Der Akku ist leer? Was Chemie mit Stress zu tun hat

Veröffentlicht am 22. Mai 2015 in der Kategorie Management & People Skills von

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Der Akku ist leer? Was Chemie mit Stress und Burnout zu tun hatHöher – schneller – weiter: Dies ist die Maxime unserer heutigen Leistungsgesellschaft. Teamgeist, Wettbewerb, Sieg und Niederlage. Sprachlich ist der Leistungssport schon längst Bestandteil in unserem täglichen Wirken. Die alltäglichen Stressoren führen aber immer häufiger zu Erschöpfungszuständen bis hin zum „Burn-Out“.

Wörtlich übersetzt bedeutet das, „ausgebrannt“ zu sein. Der Akku ist komplett leer und es stellen sich Gefühle ein wie: „Ich kann nicht mehr“, „Ich fühle mich kraft- und antriebslos“. In den Jahren von 2000 bis 2013 hat sich die Zahl der durch Erschöpfungssyndrom erkrankten Mitarbeiter in Deutschen Unternehmen verfünffacht.

Die Statistik unserer eigenen Untersuchungsergebnisse zeigt bei über 10.000 untersuchten Unternehmern, Führungskräften, leitenden Angestellten und Arbeitnehmern:

79 % der Befragten ...

  • fühlen sich stark ausgelastet
  • schlafen nachts schlecht
  • haben eine geringe Stresstoleranz
  • können nach dem Arbeitstag nicht abschalten.

Überspitzt gesagt: Deutsche Büros sind voll mit ausgebrannten, unkonzentrierten Arbeitenden, die abends keine Möglichkeit finden, ihrer Rolle in der Familie gerecht zu werden.

Statistik Erschöpfung, Fehltage, Leistungsdruck

Kreislauf aus beruflichem & privatem Stress ... bis gar nichts mehr geht?!


Ein wissenschaftlich fundierter Lösungsansatz beweist: Mit optimalen Energiereserven lassen sich diese Überlastungsreaktionen reduzieren, denn auch das Gehirn reagiert nach den Grundsätzen der Biochemie.

Fehlen aber wichtige Mikronährstoffe, können bestimmte Funktionsabläufe nicht optimal ablaufen und frühzeitige Erschöpfungszustände sind die Folge. Diese biochemischen Dysbalancen rechtzeitig zu erkennen und ihnen mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzusteuern, ist die Herausforderung der Zukunft.

„Der Mensch erkrankt nicht, weil dem Körper Medikamente fehlen, sondern weil biochemische Störungen vorliegen, die nicht rechtzeitig erkannt und korrigiert werden.“

Zitat von Bodo Kuklinski
(Facharzt für Umwelt- und Nährstoffmedizin)

Was bedeutet dies jetzt für die Praxis? Viele beruflich - und privat - angespannte Menschen schlafen nachts sehr schlecht und fühlen sich morgens von Woche zur Woche unausgeruhter und schlechter, bis sie einen Erschöpfungszustand erreichen.

Sie sind erschöpft? Was ist als erstes zu tun?

Lassen Sie Ihre Schilddrüsenhormone beim Hausarzt bestimmen. Wichtig ist allerdings die richtige Interpretation der Ergebnisse. Hier sprechen Mediziner vom sogenannten „Wohlfühl-TSH-basal-Wert“. Leider werden die Ergebnisse bisher immer nur in die Referenzwertbereiche gesetzt.

1. „Schilddrüsenhormone in Balance“ bedeutet ein TSH-basal-Wert von 1,6 – 2,2 μIU/ml. Hier haben Sie eine gute mentale und physische Leistungsfähigkeit, ein gutes Schlafverhalten und regenerieren optimal nach sportlichen Belastungen.

2. „Flip-Out-Mentalität“ Dauerspannung wie ein „Flitzebogen“ bedeutet der TSH-basal-Wert von < 1,3 μlU/ml. Hier sind Sie angespannt, haben immer das Gefühl aktiv sein zu müssen, haben innere Unruhe, einen sehr unruhigen Schlaf, Schwitzen nachts und nach sportlichen Belastungen regenerieren Sie schlecht.

3. „Schlaf-Tabletten-Mentalität“ bedeutet ein TSH-basal-Wert von >2,5 μlU/ml. Hier sind Sie müde und antriebslos, ein zunehmender Erschöpfungszustand stellt sich ein, Sie schwitzen nachts, schlafen unruhig, haben vermehrte Stimmungsschwankungen und teilweise Phobie in engen Räumen (wie z. B. dem Fahrstuhl).

So beheben Sie biochemische Störungen

Spüren Sie häufig eine innere Unruhe und permanenten Druck? Dann nehmen Sie über den Tag verteilt jeweils 150 mg Magnesium – morgens, mittags und abends –  zum Essen ein. Sie werden in kurzer Zeit feststellen, dass Sie viel gelassener mit alltäglichen Stressoren umgehen. Magnesium ist das beste Anti-Stress-Mineral und das ohne Nebenwirkungen.

Wenn Sie trotz der Einnahme von Magnesium immer noch nicht schlafen können, dann wäre die zusätzliche Einnahme von 250 mg der Aminosäure L-Tryptophan eine Stunde vor dem Schlafen sinnvoll. L-Tryptophan erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke. Die Wirkung davon merken Sie aber erst nach vier bis fünf Tagen täglicher Einnahme.

Wichtiger Hinweis: Bei chronischen Entzündungen (z.B. Rheuma, Bronchitis etc.) und/oder der Einnahme von Antidepressiva darf kein L-Trytophan eingenommen werden!

Definition L-Trytophan

Sollte sich Ihr Schlafverhalten immer noch nicht deutlich verbessern, lassen Sie die Aminosäuren im Blut durch den Arzt bestimmen und Ihren aktuellen Energiestatus messen.

Wie funktioniert das? Zunächst ist das Erfassen Ihres funktionellen Energiestoffwechsels von Bedeutung. Dieser zeigt beispielsweise, inwieweit Aktivitätseinschränkungen bestimmter Enzyme bei Ihnen vorliegen. Mit weiteren speziellen intrazellulären Blut- und Urinanalysen ist es heute möglich Ihren persönlichen individuellen Energiebedarf zu bestimmen.

Unsere Case Reports von über 38.000 Personen zeigen, dass der Ausgleich genannter Defizite (z.B. Magnesium oder L-Tryptophan) zu langfristig erhöhter mentaler und physischer Leistungsfähigkeit führt.

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