Einstellen von Mitarbeitern: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen!

Veröffentlicht am 25. August 2010 in der Kategorie Management & People Skills von

Themen: , ,

Die meisten Jungunternehmer oder Gründer kommen früher oder später in die Situation, einen Mitarbeiter einzustellen. Auf welche Höhe sich die Personalkosten etwa belaufen, lesen Sie hier.

Das Portal mein-geschaeftserfolg.de vom Verlag für die Deutsche Wirtschaft stellt die wichtigsten Posten bei den Personalkosten vor. Dadurch erhalten Unternehmer einen ungefähren Überblick bei der Einstellung eines Mitarbeiters.

Mit folgenden Positionen müssen Unternehmer laut mein-geschaeftserfolg.de rechnen:

Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen

Kalkulieren Sie ca. 21 Prozent vom Bruttolohn. Kostet Ihr Mitarbeiter Sie ein Gehalt von 1.500 Euro im Monat, müssen Sie also noch einmal 315 Euro hinzurechnen.

Gesetzliche Unfallversicherung

Die Höhe hängt von der Berufsgenossenschaft und der Gefahrenklasse ab, in die Ihr Unternehmen eingeordnet ist. Als Richtwert dient ein Betrag von 2,50 Euro je 1.000 Euro Verdienst pro Jahr.

Insolvenzgeld

Kalkulieren Sie 0,08 Euro je 100 Euro Bruttolohn, bei einem Gehalt von 1.500 Euro im Monat also noch einmal 1,20 Euro.

Umlagen für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und Mutterschutzversicherung

In Ihrer Kalkulation werden diese Beträge auch Umlage U 1 und U 2 genannt. Diese Umlagen gelten für Arbeitgeber mit maximal 30 Arbeitnehmern und dienen als Zuschüsse für die Entgeltfortzahlung bzw. für die Aufwendungen beim Mutterschutz. Die Umlage beträgt zwei  Prozent des Bruttolohns.

Lohnfortzahlung bei Krankheit

Rechnen Sie realistisch mit zehn Tagen Krankheit pro Jahr. Das kostet Ihr Unternehmen ein halbes Bruttogehalt zuzüglich Arbeitgeberanteil pro Jahr. Für einen Verdienst von 1.500 Euro wären dies also 750 Euro plus 21 Prozent davon, also noch einmal 157,50 Euro.

Bezahlter Erholungsurlaub

Jedem Arbeitnehmer steht Urlaub zu. Zur Kalkulation der Personalkosten berechnen Sie den bezahlten Urlaub mit ca. einem Bruttogehalt zuzüglich Arbeitgeberanteil pro Jahr und möglicherweise zuzüglich Urlaubsgeld. Berechnen Sie das Urlaubsgeld beispielsweise mit 30 Prozent vom Bruttolohn. Für die 1.500-Euro-Kraft gelten also 1.500 Euro, die aber mit dem laufenden Lohn abgegolten sind. Es ist die Zeit, in der nichts geleistet wird, die Sie aber etwas kostet. Zuzüglich fallen beispielsweise 450 Euro Urlaubsgeld an.

Weihnachtsgeld

Die Höhe des Weihnachtsgelds liegt in Ihrem Ermessen, zum Beispiel 70 Prozent des Bruttomonatsgehalts.

Fahrtkostenzuschuss, Essensgeld, Überstundenzuschläge usw.

Bevor Sie einen Mitarbeiter einstellen, müssen Sie eine einheitliche Linie festlegen. Das Unternehmen kann beispielsweise für den Arbeitnehmer steuerfrei ein Job-Ticket bis zu einer Höhe von 44 Euro im Monat übernehmen. Der Arbeitnehmer muss das Ticket mit 15 Prozent pauschal versteuern.

Investitionen in den Arbeitsplatz

Machen Sie sich außerdem bewusst, dass für einen neuen Mitarbeiter zusätzliche Investitionen anstehen, zum Beispiel ein EDV-Arbeitsplatz, ein Schreibtisch, Telefongebühren und anteilige Büromiete. Denken Sie auch daran, dass die Einarbeitung Zeit und Geld kostet. Ferner wird der neue Mitarbeiter in den ersten drei Monaten noch nicht die volle Leistung bringen und das Unternehmen Zeit und damit wieder Geld kosten.

(uqrl)

www.mein-geschaeftserfolg.de

(Bild: © e-pyton – Fotolia.com)