So zahlt sich Engagement in Social Media für Unternehmen aus!

Veröffentlicht am 14. März 2014 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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So zahlt sich Engagement in Social Media für Unternehmen aus!Oft werde ich gefragt, was Social Media überhaupt bringt, wenn aggressives Verkaufen dort nichts zu suchen hat. Und der CEO will am liebsten gleich eine Zahl: den Return on Social-Media-Investment in Euro und Cent. Doch das ist viel zu kurz gedacht. Denn ein Engagement in sozialen Netzwerken ist auf vielfache Weise wertvoll - für das gesamte Unternehmen.

Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Social Media ist keine Melkmaschine, sondern ein Sprachrohr, ein Reputationsmacher, ein digitaler Interessenten-Bezauberer und ein Kundenbegeisterungsoptimierer par excellence. Im Web werden Kaufentscheidungen, maßgeblich beeinflusst, noch bevor es zu einem ersten direkten Kontaktversuch kommt.

Denn immer öfter werden heutzutage die webbasierten O-Töne Dritter – Google nennt sie die „Zero Moments of Truth“ (ZMOT) - von anschaffungswilligen Kunden zuerst angesteuert. Diese – und sehr viel weniger die teuer bezahlte Eigenwerbung - führen zum Kauf - oder Nichtkauf. Das heißt: Die Konsumenten entscheiden als neue Vermarkter über die Zukunft eines Unternehmens maßgeblich mit.

Wer sich in sozialen Netzwerken klug engagiert, fördert darüber hinaus den Beziehungsaufbau, stärkt die Kundenloyalität und beugt Kundenverlusten vor. Außerdem lassen sich virale Mundpropaganda-Effekte und verbesserte Suchmaschinen-Platzierungen verbuchen. Denn Google favorisiert die sogenannten „Social Signals“, also das, was Andere über ein Unternehmen sagen.

Wertvoll: Klartext statt Schmeicheleien

Echtzeit-Meinungen aus dem Web helfen auch bei der Früherkennung von Highlights oder Problemherden. Ungeschminkt lassen sich Schwachstellen aufdecken, Missstände entlarven und neue Trends erschließen. Vor allem dafür sollte sich die Führungsspitze brennend interessieren, wenn von Social Media die Rede ist.

Denn aus dem eigenen Haus erhält das Top-Management ja meist nur solche Informationen vorgefiltert, von denen „die weiter unten“ glauben, dass man sie „oben“ hören will: politisch gefärbt und diplomatisch serviert. Und heilige Kühe werden gar nicht erst angefasst. Dem Kunden allerdings sind heilige Kühe völlig egal. Seinen Worten sollte man also am ehesten lauschen.

Unbezahlbar: Echtzeit Marktforschung

Der Ton im Web ist manchmal rau, doch die Essenz aus Kommentaren in Foren, auf Facebook & Co. kann wegweisend sein. In einem Fall kam ein Staubsauger-Hersteller über Online-Unterhaltungen darauf, dass Hunde nicht kläffen, wenn seine Geräte eingeschaltet werden. Aus so was kann man kreativ und werblich ganz schön was machen. Und die eigenen Leute kämen gar nicht darauf.

Die Innovationsagentur Hyve analysierte einmal digitale Gespräche, um im Auftrag der Marke Nivea nach einer Positionierungslücke für ein neues Deo zu suchen. Über 200 passende Community- und Social Media-Plattformen wurden durchforstet. Ein heiß diskutiertes Thema waren sogenannte Deo-Flecken, die auf schwarzer und weißer Kleidung auftreten. So ist die Idee für das Deo ‚Invisible for Black & White‘ entstanden – die erfolgreichste Deo-Markteinführung in der Geschichte des Nivea-Herstellers Beiersdorf.

Alle Unternehmensbereiche profitieren

Egal, ob Sie Online-Unterhaltungen gezielt anstoßen oder dem digitalen Buzz nur aufmerksam lauschen: Die Erkenntnisse aus einem regen Online-Monitoring lassen sich in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen wertschöpfend nutzen:

  • in Forschung & Entwicklung: Anregungen für Produkt- und Serviceverbesserungen
  • im Einkauf: Informationen über passende Lieferanten können gesammelt werden
  • in der Rechtsabteilung: Aufspüren von Plagiaten und Markenmissbräuchen
  • in der Marktforschung: Früherkennung von Trends im Kundenverhalten
  • im Marketing: Vorbereiten, Testen und Optimieren von Kampagnen
  • im Brand Management: Einblick in Kundenalltag und –seele
  • in der Öffentlichkeitsarbeit: Krisenherde aufspüren und schnell reagieren
  • im Vertrieb: Konkurrenzbeobachtung, Markt- und Wettbewerbsanalysen
  • im Verkauf: Sichten von Vorinformationen über Gesprächspartner
  • im After Sales Service: etwaige Probleme zügig erfassen und beheben
  • im Support: enorme Kostenersparnisse, wenn Kunden Kunden online helfen
  • in der Finanzabteilung: Früherkennung von Bonitätsproblemen und Ausfällen
  • im Recruiting: aktive Kandidatensuche und Evaluierung von Bewerbern

Schon allein dieser kleine Überblick zeigt: Die simple Frage nach dem direkten geldwerten Rückfluss aus Social-Media-Aktivitäten ist viel zu kurz gedacht. Und was man auch verstehen muss: Die Umwandlung von Interessenten in Kunden geschieht gar nicht im Social Web, sondern auf der eigenen Webseite und in der realen Welt.

Social-Media Marketing ist unentbehrlich

So gehört ein sorgfältig abgestimmter Social-Media-Marketingplan heute zu jeder guten Business-Strategie. Ferner sollten Unternehmen alles daransetzen, mit ihren Schlüsselbegriffen bei Google & Co. ganz weit nach vorne zu kommen, am besten auf die erste Seite – um dann dort so lange wie möglich zu bleiben.

Was ihre Angebote zu „Frontpage Material“ macht? Eine linkverstärkte Reputation, gute Inhalte (Content), eine saubere Onsite- und Offsite-Suchmaschinen-Optimierung (SEO) sowie ein planvolles Suchmaschinen-Marketing (SEM). Wer die Zukunft erreichen will, für den ist all das (nahezu) unentbehrlich.

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