Ass im Ärmel oder Arschkarte? – Changemanagement richtig umsetzen!

Veröffentlicht am 20. Januar 2016 in der Kategorie Management & People Skills von

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Ass im Ärmel oder Arschkarte? - Changemanagement richtig umsetzen!Wenn du willst, dass sich was verändert, musst du weitergehen!

Der Januar ist der Monat mit den meisten Vorsätzen. Auch im Business scheinen den Unternehmern und Führungskräften im offline Modus während den Feiertagen immer neue Ideen einzufallen.

Aber warum ist die Umsetzung so schwierig und scheitert so häufig? Eigentlich schade!

Hast du in deinem Unternehmen schon Veränderungen angestossen oder hast du an deinem Arbeitsplatz schon Veränderungen erlebt? 99 Prozent schätze ich. Und wie viele verdrehen bei diesem Thema die Augen? Defensiv geschätzt: über 60 Prozent. Geile Quote, oder?

Was läuft da falsch?

Changemanagement ist wichtig und eine Überlebensgrundlage für jedes Unternehmen. Deswegen ist auch so wichtig, dass verstanden wird, wie damit umgegangen werden sollte. Wie du das Thema aus meiner Perspektive richtig anpackst, erfährst du jetzt.

Warum sind Veränderungen, Neuerungen eigentlich so wichtig?

Stillstand ist Rückschritt.

Die Welt dreht sich und zwar gefühlt immer schneller. Auf diese Veränderungen sollte und muss zum Teil reagiert werden. Ein weiterer Antrieb für Changemangement sind Verbesserungen zur Produktivitätssteigerung, oder besserem Arbeitsklima.

Neuerungen schaffen andere Perspektiven und bringen Schwung in den ein oder anderen routinierten Ablauf. Neue Ideen lösen den Tunnelblick. Alles das hilft bei der Entwicklung von

  • Unternehmen,
  • Produkten,
  • Abteilungen,
  • Abläufen und
  • Mitarbeitern.

Kein Erfolg ohne neuen Input, das ist Fakt.

So sicher, wie das Amen in der Kirche ist aber auch: Falsche Umsetzung bewirkt das Gegenteil und erschwert von Mal zu Mal weitere Umsetzungen. Eine Hürde, die dann immer schwieriger zu nehmen ist.

Wieso scheitern so viele Ansätze? Und wer hat dann die Arschkarte?

Ganz sicher der Elefant im Porzellanladen! Das ist in diesem Fall derjenige, der sofort und jetzt und überhaupt ohne Rücksicht auf Verluste was ändern will. Ganz sicher bröckelt da die Fanbase.

Einer der grössten Fehler ist, die Idee direkt intern auszuplaudern und vor allem sofort umsetzen zu wollen. Zu oft fehlt ein konkreter Plan für die Veränderungen und noch viel öfter fehlt die entsprechende Kommunikation. Fehlende Aufklärung schürt Angst, und Angst ist ein schlechter Begleiter. 90 Prozent der Mitarbeiter leben in einer Komfortzone.

Und wer verlässt diese gerne freiwillig. Sehr vielen fehlt der Weitblick und der Mut für Veränderung. Die positiven Auswirkungen werden gerne mitgenommen, aber möglichst ohne eigenes Handeln. Deswegen: Nur wer versteht, wird sich motivieren lassen und nicht die Arme verschränken.

Hinzu kommt, dass viele Änderungen, Ideen, Neuerungen etc. ... eher schlecht bis gar nicht vernünftig und nachhaltig umgesetzt werden und wurden. Und wenn, dann oftmals mit viel Kraftaufwand für die Mitarbeiter und Folgen, die vorher nicht bedacht wurden. Das hemmt extrem die Begeisterungsfähigkeit für neue Vorhaben.

Nein es liegt nicht immer an den anderen in der Komfortzone, daher beantworte dir zuerst einmal die Fragen:

  • Wie oft wolltest du was ändern?
  • Und wie nachhaltig war dein Vorhaben?
  • Sei extrem ehrlich zu dir, warum hat es nicht geklappt?
  • Hat die Umsetzung funktioniert, was war der Grund dafür?

Das Gute ist, die Chance das Ruder wieder herum zu reißen besteht, also "ran an die Buletten".

Wie aus der Idee das Ass im Ärmel wird

ZEIT

Eine Veränderung geht nicht von heute auf morgen - nicht zu viel vornehmen!

RUHE

Lass dir mindestens ein paar Tage Zeit, das Ganze sacken zu lassen.

REFLEKTION

Denke zurück und zwar an verpasste und schlechte, abgebrochene Umsetzungen - aus Fehlern lernen.

PERSPEKTIVWECHSEL

Im ersten Schritt, bespreche das Thema mit Vertrauten außerhalb der Firma - der Blick von Außenstehenden ist wichtig.

WEITBLICK

Skizziere wer und was von der Veränderungen unmittelbar und im Nachgang betroffen ist.

REALITÄT

Es ist überhaupt keine Schande das Projekt abzubrechen, wenn es nicht funktioniert. Lieber keine als eine schlechte Veränderung, nicht alles muss neu erfunden werden.

PLANUNG

So vorbereitet lädst du zu einem Meeting ein, um mit den entsprechenden Mitarbeitern offen darüber zu diskutieren.

EHRLICHKEIT

Sollten vorherige Umsetzungen von Veränderungen einmal bis mehrfach gescheitert sein, zeige Stärke, gebe das zu, erläutere die Gründe und was und warum es jetzt anders wird.

KOMMUNIKATION

Kläre auf, lass neuen Input zu und vor allem gewinne und begeistere die richtigen Weggefährten für das Thema.

TEAMWORK

Entscheide zusammen mit dem Team, ob die Manpower reicht oder weitere zusätzliche Experten notwendig sind.

ÜBERSICHT

Fixiere erste kleine Schritte und ein Zeitfenster und führe regelmässige Feedback-Meetings ein.

STRATEGIE

Lenke und coache lieber als zu diktieren, was auch Änderungen der eingeschlagen Route bedeuten kann.

EMOTIONEN

Emotionen zuhause lassen, es geht um die sachliche Umsetzung und das Ziel, nicht ob deine Idee, dein Vorschlag oder du der Geilste bist.

MOTIVATION

Führe kleine Prämien ein: ganz individuell bei einer erfolgreichen Umsetzung und einem entsprechendem Mehrwert - gelungene Umsetzung sind nicht selbstverständlich.

#attheend

Richtig umgesetzt ist neuer Input auf jeden Fall ein Ass im Ärmel. Wer diese Chance nicht vernünftig nutzt, kann extrem viel zerstören. Das fängt bei der Loyalität der Mitarbeiter an und kann enden in Ertragsreduzierung. Wie so oft hilft dir

  • eine Reflektion,
  • eine Strategie und vor allem
  • eine klare Kommunikation.

Nur wenn du in der Lage bist, klar auszusprechen, was du erwartest kann das einer Enttäuschung vorbeugen. Gerade deswegen, habe einen Plan und packe das wichtige Thema Changemanagement vernünftig an. Das Ass im Ärmel macht den Unterschied, ganz sicher!