Angst vor Vorträgen? 5 Tipps, die wirklich dagegen helfen!

Veröffentlicht am 6. März 2015 in der Kategorie Management & People Skills von

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Angst vor Vorträgen 5 Tipps, die wirklich dagegen helfen!

Gerade unerfahrene Redner kennen nur zu gut das flaue Gefühl, wenn ein Vortrag ansteht. Die Panik vor dem Podium ist jedoch in der Regel unbegründet. Wir geben Tipps, die die Nervosität vor dem ersten Vortrag lindern.

Vorträge zu halten gehört in den wenigsten Berufen zum Alltagsgeschäft und kann Referenten mit wenig Routine schnell schlaflose Nächte bereiten. Der Rhetorikratgeber ist durchforstet, die Unterlagen dreimal überprüft und ein tiefer Atemzug genommen – doch die Nervosität bleibt und die eigene Fantasie malt farbenfroh aus, was schiefgehen kann.

Dabei sind diese Schreckensszenarien nicht nur unwahrscheinlich. Sie können durch einfache Tricks auch schnell zerstreut werden. Positiver Nebeneffekt: Ohne Lampenfieber wird der Vortrag sowohl für den Redner als auch für das Publikum sehr viel angenehmer. Nachfolgend fünf typische Anfängerängste und wie man dagegen vorgehen kann:

1. Vorbereitung wird überschätzt, improvisieren Sie!

Die letzte Powerpointfolie erscheint an der Wand, doch die Uhr lässt sich Zeit und die Zuhörer blicken Sie erwartungsvoll an. Zu wenig vorbereitet zu haben, ist die Hauptsorge der meisten Redner. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass eher zu viel Material vorbereitet wird und der Vortrag zu detailreich ist oder gar das Zeitlimit überzieht.

Bleiben Sie also vor allem ruhig: Sie sind als Experte eingeladen und wissen meist sowieso mehr als Ihr Publikum. Was sogar Sie erst nachlesen müssen, ist für Ihre Zuhörer eher uninteressant.

Falls es doch einmal zu einer peinlichen Stille im Saal kommt, gibt es verschiedene Gegenstrategien. Blicken Sie noch einmal zurück auf ihren Vortrag und fassen Sie Ihre Kernaussagen kurz und knapp zusammen. Oder erzählen Sie eine Anekdote zum Vortragsthema aus der Praxis und fragen Sie Ihre Zuhörer nach ähnlichen Erlebnissen.

Fast schon ein Muss am Ende des Vortrags: Geben Sie Ihrem Publikum die Gelegenheit, Fragen zu stellen und stellen Sie selbst welche. Eine Ja-Nein-Frage am Anfang, über die Sie mit Handmeldung abstimmen lassen, bricht das Eis.

2. Hilfe, ein Experte! Nein, ein Gesprächspartner.

Ein Fachmann zu Ihrem Vortragsthema unter den Zuhörern ist kein Grund zur Panik. Freuen Sie sich lieber über dieses Kompliment und binden Sie ihn bei Gelegenheit in das Geschehen ein. Wenn Sie seine Arbeit in Ihrem Vortrag erwähnen, äußern Sie ruhig Ihre Freude über seine Anwesenheit.

Sollte der Experte Ihnen komplexe Fragen stellen, antworten Sie am besten kurz und sachlich. Bieten Sie ihm – aus Rücksicht auf die weniger spezialisierten Teilnehmer – eine persönliche Diskussion nach dem Vortrag an. So haben Sie zugleich Gelegenheit, den Experten persönlich kennenzulernen.

3. Ruhe auf den billigen Plätzen!

Was tun, wenn im Publikum Störer sitzen, die den eigenen Vortrag mit Zwischenrufen sabotieren oder die Aussagen in Frage stellen? Grundsätzlich gilt: Rechtfertigen Sie sich nicht. Stellen Sie sich lieber auf die Seite Ihres Publikums. Fragen Sie, ob Ihre Zuhörer der gleichen Ansicht sind wie der Kritiker. Falls ja, benötigt das Thema offensichtlich mehr Erläuterungen. Andernfalls können Sie den Einwand einfach ignorieren.

Auch unangenehmen Zwischenrufern können Sie so den Wind aus den Segeln nehmen. Bitten Sie Nörgler, aufzustehen und das Gesagte nochmals deutlich zu wiederholen. Die meisten scheuen die plötzliche Öffentlichkeit und verhalten sich danach lieber ruhig.

4. Wohl fühlt man sich in seiner eigenen Haut.

Jeder Referent möchte bei seinem Vortrag sympathisch und kompetent wirken, dazu auch noch witzig sein und gut aussehen. Was hilft: Bleiben Sie bei sich. Wer authentisch agiert, fühlt sich meistens am wohlsten. Denn für schauspielerische Experimente ist ein Vortrag der falsche Anlass. Sie müssen sich auf zu viele Dinge konzentrieren, als dass Sie gleichzeitig auch noch eine Rolle spielen könnten. Geben Sie sich also so, wie Sie sind.

Auch für Kleidung gilt: Ziehen Sie sich dem Anlass entsprechend an, aber bleiben Sie beim gewohnten Stil. Wenn Sie sich nicht wohlfühlen, werden Sie sich unnatürlich bewegen oder vielleicht sogar an Ihrer Kleidung herumzupfen. Wählen Sie deshalb besser einen Kompromiss zwischen Wohlfühlen und Dresscode. So haben Sie den Kopf frei für den Vortrag.

5. Zeigen anstatt reden.

Es ist gar nicht so schwer, die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer zu fesseln. Konzentrieren Sie sich bei Ihrem Vortrag auf die wesentlichen Kernaussagen und präsentieren Sie diese möglichst lebendig. Und sorgen Sie für Unterhaltung. Natürlich nicht mit billigen oder krampfhaften Witzen.

Aber ehe Sie noch mehr Hintergrundfakten recherchieren, verwenden Sie die Zeit doch lieber für eine anschauliche Grafik, ein plakatives Beispiel oder einen interaktiven Einstieg. Das kommt beim Publikum nicht nur gut an, die Inhalte bleiben so auch besser hängen.

Verzichten Sie dafür auf umständliche Beweisführungen, Detailanalysen oder komplexe Statistiken. Ein kleiner Verweis, wo Ihre Zuhörer diese Details nachschlagen können, reicht vollkommen aus.

Diese kurze Zusammenschau zeigt: Das flaue Gefühl vor dem ersten Vortrag ist meist unbegründet und angehende Referenten können ihre Nervosität mit einfachen Mitteln in den Griff bekommen. Wenn Sie beim Gedanken an Ihren Vortrag Panik aufsteigen spüren, fragen Sie sich zunächst, warum.

Erst wenn Sie die Ursache ihrer Angst identifiziert haben, können Sie dagegen angehen. Am wichtigsten ist es, bei sich zu bleiben, die Zuhörer als Verbündete zu sehen und sich auf die Kernausaussagen des Vortrags zu konzentrieren. So ist ein Vortragsanfänger auf dem besten Weg zum erfahrenen Redner.