Darum ist Re-Commerce ein attraktives Geschäftsmodell!

Veröffentlicht am 31. März 2015 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Darum ist Re-Commerce ein attraktives Geschäftsmodell!Schon seit einigen Jahren gilt Re-Commerce als einer der ganz großen Trends unter den deutschen Online-Händlern, und noch immer wächst die Branche scheinbar unaufhaltsam weiter. Laufend entdecken neue Unternehmer das erfolgreiche Geschäftsmodell für sich und versuchen sich als Gebrauchtwarenhändler im Internet.

Was ist Re-Commerce? Das Geschäftsmodell:

Die Idee, die hinter der Re-Commerce Branche steckt, ist grundsätzlich relativ simpel. Ein Händler kauft gebrauchte Waren an und verkauft diese anschließend mit Gewinn weiter — nach diesem Prinzip arbeiten

  • Trödler,
  • Antiquitätenhändler und
  • Second-hand Boutiquen seit jeher.

Das Besondere am Re-Commerce ist, dass die Geschäfte überwiegend bis vollständig im Internet stattfinden, während beim herkömmlichen Gebrauchtwarenhändler der persönliche Kontakt zu den Kunden meist im Zentrum aller Transaktionen steht. Daher läuft der gesamte An- und Verkauf der Waren im Re-Commerce ein wenig anders ab.

Was ist der Unterschied zum herkömmlichen Flohmarkt?

Für den Händler bedeutet das, dass die Suche nach potenziellen Kunden mit verwertbaren Gebrauchtgütern sehr viel unkomplizierter funktioniert. In den meisten Fällen betreiben die Re-Commerce Anbieter eine eigene Plattform im Internet, die speziell für den automatisierten Ankauf gestaltet wurde. Kunden können auf dieser Internetseite nach den Waren suchen, die sie gerne verkaufen möchten, in dem sie zum Beispiel den Barcode des Produkts scannen oder dessen EAN eintippen.

Im System des Re-Commerce Anbieters sind alle Waren hinterlegt, an denen er derzeit Interesse hat. Jedes Produkt ist mit einem fest stehenden Ankaufspreis verknüpft. Hat der Kunde einen Artikel zu verkaufen, den der Händler derzeit sucht, wird automatisch der passende Festpreis ermittelt und angezeigt. Eine Preisverhandlung, wie man sie vom typischen Gebrauchtwarenhändler kennt, gibt es an dieser Stelle nicht. Stattdessen kann der Kunde das Angebot sofort annehmen, wenn er damit einverstanden ist.

Warum Re-Commerce das breite Publikum anspricht:

Ein persönlicher Kontakt mit dem Kunden und die aktive Suche nach verkaufsfähigem Nachschub entfallen für den Gebrauchtwarenhändler im Internet quasi vollständig. Die Schwierigkeit für den Anbieter besteht bei diesem Geschäft eher darin, seine zigtausend Artikel starken internen Preislisten stets auf dem Laufenden zu halten, doch im Gegenzug erreicht er dadurch ein sehr breites Publikum, das rund um die Uhr und jeden Tag selbstständig an ihn verkaufen kann.

Wie garantieren die Händler qualitativ hochwertige Produkte?

Die so erworbenen Waren sendet der Kunde dann als Paket direkt in das Logistikzentrum des Händlers. Dort wird jeder einzelne Artikel überprüft und, sofern nötig und möglich, wieder für den Weiterverkauf aufbereitet. Je nachdem, welche Art von Produkten der Händler ankauft, beschäftigt er zum Beispiel Experten für technische Geräte, die Smartphones und Tablets fachkundig prüfen und aufbereiten, die einwandfreie Funktionsfähigkeit testen und persönliche Daten des Vorbesitzers entfernen.

So möchten die professionellen Online-Händler sicherstellen, dass wirklich nur brauchbare Waren in ihrem Sortiment landen. Verkauft werden die gebrauchten Produkte dann gewinnbringend zu Preisen, die sich an der aktuellen Angebots- und Nachfragesituation orientieren.

Wie sich Re-Commerce in Deutschland etablierte:

In Deutschland existiert die Branche seit etwa 2006. Damals begannen einige wenige Online-Händler damit, vor allem gebrauchte

  • Videospiele,
  • CDs,
  • Filme und
  • Bücher

über das Internet zu kaufen und verkaufen. Seitdem hat sich im deutschen Re-Commerce sehr viel getan. Zahlreiche Anbieter sind inzwischen hinzugekommen und erweitern das Portfolio an gebrauchten Produkten laufend: Vom DVD Player bis zum Designermantel wird alles abgenommen und angeboten, was sich unkompliziert und schnell weiterverkaufen lässt.

Secondhand: Preiswert und fast wie neu - also wo liegt das Problem?

Unter den mehr als 50 Anbietern in der deutschen Re-Commerce Branche finden sich sowohl solche, die ihr Sortiment sehr breit rund um Medien und Unterhaltungselektronik aufbauen, als auch jene, welche sich auf sehr Konkrete Bereiche wie

  • Bücher,
  • Handtaschen oder
  • Kinderbekleidung spezialisieren.

Und auch in Zukunft wird der Trend zum Re-Commerce vorerst nicht abreißen: Mittlerweile finden es viele Deutsche sogar absolut in Ordnung, Gebrauchtes aus dem Internet zu verschenken oder geschenkt zu bekommen.

Einfaches Tausch- und Kauf-Konzept neu definiert

Doch nicht nur im gewerblichen Bereich hat sich die Branche in den vergangen Jahren stark entwickelt. Der Erfolg des Re-Commerce in Deutschland brachte auch eine stattliche Auswahl an Online-Marktplätzen hervor, auf denen Privatpersonen ihre gebrauchten Schätze untereinander verkaufen oder miteinander tauschen können.

Ähnlich wie bei einer Kleinanzeige in der lokalen Tageszeitung oder auf dem örtlichen Flohmarkt am Wochenende kann dort jeder seine gebrauchten Waren zu seinen eigenen Bedingungen anbieten. Einige dieser Plattformen funktionieren zudem wie eine Tauschbörse, sodass es auch möglich ist, Ware gegen Ware zu tauschen — dies ist vor allem bei

  • Textilien,
  • Hobbybedarf und
  • kleineren Gebrauchsgegenständen

ein weit verbreitetes Konzept. Altbekannte Prinzipien werden so angewandt und neu für das Internet definiert.