Schneller erfolgreich zur eigenen Best Practice!

Veröffentlicht am 10. November 2015 in der Kategorie Management & People Skills von

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In den letzten Jahren wird ein Hype um »Best Practice« gemacht. Was übersetzt nichts anderes bedeutet, als dass von erfolgreichen Unternehmen das Erfolgsrezept in Seminaren und Vorträgen an eine Vielzahl von Unternehmern weitergegeben wird. Diese kopieren das Rezept, um dann festzustellen, dass es nicht so einfach ist, erfolgreich zu sein.

Natürlich kann man von den Besten und Erfolgreichsten lernen und sollte das auch. Ein oft begangener Fehler in diesem Zusammenhang ist es jedoch, den Inhalt statt der Struktur zu kopieren. Die Frage ist also nicht »Was genau hat der Erfolgreiche gemacht?«, sondern viel mehr »Wie genau hat er es gemacht?«.

Entwickeln Sie Ihre eigene »Best Practice«, indem Sie sich über folgende 5 Punkte Gedanken machen:

  • Innere Einstellung
  • Vision & Strategie
  • Die Strategie leben
  • Mitarbeiter motivieren
  • Konsequenz (vor-)leben

Alle fünf Punkte gehören zusammen und müssen beachtet werden. Aber eins nach dem Anderen ...

1. Innere Einstellung - Wichtig in doppelter Hinsicht!

Selbsterfüllende Prophezeiung

Vielleicht kennen Sie das: Morgens beim Aufstehen stoßen Sie sich den Zeh. Mit einem Aufschrei, einer Mischung aus Wut und Schmerz denken Sie »Der Tag fängt ja gut an«. Das Ergebnis: An diesem Tag läuft bestimmt alles schief.

Genauso verhält es sich mit ihrer Einstellung. Wenn Sie gerne zur Arbeit gehen und Ihnen das, was Sie tun, Spaß macht, dann wird diese Energie Sie vor wütenden Kunden, unzuverlässigen Lieferanten und unwilligen Mitarbeitern schützen. Das bedeutet zwar nicht, dass keine negativen Ereignisse mehr stattfinden, aber Sie werden diese mit Links wegstecken.

Sie fokussieren sich auf das Positive, im Zusammenhang mit Stress wird dies auch Resilienz genannt. Wenn man sich gegen die selbsterfüllende Prophezeiung nicht wehren kann, dann sollte man sich zumindest für die positive Variante entscheiden, meinen Sie nicht auch?

Opfer oder Macher?

Opfer sein ist ein verbreitetes Phänomen. Sicherlich kennen Sie dies auch. Leute, die nichts an ihrer Situation ändern können, bei denen alle anderen schuld sind:

  • Natürlich macht einem der Wettbewerb das Leben schwer, was sonst!
  • Selbstverständlich fordern Kunden mehr, das ist das Ziel des Einkäufers!
  • Klar ist der Markt unberechenbar, mit solchen Kunden und dem Wettbewerb kein Wunder!

Diese Einstellung ist ein Fehler. Natürlich ist es bequem ein Opfer zu sein, in der Passivität der Opferrolle können Misserfolge gut rechtfertigt werden. Opfer sind hilf- und machtlos. Entscheiden Sie sich als Unternehmer bewusst: Wollen Sie Opfer oder Macher sein?

Als Macher können Sie die äußeren Einflüsse zwar auch nicht beeinflussen, aber Sie haben die Macht, sich anzupassen. Nur so nebenbei, wenn Sie eben darüber nachgedacht haben, was Sie gerne wären, haben Sie eine Entscheidung getroffen und sind damit ein Macher! Herzlichen Glückwunsch, die Richtung stimmt!

2. Vision & Strategie

Wenn ihre Einstellung stimmt, sollte eine Vision kein Problem für Sie sein. Sind eine Vision und eine Strategie für Sie etwas Wichtiges? Ein kleiner Ausschnitt aus "Alice im Wunderland" erklärt es passend:

Alice kommt an eine Weggabelung, an der der fette Kater sitzt. Alice fragt: »Welchen Weg soll ich nehmen?«

Der Kater antwortet: »Wo möchtest Du hin? «

Alice erwidert: »Das ist mir egal. «

Woraufhin der Kater antwortet: »Dann ist es auch egal, welchen Weg Du nimmst«

Eine klare Vision ist notwendig, denn erst wenn Sie das Ziel kennen, können Sie einen Weg (eine Strategie) einschlagen. Dies ermöglicht es Ihnen, dann auf Impulse von außen zu reagieren.

3. Strategie leben

Viele Unternehmen formulieren eine Vision und leiten daraus eine Strategie ab. Der Blick hinter die Kulissen offenbart aber ein völlig anderes Bild. Nur ein Bruchteil der Mitarbeiter kennt diese Strategie. Von denen, die sie kennen, identifiziert sich nur ein kleiner Teil damit.

Davon wiederum beteiligt sich nur ein geringer Anteil an der Umsetzung. Jeder Mitarbeiter, der tagtäglich Entscheidungen für das Unternehmen treffen muss, braucht einen Leitfaden. Nur so können diese guten Gewissens, im Sinne des Unternehmens, handeln.

4. Mitarbeiter motivieren

Über intrinsische und extrinsische Motivation werden in der Fachwelt viele Diskussionen geführt. Selbst wenn man der These folgt, dass Mitarbeiter niemals extrinsische (also von außen) motiviert werden, steht außer Frage, dass Ihr Handeln die Motivation Ihrer Mitarbeiter beeinflusst.

Sie schaffen das Umfeld, damit Ihre Leute sich mit ihrer Arbeit identifizieren und dadurch motiviert werden. Schon wegen des allgegenwärtigen Fachkräftemangels sollten Sie auf die Mitarbeitermotivation besonderen Wert legen!

5. Konsequenz (vor-)leben

Dies ist vielleicht der wichtigste Punkt. Der Erfolg sämtlicher Punkte hängt maßgeblich von der Konsequenz ab, mit der Sie diese Punkte umsetzen. Getreu dem Motto »Der Fisch stinkt vom Kopf« liegt das Problem oft weit oben. Dieses Zitat soll aber nicht abwertend klingen! Nein, es zeigt viel mehr, wie wichtig es ist, dass die Führung konsequent und kongruent handelt.

Ein Mitarbeiter, der nicht sicher ist, wie er entscheiden soll, schaut auf den Vorgesetzten. In dessen Sinn soll schließlich die Entscheidung getroffen werden. Der Unternehmer ist also für die Unternehmenskultur verantwortlich. Trägt er seine Termine nie in Outlook ein, kann er das nur schwer von den Mitarbeitern verlangen.

Der Vertrieb ist hierfür vielleicht ein guter Vergleich. Wenn ein Verkäufer von seinem Produkt nicht überzeugt ist, argumentiert er inkonsequent. Merkt dies der Kunde, ist das Vertrauen weg und der Verkauf gescheitert. Bei einer neuen Unternehmensstrategie ist der Unternehmer der Verkäufer des obigen Beispiels.

Nehmen Sie sich einmal Zeit und beziehen Sie diese fünf Punkte auf sich und Ihr Unternehmen! Sollte ein Punkt im negativen Sinne auf Sie zutreffen, sollten Sie handeln. In den folgenden Teilen dieser Reihe werden wir uns jeden Punkt nochmals im Detail anschauen. Sie dürfen also gespannt sein...