Warum Erfolg nicht immer glücklich macht – und wie du es trotzdem wirst!

Veröffentlicht am 18. Juli 2016 in der Kategorie Management & People Skills von

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Erfolg macht nicht immer glücklich – aber warum nicht?!
Dein Leben ist auf Erfolg gepolt. Den Laden aus dem Nichts aufgebaut, den großen Auftrag an Land gezogen, den gewünschten Mitarbeiter angeworben, den Lieferanten im Preis runtergehandelt, mit dem Privatflieger um die Welt gejettet. Klingt alles wunderbar.

Doch trotz des ganzen Erfolgs stellt sich bei dir kein Glücksgefühl ein. Im Gegenteil: Du bist abgekämpft, hast keine Energie für dein Privatleben und es macht dich schon müde, wenn du nur daran denkst, neue Projekte in der Firma in Angriff zu nehmen.

Einerseits macht die Erschöpfung Sinn, denn natürlich steckst du eine Menge Energie in dein Unternehmen.

Aber es kann doch nicht sein, dass du deshalb keine Kraft mehr für anderes hast! Was ist denn da los?

Nur weil du ein Ziel erreichst, bist du noch lange nicht glücklich

Wie die meisten erfolgreichen Menschen weißt du wahrscheinlich, wie du Dinge zu Ende bringst, wie du auf deine gesteckten Ziele hinarbeitest und dann auch dort ankommst. Du setzt dir große und kleine Ziele – beim Lieferanten zwei Prozent Skonto auszuhandeln beispielsweise – und arbeitest dann wie ein Wahnsinniger daran, das umzusetzen. Ja, du erreichst den ganzen Tag irgendwelche Ziele.

Das Problem:

... auch wenn das im Sprachgebrauch oft so verwendet wird.

Du kannst erfolgreich Ziele erreichen, aber wenn sich das für dich persönlich nicht wie ein Erfolg anfühlt, bringt es dir gar nichts.

Und das ist schade. Erfolg ist nämlich ein wahnsinnig energiebringendes Gefühl.

Was versteht man unter "echtem Erfolg"?

Wenn es aber kein Erfolg ist, Ziele zu erreichen, was ist denn dann echter Erfolg? Als Erfolg empfindet der Mensch nur dann etwas, wenn es ein bestimmtes Gefühl in ihm auslöst – und zwar das Gefühl, das er anstrebt, das ihn beflügelt. Das können die unterschiedlichsten Gefühle sein – es ist nämlich eine höchst individuelle Sache, die aber für jede Person das ganze Leben konstant bleibt.

Für manche Menschen ist es Freude, für andere Freiheit, für den nächsten Leichtigkeit und für den daneben Harmonie.

Ein Beispiel: Wenn der Harmoniebedürftige bei der Gehaltsverhandlung mit seinem Mitarbeiter aneinander gerät, dann fühlt es sich für ihn auch nicht gut an, wenn er sein Ziel „kein Weihnachtsgeld“ erreicht hat. Dann empfindet er das nicht als Erfolg.

So löst du dein persönliches Glück aus

Ob du deine Arbeit also als erfolgreich wahrnimmst oder nicht, hängt nicht davon ab, ob du deine Ziele erreichst. Deine Ziele sind nämlich völlig banal und austauschbar, wenn es um deinen persönlichen Erfolg geht. Und es ist auch egal, welchem Job du nachgehst. Es geht lediglich darum, WIE du arbeitest – und ob das dein persönliches Glücksgefühl auslöst.

Ein Müllmann, der sein Bedürfnis nach Freiheit auslebt, ist vermutlich viel glücklicher, energiegeladener und leistungsfähiger als der Manager, der zwar eine Menge Geld verdient, aber seine Arbeit als schwer empfindet, obwohl er sich doch nach Leichtigkeit im Leben sehnt. Und das bedeutet:

Du brauchst lediglich eine andere Art und Weise, deinen Job zu erledigen. Nämlich so, dass du durch deine Arbeitsweise besagtes Gefühl leben kannst.

Die Energie-Zurück-Garantie

Und was das nun mit deiner Abgeschlagenheit zu tun hat? Nun, dein Gehirn wertet nur die Tätigkeiten als Erfolg, die du genau so ausführst – also so, dass sie mit deinem inneren Antrieb in Einklang sind und dich erfüllen.

Dieser Erfolg macht glücklich und setzt eine Menge Energie frei – und zwar mehr, als du ursprünglich in die Tätigkeit stecken musstest. Wertet dein Gehirn etwas nicht als Erfolg, steckst du zwar Energie hinein, bekommst aber keine Energie zurück.

Oder anders:

Der Mensch stellt sich im Vorfeld etwas vor und erreicht es dann über eine Tätigkeit. Es ist abhängig davon, dass der Mensch sich Ziele macht, aber nicht von dem Ziel selbst.

Solltest du dich also fragen, warum du trotz deines Erfolgs nicht glücklich und voller Energie bist, ist die Antwort simpel:

Schon ein leichter Wandel in deiner Arbeitsweise kann da große Wunder wirken.

(Einzelbildnachweis: glück © shutterstock.com)