7-Punkte-Checkliste für Ihre wirkungsvolle Präsentation (Teil II)

Veröffentlicht am 18. Januar 2011 in der Kategorie Management & People Skills von

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Im ersten Teil ging es um die Ziele, Zielgruppen, Inhalte und den Ablauf von Präsentationen. Lesen Sie nun mehr über den Medieneinsatz, die Durchführung und die Nachbereitung Ihres Vortrags.

5. Visualisieren und gestalten der Präsentation – Medieneinsatz

Neben Ihrer Rede ist die Visualisierung wichtig, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Durch die Visualisierung wird ein weiterer Empfangskanal angesprochen und der Inhalt bleibt länger im Gedächtnis. Wer kennt nicht den Spruch: Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Verknüpfen Sie Ihre Aussage mit einem einprägsamen Bild.

Neben der klassischen PowerPoint Präsentation eignet sich auch für kleinere Gruppen (bis ca. 20 Personen) das Flipchart, das Whiteboard oder eine Pinnwand. Gerade wenn in Ihrer Branche die PowerPoint Präsentation Standard ist, verwenden Sie mal ein anderes Medium. Seien Sie mutig! Damit fallen Sie auf und bleiben allein wegen Ihrer „neuen“ Präsentationsart im Gedächtnis. Und wenn wir ehrlich sind, manchmal gehen uns die vielen PowerPoint Präsentationen ganz schön auf die Nerven. Flipchart, Whiteboard und Pinnwand eignen sich ebenfalls zur Präsentation. Mit diesen Medien können Sie Fragen visualisieren und die Antworten aktiv mitschreiben. Ihre Zuhörer fühlen sich dadurch gewertschätzt und können sich einbringen. Durch das aktive Aufschreiben während der Präsentation entsteht Bewegung und Sie geben Ihren Zuhörern Zeit zum reflektieren und nachdenken.

6. Durchführung

Jetzt ist es soweit. Sie haben sich bestens vorbereitet, das Thema festgelegt und die Präsentation ganz auf Ihre Ziele ausgerichtet. Die Visualisierung steht, jetzt kommt es ganz auf Ihren persönlichen Auftritt an. Stimmen Sie sich positiv. Wie soll das gehen? Überlegen Sie mal, was Sie spontan in eine gute Stimmung versetzt. Jeder hat bereits irgendeine Strategie für sich entwickelt, zum Beispiel Samba hören, ein bestimmtes Bild ansehen, an eine Strandkorbnummer denken (wie ein Seminarteilnehmer mir vor kurzem berichtete), an den Urlaub denken oder vieles mehr. Was ist Ihr Muntermacher? Es geht los. Planen und proben Sie die Einleitung, um der ersten Nervosität durch eine innere Sicherheit zu begegnen. Der erste Eindruck ist entscheidend und der Letzte bleibt.

Tipps für die Durchführung Ihrer Präsentation:

  • Kurzer Einstieg mit Begrüßung und eigener Vorstellung
  • Was haben Sie vor und wie lange soll es dauern?
  • Passen Sie Ihre Stimme der Raumgröße an. Jeder soll Sie hören.
  • Halten Sie Blickkontakt zu den Teilnehmern.
  • Bewegen Sie sich und achten Sie auf Ihre Körpersprache.
  • Gestik und Mimik sind wichtig, um sich ins rechte Licht zu rücken.
  • Sprechen Sie langsam und akzentuiert.
  • Pausen und Fragen haben eine große Wirkung und bringen die Zuhörer zum nachdenken.
  • Um zu begeistern, ist die Rhetorik und die Körpersprache von besonderer Bedeutung – Yes we can…

7. Nachbereitung

Ein Glück, Sie haben es geschafft, warum also noch nachbereiten? Für Ihren kontinuierlichen Lernprozess. Gehen Sie Ihre Präsentation nochmals durch, was ist Ihnen sehr gut gelungen. Wann hatten Sie das Gefühl, dass Ihre  Zuhörer besonders bei Ihnen waren? Wie haben Sie das geschafft? Schreiben Sie alle positiven Eindrücke auf. Im zweiten Schritt schreiben Sie auch alle negativen Eindrücke auf.

Beachten Sie bei Ihrer Analyse die folgenden Fragen:

  • Haben Sie ihr Ziel erreicht?`
  • War die Zusammensetzung der Teilnehmer optimal?
  • War die Präsentation auf die Teilnehmer abgestimmt?
  • Wie war der Ablauf?
  • Wie kamen die Einleitung, der Hauptteil und der Schluss beim Publikum an?
  • Gab es kritische Punkte?
  • Hat der Medieneinsatz den gewünschten Erfolg gehabt?
  • Konnten Sie Kontakt zu den Teilnehmern aufnehmen?

Überlegen Sie genau, was Sie besser machen können. Schreiben Sie Ihre Verbesserungsvorschläge konkret auf. Nutzen Sie dieses Wissen aktiv für Ihre nächste Präsentation.

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