Jobwechsel? So gelingt der Abschied vom alten Unternehmen!

Veröffentlicht am 10. Februar 2016 in der Kategorie Management & People Skills von

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Der Wechsel von einem Arbeitsplatz zum nächsten ist eine anstrengende Zeit: Der Kopf schwirrt von all den organisatorischen, rechtlichen und emotionalen Feinheiten, die beachtet werden müssen.

Viele vernachlässigen hier den Abschied in ihrer bisherigen Firma. Dabei ist dieser ungemein wichtig für den Neustart – und für das kommende berufliche Leben!

Abschied nehmen will gelernt sein - auch beim Jobwechsel!

Abschiede fallen den wenigsten Menschen leicht. Selten werden sie gut vorbereitet, oft werden sie mit einem „wir werden uns trotzdem viel sehen“ oder „auf zu neuen Ufern“ weggewischt. Beim Jobwechsel kann dies jedoch ein fataler Fehler sein. Denn die alte Firma gut zu verlassen, ist nicht nur wichtig für einen motivierten und selbstbewussten Start in die neue Beschäftigung.

Schludrige Abschiede können auch das komplette kommende Berufsleben beeinträchtigen – vor allem in Branchen, in denen Vertrauenswürdigkeit und Verantwortungsbewusstsein viel zählen.

Bleiben Sie freundlich und kompetent in Erinnerung!

In der Sozialpsychologie gibt es die „Peak and End“-Hypothese: Von einem Ereignis bleiben den Menschen der eindrücklichste Moment und das Ende am besten in Erinnerung. Dasselbe gilt für die Mitarbeiter: Wer gekonnt geht, wird als fähig und freundlich erinnert werden.

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Das heißt: Selbst wenn die Motivation zwischendurch hing, selbst wenn es Konflikte gab oder sogar Streit, sollten Sie sich beim Jobwechsel zusammenreißen und ihre Arbeit gekonnt zu Ende bringen - und sich am besten schon im Vorhinein auf alle Fallstricke vorbereiten.

Wem sage ich es zuerst?

Die wichtigste Frage ist ohne Zweifel: Wem sage ich es zuerst? Die eindeutige Antwort: dem Chef. Unbedingt. Bitten Sie um ein Gespräch, und bringen Sie zu dem Gespräch Ihr Kündigungsschreiben mit. Dieses muss keine Gründe, kann aber gerne eine freundliche Floskel beinhalten. Denn eine Kündigung ist für den Vorgesetzten auch eine Kränkung – und diese wird durch ein Kompliment schnell abgemildert.

Nach dem Gespräch können und sollten Sie dann ihre Kollegen informieren. Und auch wenn das Kündigungsschreiben keine Gründe beinhalten muss: Für die Kaffeepause sollten sie gerüstet sein. Legen Sie sich eine Erklärung zurecht, die plausibel klingt, niemanden angreift und sich nicht auf ein besseres Gehalt beschränkt:

  • Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • neue Herausforderungen
  • Abwechslung in den Tätigkeiten

Denken Sie gleich mit an Ihren Ersatz!

Vermeiden Sie es unbedingt, in den Wochen nach der Kündigung zu schlampen oder zu schimpfen! Zeigen Sie sich stattdessen in allen Bereichen kooperativ:

  • Sprechen Sie Arbeitszeugnis und Resturlaub ab und bieten Sie im Gegenzug eine geordnete Übergabe ihres Arbeitsplatzes - und wenn möglich sogar einen Nachfolger!
  • Machen Sie einen Plan von den offenen Aufgaben und Projekten und bieten Sie Mithilfe bei der Umverteilung der Aufgaben an.
  • Auch wenn Sie eigentlich froh sind, ihre langweiligen Kollegen und die spröden Tätigkeiten endlich zu verlassen – lassen Sie sich dies auf keinen Fall anmerken!

Gut verabschiedet ist halb empfohlen!

So beweisen Sie, dass ihr Jobwechsel wirklich nicht persönlich gemeint ist, und ernten den Respekt der Kollegen. Dieser kann Ihnen in einem späteren Moment Ihrer Karriere noch sehr nützlich sein. Denn in vielen Branchen holen sich zukünftige Arbeitgeber in ihren Netzwerken Informationen über die Bewerber ein.

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V.a. bei Stellenangeboten in der Finanz- und Versicherungsbranche ist es üblich, neben einem Arbeitszeugnis noch einen oder zwei Leumunde zu stellen. Bringen Sie Ihren Abschied bei einer Firma gut über die Bühne, haben Sie eine heikle Situation gut gemeistert und größere Chancen, sowohl menschlich als auch fachlich als empfehlenswert befunden zu werden.

Feiern Sie Ihren letzten Tag!

In vielen Unternehmen ist es üblich, ein Exit-Interview zu führen. Experten raten hier oft dazu, dieses Gespräch zu vermeiden, da es zu viele Fallstricke birgt. Wenn Sie es jedoch führen müssen,

  • bereiten Sie sich auch hier gut vor
  • schimpfen oder lästern Sie keinesfalls
  • wenn es Ihnen am Herzen liegt, machen Sie einige produktive und konkrete Verbesserungsvorschläge
  • Im Gegenzug können Sie Ihren Vorgesetzten dann um eine Einschätzung Ihrer Arbeit fragen – und sich hier vielleicht noch nützliche Kritik abholen.

Und tschüss? - Abschiedsmail & Bye-Bye-Büffet

Der letzte Schritt für einen gelungenen Abgang ist die Abschiedsmail am letzten Tag. Diese kann je nach Arbeitsverhältnis eine freundliche, sorgfältig formulierte Rundmail sein oder mehrere persönliche Mails. Lassen Sie hier niemanden aus!

Und auch wenn es Ihnen unangenehm ist: Bringen Sie am letzten Tag auch Kuchen oder Getränke mit, oder laden Sie nach Feierabend noch auf ein Bier in der Kneipe um die Ecke ein. Und seien Sie sich sicher: Je schwerer Ihnen dieser gelungene Abschied gefallen ist, desto stolzer werden Sie später auf ihn sein. Und können umso motivierter und selbstbewusster in ihre neue Tätigkeit starten.