Reputationsmanagement: So polierst du das Image deines Unternehmens auf

Veröffentlicht am 2. August 2016 in der Kategorie Management & People Skills von

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Reputationsmanagement: So polierst du das Image deines Unternehmens aufJeder Unternehmer muss das Internet in unserer heutigen Zeit in seine Überlegungen mit einbeziehen. Klar, wer die Ressourcen hat, stellt sich mithilfe einer Website dar. Hier kann selbst bestimmt werden, wie man sich zeigt: Es ist quasi eine Art eigenes virtuelles Grundstück, das ausschließlich nach den eigenen Vorstellungen der Verantwortlichen bebaut wird.

Das ist jedoch nicht genug! Warum? Weil ein Kunde nicht nur daran interessiert ist, wie sich ein Unternehmen selbst präsentiert. Viel wichtiger für einen Kunden und potenziellen Partner ist, welche Erfahrungen andere mit dem Unternehmen gemacht haben.

Reputation: Daumen hoch für Bewertungsportale?

Aus diesem Grund wurden Portale zur Bewertung von Unternehmen entwickelt, meist visualisiert durch

  • Sterne- oder Daumen-Hoch/-Runter-Systeme
  • sowie textuelle Rezensionsmöglichkeiten in kurzen Kommentarsektionen
  • bis hin zur Möglichkeit, ganze Erfahrungsberichte online zu stellen.

So hat der Kunde oder Partner einerseits die Option, das Unternehmen im Nachhinein zu bewerten, andererseits kann er – und das ist noch viel wichtiger – vor dem Eingehen von Geschäftsbeziehungen recherchieren, inwieweit das Unternehmen vertrauenswürdig und geeignet für seine Ziele ist.

Daumen runter für Rufmord!

Solcherlei Bewertungsportale bringen aus Unternehmersicht jedoch auch Gefahren mit sich, denn hier herrschen Subjektivität und Emotionalität vor. Negative Bewertungen – ob berechtigt oder nicht – lassen sich nur sehr schwer und mit großem Aufwand entfernen.

Einmal geschrieben, bieten die meisten Portale keine einfache Möglichkeit, eine Rezension als „Rufmord“ zu kennzeichnen und dementsprechend entfernen zu lassen. Und wirklich jeder kann sich in den meisten Portalen als Kunde oder Geschäftspartner ausgeben und eine Rezension veröffentlichen.

Bewertungsportale bieten einerseits die Möglichkeit, durch Leistung zu glänzen – andererseits wird auch denjenigen Menschen eine Bühne geboten, die aus Langeweile, in Rage oder Groll oder als „Racheaktion“ schlechte Bewertungen verfassen. Das Bild des Unternehmens, gerade bei KMU und Freelancern, wird dann durch die Meinung einzelner geprägt. Eine einzige negative Bewertung kann die Reputation eines Unternehmens schon großen Schaden zufügen.

Durch eine falsche oder auf eine andere Weise schädigende Darstellung des Unternehmens im Internet kann das Betriebsergebnis vehement beeinflusst werden – deshalb muss unter anderem im Falle dieser Portale Online-Reputationsmanagement betrieben werden.

Das ist wichtig, um auf etwaige nicht gerechtfertigte Negativbewertungen zu reagieren und das Unternehmensbild für den Rechercheführenden so zu gestalten, wie es dem Unternehmen am meisten nützt. Aufgrund der schweren Kontrollierbarkeit der immensen Datenfülle ist Online-Reputationsmanagement jedoch eine sehr schwierige Aufgabe – und das ständige Entfernen fälschlich geleisteter Rezensionen eine unnötige Bürde.

Den guten Ruf aktiv fördern – durch Empfehlungsmarketing

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Da stellt sich natürlich die Frage, wie man als Unternehmer seine Präsenz im Internet einfacher und unkomplizierter managen kann – die Frage nach einem innovativen Mittelweg tut sich auf. Eine Nutzung vieler verschiedener Portale ist prinzipiell die beste Lösung. Doch auch hier kann man es sich einfach machen:

In jedem Fall sollte bei der Wahl der Plattform darauf geachtet werden, die Möglichkeit, dass das Ganze nach hinten los geht – wie beispielsweise durch negative Bewertungen – möglichst gering zu halten. Plattformen, die auf komplizierte und ausgeklügelte Sterne-, Punkte oder Daumen-Hoch/-Runter-Systeme setzen, sind deshalb mit Vorsicht zu genießen. Wenn Nutzer lange Fließtexte verfassen können, erhöht das die Gefahr, schlecht da zu stehen.

Die Devise: Je einfacher desto besser!

In neuen Portalen werden Bewertungen mittlerweile durch Referenzen ersetzt, die Unternehmen einem jeweils anderen ausstellen können. Mit zunehmender Anzahl an Empfehlungen wird das Unternehmen immer vertrauenswürdiger. Anders als Bewertungen kann eine Empfehlung nie negativ sein: das Unternehmen befreit sich also aus seiner passiven Rolle.

Online werden mittlerweile die verschiedensten Konzepte angeboten und das Thema des Reputationsmanagements ist insbesondere für Freelancer ein komplexes und schwieriges Thema. Doch egal wie – im Internet muss jeder Unternehmer wachsam sein und versuchen, sich so gut wie möglich zu verkaufen.

Und der Schlüssel zum Erfolg ist hier – wie so oft im Leben – der goldene Mittelweg: Alle Arten von Portalen müssen in einem Gleichgewicht mit den bestmöglichen Informationen gefüllt werden, nur dann wird das den potenziellen Kunden im Endeffekt überzeugen können. Und hierbei greift man am besten auf die simpelsten und dadurch übersichtlichsten Plattformen zurück.

Willst du deine Reputation auch aufbessern?

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(Einzelbildnachweis: ruf © shutterstock.com)