International Neukunden gewinnen mit Social Media!

Veröffentlicht am 11. Februar 2015 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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International Neukunden gewinnen mit Social Media!Die Social Media Kanäle sind aus modernen Marketingstrategien nicht mehr wegzudenken. Schließlich sind damit kostengünstig neue Kundengruppen erschließbar. Nicht nur im eigenen Land, auch international lassen sich mit den Social Media Neukunden gewinnen und Stammkunden binden. Sogar weltweit vom heimischen Schreibtisch aus.

Doch die Unterschiede zwischen der idealen Zielgruppenansprache im Inland und im Ausland sind vielfach groß. Eine erfolgreiche deutsche Social Media Strategie einfach international, ohne Anpassungen, zu übernehmen ist ein großer Fehler. Jede kulturelle Zielgruppe, in jedem Land, sollte mit Gespür und Sachverstand angesprochen werden.

Wie lassen sich effizient internationale Social Media Plattformen nutzen?

Richtige Sprache & gute Übersetzer

Englisch ist zwar die Weltsprache, doch kommunizieren die meisten Menschen am liebsten in ihren Muttersprachen.

Wer also erfolgreich sein möchte mit Social Media, sollte die unterschiedlichen Sprachen inklusive Umgangssprache und kultureller Eigenheiten beachten. Einfache Wort-für-Wort-Übersetzungen machen wenig Sinn, denn hier lauern sprachliche Stolpersteine.

Am besten übersetzt ein Muttersprachler mit kulturellem Hintergrundwissen die einzelnen Posts, Tweets und Beiträge, damit die Formulierungen nicht lächerlich werden, sondern ernstzunehmen sind.

Profil in Zielsprache anlegen

Wer mit den eigenen Nachbarländern Handel treibt oder hier Dienstleistungen anbietet, wählt vorzugsweise erst einmal diese Sprachen.

Für Deutsche wären das beispielsweise Französisch, Englisch, Niederländisch und Dänisch, Polnisch sowie Tschechisch. Doch schon im Deutschen gibt es deutliche Unterschiede.

Schweizer und Österreicher nutzen häufig andere Redewendungen als Deutsche. Und auch die Rechtschreibung ist in der Schweiz besonders, wo es kein „ß“ gibt und zugleich viele besondere Dialekte. Wer auf die regionalen Sprachbesonderheiten in der Schweiz achtet, gewinnt viele Schweizer Kunden, weil die Kommunikation in den Netzwerken auf Augenhöhe funktioniert.

Jede Zielgruppe sollte sich in einem spezifischen Netzwerk-Profil wiederfinden.

Social Media Kanäle richtig auswählen

Die Europäer und die US-Bewohner schätzen Facebook als wichtiges Austauschmedium. In den sogenannten DACH-Ländern ist auch Twitter ein wichtiger Social Media Kanal. Mit den kurzen bis zu 140 Zeichen langen Formulierungen sind Marketingbotschaften schnell an diverse Zielgruppen versandt. Deutsche, spanische, italienische und französische Geschäftsleute kommunizieren zudem gerne über Xing.

Doch wer denkt, dass die ganze Welt die gleichen Netzwerke nutzt wie die Deutschen, liegt daneben.

  • Briten lieben beispielsweise Bebo.
  • Comicfans aus Japan, Finnland und Schweden kommunizieren durch die virtuelle Welt Habbo. Hier sind erdachte Profile erlaubt.
  • Asiaten schätzen zum Austausch mit Gleichgesinnten neben dem japanischen Mixi auch QQ als Instant Messaging Netzwerk.
  • Cyworld ist das beliebteste soziale Netzwerk in Südkorea.
  • QZone steht bei den Chinesen ganz oben in der Gunst und
  • Odnoklassniki in Russland.
  • Orkut ist dagegen in Brasilien und Indien weit verbreitet.

Manche Social Media Kanäle bieten den Service mit unterschiedlichen Dialekten an. Dazu gehört die spanische Plattform Tuenti, die Facebook sehr ähnelt. Hier sind neben Galizisch und Katalanisch, Baskisch und Englisch als Sprachen nutzbar.

Zudem spielt das Alter der Zielgruppen eine wichtige Rolle bei der Konzeption von Social Media Strategien. Jugendliche und Kids aus den USA nutzen häufig Instagram und Tumblr.

Optische Signale beachten

Neben der Sprache sind selbstverständlich die Symbolik und Bildsprache sehr bedeutsam in der Kommunikation. Die diversen Profile für Länder, Sprachen und kulturelle Gruppen sollten diesen Ansatz widerspiegeln. Asiaten schätzen eher bunte Webauftritte. Deutsche dagegen empfinden Buntes vielfach als kitschig.

Gesten und Symbole können in Europa durchaus gängig sein, während sie in Asien oder Australien als abwertend gelten. So ist das Zeichen für „ok“, wenn Zeigefinger und Daumen einen Kreis bilden, in Deutschland ein positives Symbol, in Australien aber eine derbe Beleidigung. Asiaten empfinden dieses Zeichen als obszön.

Tabus sollten also unbedingt berücksichtigt werden. Muslime finden beispielsweise den schnüffelnden Suchagenten, den Europäer gerne verwenden, überhaupt nicht sympathisch. Er gilt bei ihnen als unrein.

Die Planung von Umsatzsteigerungen mit Hilfe der Social Media ist eine gute Idee, aber nur wenn sprachliche, kulturelles und Marketingwissen zusammenspielen.