social Media fest in Unternehmen verankert. Unzählige soziale Netzwerke wie Facebook, Yelp, Twitter aber auch Blogs verhelfen dem Unternehmen zu mehr Aufmerksamkeit. Facebook wird laut Statista von 80,5% der deutschen Usern genutzt. Youtube hingegen liegt mit 60,9% auf Platz 2 und Xing mit 28,2% auf Platz 3.

Mit wenig Aufwand können Produkte und Dienstleistungen bequem auf den Social Media Kanälen vorgestellt und neue Kunden gewonnen werden. Doch nicht nur Unternehmen können Meinungen durch Onlineaktivitäten vertreten. Auch der Kunde selbst kann aktiv kommunizieren, etwa über Kommentare und Bewertungen zu Produkten, Dienstleistungen oder dem Unternehmen selbst. Die meisten Online-Portale bieten deshalb viel Freiraum, um einen Post unkompliziert zu liken, zu kommentieren, zu teilen oder Unternehmen zu bewerten.

Etwa 85% der Nutzer orientieren sich bei der Kaufentscheidung an Kundenbewertungen. Unternehmen sollten daher die subjektiven Meinungen der Außenstehenden produktiv nutzen und auf Wünsche und Verbesserungsvorschläge eingehen. Denn wer kann das Produkt besser optimieren, als der Kunde selbst.

2. Prinzip Local

Der technische Wandel der mobilen Endgeräte trägt zur lokalen Suche von Unternehmen bei. Unternehmen haben mittlerweile gute Möglichkeiten den Kunden vor Ort abzufangen. Bereits 80% der Kunden suchen online nach lokalen Einkaufsmöglichkeiten, 50% dieser Anfragen führen innerhalb von 24 Stunden zum Besuch des Geschäftes vor Ort (Quelle: Google Studie 2014: Understanding Consumers‘ Local Search Behavior).

Dank IP-Adressen oder des Google My Business-Accounts kann der User geortet werden. So reichen generische Suchanfragen auf Google wie zum Beispiel „Bäcker“ völlig aus, um lokale Ergebnisse zu erhalten. Ratsam ist es für Unternehmen, die NAP-Daten (Name, Address, Phone) auf allen Online-Portalen einheitlich zu halten. Finden sich die gleichen NAP-Daten auf verschiedenen Portalen im Netz an, geht Google davon aus, dass diese Daten korrekt sind. Dementsprechend steigt das Unternehmen im Suchmaschinenranking auf.

Außerdem sollte das Unternehmen stets die richtige Kategorie auf den Portalen auswählen. Hierbei ist es zu vermeiden, einzelne Produkte statt Kategorien auszuwählen. Richtig wäre beispielsweise „Restaurant“ statt „Pizza“. Zusätzlich können auch noch Öffnungszeiten und Beschreibungstexte beigefügt werden. Sehr sinnvoll und wichtig ist die Integration von Fotos ins Profil. Kunden legen viel Wert auf visuelle Gestaltung. Man sollte sich Zeit nehmen, das Produkt oder die Räumlichkeiten optimal in Szene zu setzen und amateurhafte Schnappschüsse vermeiden.

Visualität wird auch von Google aktiv eingesetzt. Bei Google Maps werden Suchergebnisse durch sogenannte Pins gekennzeichnet. Diese werden zusätzlich mit Webseite und NAP-Daten versehen und häufig auch als 7-Pack bezeichnet, da es sich hierbei um die ersten sieben lokalen Suchergebnisse handelt.

3. Prinzip Mobile

Der User von morgen ist mobil. Denn mittlerweile kann man problemlos mit dem Smartphone oder Tablet von unterwegs aus im Internet surfen und muss nicht mehr zu Hause den PC anschalten. Diese Bequemlichkeit nutzen viele Smartphonebesitzer, um an Informationen zu Unternehmen zu gelangen oder sich direkt ins Geschäft per Wegbeschreibung navigieren zu lassen.

Da ist es nicht verwunderlich, dass mobile Endgeräte ständig technisch verbessert und für User optimiert werden. Bereits 83% der lokal suchenden Kunden verwenden mobile Endgeräte (Studie kaufDa 2014). Tendenz steigend, denn laut Google ist die Anzahl an Google-Suchern mit Smartphone und Tablets innerhalb der letzten beiden Jahre um das fünf-fache gestiegen. Wahrscheinlich hat Google deshalb am 21. April diesen Jahres den Suchalgorithmus angepasst und mobiloptimierte Webseiten als Rankingfaktor einbezogen. Webseiten müssen nun bestimmte Kriterien erfüllen, um von Google im Ranking bevorzugt und für die User benutzerfreundlich zu werden. Ein Kriterium für mobiloptimierte Seiten ist zum Beispiel der Text, welcher meist zu lang für den kleinen Smartphone-Display ist.

Fazit: "Schnell und einfach" gewinnt

Das SoLoMo-Prinzip entsprang der schnelllebigen und technisch affinen Gesellschaft in der wir uns befinden. Eine gute Onlinepräsenz ist entscheidend und ein einfacher Weg den Kunden zu erreichen. Maximale Erfolge können nur beim optimalen Zusammenspiel aus Sozial, Lokal und Mobil generiert werden, das heißt sich auf Social Media Kanälen und Branchenbüchern (sozial) ein ortsansässiges Profil (lokal) zu erstellen und mit dem Kunden über Smartphones und Tablets zu kommunizieren (mobil). Unternehmen sollten deshalb diese drei Attribute unbedingt beherzigen, denn dieser Weg ermöglicht eine erfolgreiche Weise Neukunden zu gewinnen bzw. Bestandskunden zu binden.