IT-Freelancer aufgepasst! Beherrschen Sie diese 5 Skills?

Veröffentlicht am 18. Dezember 2015 in der Kategorie Management & People Skills von

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IT-Freelancer aufgepasst! Beherrschen Sie diese 5 Skills?

Seit über 20 Jahren steigt die Zahl der Menschen in Selbständigkeit um durchschnittlich vier Prozent. 1994 waren es gerade mal 550.000, im vergangenen Jahr wurden laut dem Institut für freie Berufe der Universität Erlangen-Nürnberg bereits 1,27 Millionen gezählt.

Unter den Selbständigen sind IT-Freelancer die gefragteste Berufsgruppe, dies ermittelte auch der Online Work Report 2014 des Freelancer-Portals Elance-oDesk. Doch auch in dieser gefragten Branche steigt die Konkurrenz zunehmend.

Welches sind also die wichtigsten Fähigkeiten, die IT-Freelancer heutzutage beherrschen sollten?

1. Agiles Projektmanagement beherrschen

Inzwischen reichen reine Programmierkenntnisse längst nicht mehr aus, um erfolgreich als Selbständiger bestehen zu können. Die Beherrschung effektiver Projektmanagementmethoden ist das A und O für erfolgreiche Projekte und zufriedene Kunden. Besonders agile Vorgehensweisen wie Scrum und Kanban sind in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Freiberufler können IT-Projekte durch den Einsatz dieser Methoden schneller und sicherer abwickeln als durch klassisches Projektmanagement. Die dadurch erzielte Effizienzsteigerung liefert Freelancern gute Argumente bei der Beauftragung und auch bei den Honorarverhandlungen.

Zufriedene Kunden durch flexible Arbeitsprozesse

Die Idee hinter den agilen Methoden ist die schrittweise und zyklische Entwicklung eines Projekts mit einem interdisziplinären Team, das sich selbst organisiert. Die Arbeitsprozesse können durch eine durchdachte Priorisierung schlank gehalten und Kundenwünsche schneller umgesetzt werden. Alle Prozesse werden dadurch wesentlich flexibler gestaltet, was wiederum für alle Beteiligten mehr Übersichtlichkeit bedeutet. Dieses Methodenwissen kann für die Auswahl und Beauftragung eines Freelancers entscheidend sein.

2. Prozessketten im Sinne des Kunden gestalten

Alle Freelancer und natürlich ebenso jene aus der IT-Branche sind primär eines: Dienstleister. Zunächst gilt es die Wünsche des Kunden zu erfüllen und dies bedeutet in der Regel eine sehr gute, ressourcensparende Arbeitsweise. Um die Wirtschaftlichkeit der  Arbeitsschritte durchzudeklinieren, ist die IT Infrastructure Library (ITIL) zum Standard geworden.

IT-Service effektiv gestalten:

Die Sammlung aus Best Practice-Beispielen zur Umsetzung eines effektiven IT-Service-Managements orientiert sich am Nutzen des Auftraggebers in den Bereichen

  • Planung,
  • Erbringung,
  • Unterstützung und
  • Effizienz-Optimierung.

Ein ähnliches Prinzip bedient das Project Management Office (PMO). Dieses definiert ebenso einen Standard für die operative Unterstützung von Projekten und Projektbeteiligten. Für beide Standards können IT-Freelancer nach entsprechender Fortbildung Zertifikate erhalten. Bei Projektverhandlungen sind diese Zertifizierungen oftmals sehr wichtig. Die Stundensätze guter und erfahrener IT-Projektmanager liegen teilweise im dreistelligen Bereich.

3. Business Intelligence nutzen

Die Bezeichnung „Business Intelligence“ geistert inzwischen immer öfter durch die Flure großer und auch kleinerer Unternehmen. Dies bedeutet im Grunde, dass Unternehmen ihre Kundendaten stärker nutzen wollen, weshalb sie Menschen benötigen, die die systematische Analyse elektronischer Daten beherrschen.

Daten sind heute zu einer Art Handelsware oder auch Währung geworden. Nur darauf Zugriff zu haben, reicht jedoch nicht. Daher bieten IBM, SAP, Oracle oder Microsoft Software-Lösungen für Business Intelligence an. Spezialisten, die auf diesen Trend setzen und sich entsprechend mit den wichtigsten Tools auskennen, bewegen sich auf einem zukunftsfähigen Feld. Mit dem Internet of Things und der fortschreitenden Digitalisierung werden die Massen an Daten in den kommenden Jahren schließlich eher zu- als abnehmen.

4. Kennen Sie die Big Player?

Auch wenn IT-Freelancer natürlich nicht in jedem einzelnen Thema Spezialisten sein können, gibt es doch ein paar Dauerbrenner. Diese Softwareprodukte haben sich derart auf dem Markt etabliert, dass stets Spezialisten gefragt sind. SAP ist selbstredend eines davon und Freelancer mit SAP-Kenntnissen werden immer noch mit am stärksten gesucht.

Die Einführung neuer Module des Walldorfer Unternehmens sollten die IT-Profis dabei ganz besonders im Auge behalten. Honorare für Experten liegen hier oft bei 100 Euro oder mehr in der Stunde. Ähnliches gilt auch für Experten mit sehr guten Oracle- oder Siebel-Kenntnissen.

5. IT - Mehr als Programmieren!

Besonders sehr stark spezialisierte Freiberufler im IT-Bereich gehen oft davon aus, dass ihre gefragten Programmierkenntnisse ausreichen, um ein Projekt zu ergattern. Das ist leider mitnichten der Fall. Neben der fachlichen Qualifikation müssen sie auch zunehmend gute Softskills aufweisen, wie in der Beratung. Sie müssen schnell Meinungsführer identifizieren und unterschiedliche Menschen von ihrem Konzept überzeugen können. Dazu gehört eine ordentliche Portion Flexibilität und wer zu starr in seiner Persönlichkeit ist, wird es schwer haben, sich projektbedingt immer wieder an neue Rahmenbedingungen anzupassen.

Die richtigen Chancen nutzen

Während ein IT-Freelancer in der vergangenen Woche noch in einem mittelständischen Unternehmen mit starken Hierarchien gearbeitet hat, kann in der nächsten Woche schon die international agierende Bank auf dem Programm stehen. Die Prozesse und Strukturen sind sehr unterschiedlich und ein guter Teamplayer muss sich schnell in die neue Situation hineindenken können.

Natürlich gilt immer, dass Erfahrung belohnt wird.

Wer es schafft sich präzise auf Projekte zu bewerben, in denen er nicht nur auf dem Papier, sondern auch tatsächlich Erfahrungen sammeln konnte, der hat stets bessere Chancen auf einen Vertrag.

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Wie fühlt man sich eigentlich als Freelancer?

Dieses Video macht einen spannenden Test und dreht den Spieß einfach mal um! Viel Spaß beim Ansehen: