Chefs aufgepasst! Das verpasst deinem Team den Todesstoß!

Veröffentlicht am 6. Mai 2015 in der Kategorie Management & People Skills von

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Schlechte Chefs: Die schlimmsten Fehler bei der MitarbeiterführungWenn auch nur einer der nächsten 10 Punkte auf dein Team zutrifft, solltest du dir schnell etwas überlegen. Dein Team kann noch so groß sein, wenn den Mitarbeitern Motivation fehlt, kann man eigentlich jeden einzelnen in die Tonne treten. Leider gibt es aber viel zu viele Mitarbeiter, die aus einem oder mehreren Gründen gar keinen Bock auf ihren Job haben. Und jetzt - oh Wunder - vielleicht ist das deine Schuld als Chef! Denn grundsätzlich ist ein glücklicher Mitarbeiter auch ein motivierter Mitarbeiter. Hier sind 10 Gründe, wieso dein Team vielleicht nicht so glücklich ist.

1. Gehalt: It's all about the money, money, money!

Laut der Slideshow (basierend auf verschiedenen Umfragen und Studien) würden rund 26% den Arbeitsplatz wechseln, wenn sie 5% mehr Gehalt bekommen. Wenn du jetzt sagst "Dann geh halt!", solltest du vielleicht darüber nachdenken ob dieser Mitarbeiter überhaupt zu dir passt, oder ob du an deiner Einstellung arbeiten solltest. Zahle deinen Mitarbeitern soviel, wie sie verdienen. Wer sich über die Maße engagiert oder dem Unternehmen auf seine eigene Weise behilflich ist, sollte das auch auf seinem Gehaltszettel gedankt bekommen.

2. Wer nur von hässlichen Dingen umgeben ist, wird irgendwann selbst hässlich.

Naja, oder so ähnlich. Es geht hier nämlich um den Arbeitsplatz. Wer sich hier nicht wohl fühlt, steht morgens nicht gerne auf, geht nicht gerne in die Arbeit und arbeitet dann auch nicht gerne. Die wenigsten Arbeitgeber vergeben ein festes Budget für Pflanzen oder "Deko". Natürlich ist auch jeder Mitarbeiter seines eigenen Glückes Schmied und kann sich selbst Bilder, Pflanzen oder schöne Stiftebecher mitbringen. Immer wieder lustig sind auch all die unterhaltsamen Büro-Gadgets. Es fängt allerdings schon bei den Räumlichkeiten an: Laut der Slideshow vermelden Firmen in Großraumbüros bis zu 62% mehr Krankmeldungen als kleine Büros - ein Zufall? Auch wenn dein Chef-Büro schön, hell und gemütlich ist, schau' dir die Arbeitsplätze deiner Mitarbeiter an. Oft sieht man übrigens bereits an deren Schreibtischen, wer sich mit deinem Unternehmen identifiziert und gerne hier ist, und wer nicht. Mach den Test!

3. Am meisten lernt Hans-Guck-In-Die-Luft.

Du bist der Meinung, wer Zeit hat für 5 Kaffepausen am Tag, der hat zu wenig zu tun? Ganz, ganz falsch! Denn einer der schlimmsten Chef-Fehler ist es, die Angestellten dermaßen mit Arbeit "vollzuballern", dass ihnen die Luft für Ideen fehlt. Google schenkt den Mitarbeitern 20% der Arbeitszeit für private Projekte. Ein Fünftel! Das wäre ein Arbeitstag in der Woche. Absurd? Dann schau dir doch mal an, wer bei Google arbeitet, was die Angestellten dort leisten und wie erfolgreich das Unternehmen ist. Wer nicht permanent unter Zeitdruck steht, sondern auch mal Zeit hat etwas auszuprobieren, arbeitet am effektivsten. Natürlich gibt es auch hier die Pappenheimer, die solche Freiheiten gerne ausnutzen. Aber meist kennt man die ja als Chef.

4. Schwachsinnsideen! Nur der Chef sagt was gemacht wird!

Deine Mitarbeiter sollen eigentlich nur deine Ideen umsetzen? Dann brauchst du aber eine ganz besondere Spezies von Mitarbeitern. Normale Angestellte möchten nämlich etwas zu sagen haben auf ihrem Gebiet - und wenn das noch so klein ist. Man sollte ihnen zuhören und ihre Ideen Ernst nehmen. Wenn man ihnen das auch noch sagt und Ideen tatsächlich umgesetzt werden ... was meinst du? Du bekommst als Dankeschön einen ganzen Haufen selbständige Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen und das auch noch gerne. Wenn ein Mitarbeiter und dessen Ideen immer nur ignoriert werden, wird er bald aufhören sich etwas zu überlegen und nur noch Dienst nach Vorschrift machen. Schade sowas.

5. Ist doch alles scheiße hier.

Diesen Satz muss nur einer aussprechen und schon hat er mindestens einen weiteren Kollegen, der ihm zustimmt. Achte auf die Stimmung in deinem Team! Entlarve die mit den Sorgenfalten und der grundsätzlich schlechten Laune. So schnell schaust du gar nicht, hat sich diese Stimmung im Büro ausgebreitet. Andererseits gibt es aber auch die gut gelaunten Mitarbeiter, die mit der Sonne um die Wette strahlen und jeden Tag motiviert loslegen. Zugegeben, es gibt nicht viele davon. Aber halte solche Mitarbeiter und motiviere sie weiter. Sie werden es dir danken indem sie den ganzen Rest deines Teams motivieren und eine positive Grundstimmung im Büro verbreiten. Wer instant gute Laune braucht, kann auch unsere kleinen Büroweisheiten durchforsten, vielleicht ist ja was für dich dabei!

6. Fehler sind meist erfolgreicher als Erfolge. Echt jetzt?!

Gibt es in deinem Unternehmen eine offene Fehlerkultur? Darf man Fehler machen ohne vom Vorgesetzten zurechtgestutzt zu werden? Erkennen deine Mitarbeiter ihre eigenen Fehler und handeln dann entsprechend? Denk einfach immer daran: Wer nichts arbeitet, kann auch keine Fehler machen. Solange man aus den Fehlern lernt, bringen sie ein Projekt oft weiter, als wenn alles reibungslos läuft. Freu dich über Fehler! Denn sie sind die besten Prototypen-Tests. Und unterscheide zwischen Kritik und Feedback, damit deine Mitarbeiter am Ende nicht demotiviert sind.

7. Anlegen. Zielen. Schießen. - Auf was eigentlich?!

Viele Teams rennen durch die Geschäftswelt wie kopflose Hühner. Nicht weil ihnen der Kopf abgeschossen wurde, sondern weil sie nicht wissen wo ihnen der Kopf steht. Jeder arbeitet vor sich hin, rattert das Tagesgeschäft runter, aber für was? Was ist das Ziel? Wo rennen wir hin? Das ist dein Job als Chef. Du musst die Vision in deinem Kopf haben. Das Große Ganze. Du musst es herunterbrechen in Meilensteine und kleinere Ziele und die dann deinen Angestellten mitteilen. Und das immer wieder. Bis die wichtigen Ziele in Fleisch und Blut übergegangen sind - egal wo einem grade der Kopf steht.

8. Micromanager sind die schlimmsten Chefs.

Du bist zwar Geschäftsführer, Teamleiter oder Projektmanager und arbeitest aber trotzdem jeden Tag an der Front mit? Dann bist du ein Micromanager. Lass es. Du bist da um das Ganze zu koordinieren, nicht um kleine Dinge umzusetzen. Wenn es Probleme gibt, hilf' mit Lösungsvorschlägen. Löse das Problem nicht selbst. Deine Mitarbeiter fühlen sich sonst in ihrer Autorität untergraben und lösen vielleicht auch zukünftige Probleme nicht selbst, denn der Chef macht's ja. Stattdessen führe einen Jour Fixe ein und nutze die drei P: Progress, Plans, Problems. Womit wir auch schon beim nächsten Fehler sind ...

9. Also das Meeting hätte ich mir echt sparen können!

Es gibt nichts schlimmeres als sinnlose Meetings. Du kennst das selbst. Du sitzt in der Besprechung und es zieht sich. Wie Kaugummi. Ergebnis? Keins. Eigentlich hätte man sich die 2 Stunden auch sparen können. Dann sorge zumindest dafür, dass deine eigenen Meetings produktiv sind. Bleib beim Thema und beende das Meeting wenn es nichts mehr zu sagen gibt. Gleiches gilt für Teammeetings. Wenn das Team unter sich ist, sollte auch hier einer den Hut auf haben und das Ganze leiten. Konkrete Tipps für ein produktives Meeting gibt's hier von Anne M. Schüller.

10. Das ist heute die 12. Mail vom Chef!

Zeit ist Geld. Die deiner Mitarbeiter im doppelten Sinne. Vermeide deshalb unnötige E-Mails ans Team. Mitarbeiter nehmen gerne Überstunden in Kauf und arbeiten hochkonzentriert an aufwändigen Aufgaben - solange sie nicht das Gefühl haben, dass ihre Zeit verschwendet wird. Das heißt für dich als Chef: Keine überflüssigen Meetings. Keine E-Mail-Flut mit losen Ideen ohne Arbeitsanweisung.

Fazit: An die eigenen Nase fassen

Hand auf's Herz: Wie viele der 10 Fehler begehst du oder dein Team - vielleicht sogar ohne dass ihr es euch bewusst seid? Vielleicht erkennst du jetzt auch, wieso das ein oder andere im Team nicht so rund läuft oder wieso einzelne Mitarbeiter völlig motivationslos sind. Wer in einem schönen Büro mit positiven Menschen arbeitet und einem Chef, der weiß wo's hingeht, hat schon fast gewonnen. Arbeit kann doch eigentlich ganz schön sein.

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