Das perfekte Logo: 8 objektive Kriterien

Veröffentlicht am 31. Juli 2014 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Das perfekte Logo: 8 objektive KriterienDas Firmenlogo ist heute der Kern der Firmenidentität. Leider scheitern viele Kleinunternehmer schon aufgrund des Logos daran, eine überzeugende Identität auf den Markt zu bringen.

Die gute Nachricht: Es liegt nicht am Budget! Aber: Eine gute Firmenidentität ist unabdingbar!

Vor 20-30 Jahren waren Firmenlogos für kleine Unternehmen unwichtig: Geografie und das Netzwerk waren für den ersten Kontakt und das Vertrauen ausschlaggebend. Heute kommen die meisten Kunden erst mit der Firmenidentität in Kontakt - und auch mit mehreren Konkurrenten. Jegliches Signal wird als Entscheidungshilfe genutzt und das Logo darf nicht unprofessionell, unorganisiert oder grob aussehen.

So wertvoll ist ein gutes Logo!

Das Logo kommt überall vor und bestimmt das Design aller Werbemittel. Wie bei Autos gibt es teure und günstige Optionen und der Geschmack spielt natürlich auch eine wichtige Rolle. Doch jedes Auto muss fahrtauglich sein und jedes Logo muss eine Reihe von objektiven Kriterien erfüllen, sonst ist es nicht verwendbar– egal ob es 100 oder 1000 Euro gekostet hat.

Ein untaugliches Logo generiert eine Spirale von Verlusten, denn es wird weiter in Außenwerbung, Webseite usw. investiert. Immer mehrere Kompromisse werden gemacht. Die Identität zerfällt Schritt für Schritt. Doch dann ist es zu spät, um sie zu ändern. Daher müssen von Anfang an objektive Kriterien berücksichtigt werden, die ein gutes Firmenlogo erfüllen muss.

Solche Katastrophen lassen sich leicht vermeiden, wenn von Anfang an objektive Kriterien berücksichtigt werden, die ein gutes Firmenlogo erfüllen muss. Diese Anforderungen können Sie an Ihren Designer stellen und sollten Sie sich zudem vertraglich garantieren lassen.

Das perfekte Logo erstellen: 8 objektive KriterienErfüllt Ihr Firmenzeichen diese objektiven Kriterien?

1. Der Hintergrund

Ein Logo umfasst Schriften und Grafiken, es erscheint aber immer auf einem Hintergrund. Der Hintergrund darf auf keinen Fall Teil des Logos sein, sonst sieht es wie ein Klotz aus, wenn es tatsächlich genutzt wird.

Egal, ob das Logo auf einem hellen Hintergrund (z. B. als Sponsor auf einem Eventposter) oder auf einem dunklen Hintergrund (z. B. auf dem Firmenauto) erscheint, muss es frei stehen können und lesbar sein. Manchmal ist es notwendig zwei Logoversionen zu erstellen, jeweils eine für die Nutzung auf einem anderen Hintergrund.

Der Test: Lassen Sie sich das Logo auf hellem und auf dunklem Hintergrund zeigen bevor Sie es abnehmen.

Das perfekte Logo erstellen: 8 objektive Kriterien

2. Das Format

Wenn Ihnen der Logodesigner ein Logo zeigt, sehen Sie es meistens in einem größeren Bild. Das ist gut, weil Sie alle Details erkennen können. Verkleinern Sie aber das Bild und achten Sie darauf, dass die Schrift lesbar ist. Die Grafik sollte auch dann erkennbar sein, wenn das Logo klein ist, selbst wenn nicht alle Details zu sehen sind. Wie klein ist klein? Ideal sollte das Logo auch bei 400x150 Pixel lesbar sein.

Der Test: Verkleinern Sie das Logo und versuchen Sie den Text zu lesen. Werden wichtige Elemente der Grafik unklar?

Das perfekte Logo erstellen: 8 objektive Kriterien

3. PNG und Vektordatei

Das Bildformat JPEG kennen Sie, aber das ist kein empfehlenswertes Format für ein Logo. JPEGs haben keine Transparenz, d. h. das Logo erscheint auf einem Klotz. Fordern Sie Ihr Logo als PNG, mit durchsichtigem Hintergrund. Wie bei einem JPEG, funktioniert es auf jedem PC.

Aber Achtung: Lassen Sie sich Ihr Logo auch als Vektor Datei (.AI oder .EPS) geben. Diese Datei ist für Sie ohne Designersoftware zwar nutzlos, aber Ihr Webdesigner und Druckereien benötigen dieses Format.

Der Test: Nach Abnahme des Designs erhalten Sie das Logo als PNG und AI/EPS.

Das perfekte Logo erstellen: 8 objektive Kriterien

4. Keep it simple!

Erfolgreiche Logos sind einfach. Versuchen Sie eher Elemente aus Ihrem Logo zu entfernen als welche hinzuzufügen.

Der Test: Tragen alle Elemente in dem Logo zu der Bedeutung bei, oder kann man gewisse Elemente entfernen?

5. Das Logo in schwarz-weiss

Manchmal wird Ihr Logo schwarz-weiß gedruckt, wenn nicht von Ihnen, dann von Ihren Kunden. Natürlich gehen dabei Farben und Effekte verloren, aber die Form sollte trotzdem erkennbar sein. Wenn Sie (oder Ihre Kunden) das Logo oft schwarz-weiß drucken, sollten Sie auch eine extra schwarz-weiß Version und Datei anfordern.

Der Test: Drucken Sie das Logo mit Ihrem Drucker ohne Farben.

6. Die Proportionen

Die meisten Logos sind heute im Querformat. Dieses Format passt gut auf Webseiten und auch auf andere Werbemittel. Doch bei einer Proportion von 4:1 (Länge:Höhe) ist man bereits an der Grenze und das Logo wird zu lang. Wenn der Firmenname zu lang ist, sollte man ihn auf zwei Reihen schreiben oder abkürzen.

Logos die in ein Viereck passen sind in Ordnung, man sollte aber beachten, dass diese oft kleiner erscheinen werden als andere Logos. Zum Beispiel auf einem Poster mit Sponsoren, werden breite Logos größer erscheinen. Logos die in die Höhe gehen sind problematisch, da Sie nur schwer in Webseiten integriert werden können.

Der Test: Messen Sie die Proportionen Ihres Logos.

7. Die Symbolistik der Formen

Ein großartiges Logo wird durch die Symbolik der Formen intelligent Ihre Alleinstellungsmerkmale ausdrücken. Oft bedeutet das aber sehr viel Konzeptionsarbeit und ein großzügiges Budget. Die minimale Anforderung sollte aber sein, dass das Logo nicht unerwünschte negative Symbolik aufweist.

Der Test: Zeigen Sie das Logo einigen Freunden um sicher zu stellen, dass die Symbolik nicht (fehl)interpretierbar ist.

Das perfekte Logo: Die Symbolistik
8. Das Favicon

Wenn Ihnen Onlinevertrieb wichtig ist, fragen Sie auch nach einem Favicon. Favicons erscheinen oben in Ihrem Browser, sie sind aber nur 16x16 Pixel groß. Das ist extrem klein und kein Logo passt in diese Größe.

Deshalb muss Ihr Designer wissen, dass Sie auch ein Favicon nutzen wollen. Dann kann er darauf achten, dass man einen Teil des Logos in ein Favicon umwandeln kann.

Der Test: Nach Abnahme des Designs erhalten Sie ein Favicon in 16x16 Pixel.

Das perfekte Firmenlogo: Das Favicon