Unternehmenserfolg Step 4: Strategie lebt durch Mitarbeitermotivation

Veröffentlicht am 11. August 2016 in der Kategorie Management & People Skills von

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Unternehmenserfolg Step 4: Strategie lebt durch MitarbeitermotivationLaut Gallup-Studie aus dem Jahr 2014 sind nur 15% der Angestellten in Deutschland bereit, sich für die Ziele des Arbeitgebers einzusetzen. Dies berichtete die Wirtschaftswoche im November 2014.

Wissen Sie, wie Sie ihre Mitarbeiter motivieren?

Im letzten Artikel war die Unternehmensstrategie zentrales Thema. Anhand des SmC-Konzepts haben Sie nun eine Vision inklusive Strategie. Aber die beste Strategie nützt nichts, wenn diese in der Organisation nicht erfolgreich implementiert werden kann. Beschäftigen wir uns im vorletzten Artikel daher mit der Motivation Ihrer Mitarbeiter.

Intrinsisch vs. extrinsisch

Die einen Berater propagieren Prämienlöhne, um die Motivation der Mitarbeiter zu erhöhen. Die anderen sind überzeugt, dass eine extrinsische Motivation (also von außen) überhaupt nicht möglich ist. Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte.

David McClelland (1917-1998) war Verhaltens- und Sozialpsychologe. Er veröffentlichte 1961 eine Motivationstheorie. Diese geht davon aus, dass es drei zentrale Elemente gibt, durch die Menschen intrinsisch motiviert sind.

  1. Bedürfnis nach Erfolg
  2. Bedürfnis nach Macht
  3. Bedürfnis nach Zugehörigkeit

Jeder Mensch reagiert auf einen dieser drei Motivatoren. Sorgen Sie also dafür, dass Ihre Mitarbeiter in allen drei Bereichen die Möglichkeit bekommen, sich zu verwirklichen. Idealerweise kennen Sie sie so gut, dass Sie den Motivator von jedem kennen. Dann können Sie die Motivatoren für jeden zielgerichtet einsetzen.

So wird aus einer extrinsischen Motivation eine echte Intrinsische.

Aus den letzten Artikeln haben Sie schon viele wertvolle Impulse erhalten, die zur Mitarbeitermotivation beitragen. Schauen wir uns die Punkte nochmals im Detail an.

1. Feiern Sie Erfolge

Der erste Motivator lässt sich einfach umsetzen.

Feiern Sie Ihre Erfolge.

In den vorangegangenen Artikeln haben Sie gelernt, sich auf das Positive zu fokussieren. Nun ist es an der Zeit Ihre Mitarbeiter mit einzubeziehen. Anerkennung ist Balsam für die Seele. Loben Sie und erkennen Sie Leistung Ihrer Mitarbeiter an. Machen Sie Ihre Belegschaft zu Ihrer Sportmannschaft und investieren Sie in die Motivation Ihrer Mitspieler! Damit steigern Sie gleichzeitig das Zugehörigkeitsgefühl.

2. Eigenverantwortliches Handeln fördern

Dieser Punkt spricht gleich zwei der Motivatoren an. Nämlich die Bedürfnisse nach Erfolg und Macht. Wer im Unternehmen selbst Entscheidungen treffen kann, hat somit die Macht, in seinem Arbeitsumfeld Einfluss zu nehmen. Sie sollten dies unbedingt ermöglichen.

Mit dem passenden WIR-Gefühl werden diese Entscheidungen immer im Sinne des Unternehmens sein. Das zweite Bedürfnis Erfolg ist die logische Konsequenz aus der Chance, eigene Entscheidungen treffen zu können.

Wenn Sie als Unternehmer ein schlechtes Gefühl dabei haben Ihren Mitarbeitern Verantwortung zu übertragen, sollten Sie sich Fragen, ob Sie die richtigen Mitarbeiter an den richtigen Positionen haben.

3. Das WIR-Gefühl

3. Das WIR-GefühlWie könnte man die Zugehörigkeit besser ansprechen, als mit einem WIR-Gefühl im Unternehmen? Zum einen hilft hierbei Ihre positive innere Einstellung. Einer charismatischen Persönlichkeit folgt jeder lieber, als einem Miesmacher, oder? Zum anderen unterstützt die emotionale Strategie dies. Beides wurde in vorhergehenden Artikeln schon behandelt.

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter genau das wissen. Geben Sie ihnen die Chance, ein WIR-Gefühl zu entwickeln. Zeigen Sie Ihre positive Einstellung und die Freude am Unternehmen. Präsentieren Sie Ihre Strategie und Vision mit Stolz. Vermutlich wird sich nicht jeder Mitarbeiter davon anstecken lassen, aber hierfür haben wir im fünften Teil noch eine Lösung.

4. Klare Ansagen machen

Vielleicht denken Sie nun, dieser Punkt versteht sich von selbst. Aber so einfach ist es nicht. Die meisten Organisationen scheitern beim Einführen von Veränderungen, weil das Management Signale schickt, die die Belegschaft völlig anders interpretiert. Denn immer, wenn uns eine Information nicht völlig klar ist, dann neigen wir Menschen dazu, den fehlenden Teil zu interpretieren. Damit Ihre Strategie ein Erfolg wird, sollten Sie den Spruch

"... Schweigen ist Gold"

nicht wörtlich nehmen.

Manche Unternehmen haben Angst, solche Informationen an die gesamte Belegschaft weiter zu geben, weil sich jemand verplappern könnte. Sofern Sie die Strategiearbeit aus Step 3 korrekt ausgeführt haben, brauchen Sie diese Angst jedoch nicht zu haben. Ihre Strategie wird so einzigartig sein, dass sie nicht so ohne weiteres von anderen kopiert werden kann.

Im letzten Artikel dieser Reihe werden wir alle Artikel nochmals Revue passieren lassen und eine Strategie für die konsequente Umsetzung erarbeiten.

Weitere Artikel der Reihe

  1. Eine positive Einstellung entwickeln!
  2. Der eigene Stimmungs-Manager sein
  3. Visionen & Strategien entwickeln

(Einzelbildnachweis: mitarbeiter, team © shutterstock.com)